Archiv für den Monat: April 2014

Ministerpräsident Weil: Europa und Kommunen gehören zusammen

Von Monika Griefahn

Unser Ministerpräsident Stephan Weil aus Niedersachsen kam am 23. April nach Buchholz – aus zwei Gründen: Er wollte für Europa werben! Und er wollte deutlich machen, dass es für eine gute Arbeit seiner Landesregierung in Niedersachsen notwendig ist, auf der kommunalen Ebene Menschen in den Rathäusern und Landratsämtern vorzufinden, die ähnlich ticken. Nur dann kann es auf allen Ebenen – kommunal, im Land, im Bund und in Europa – Politik geben, die sozial und fair ist, die für die Bürger gemacht wird.

Stephan Weil (r.) und SPD-Landratskandidat Thomas Grambow

Recht hat er: Viele Menschen sind wahlmüde – erst recht, wenn es um Kommunal- oder Europawahlen geht. Aber Vorsicht: Demokratie ist ein fragiles Gut und nicht selbstverständlich. Schon bei unseren Nachbarn in Südeuropa, der Ukraine und den Mittelmeeranrainerländern Nordafrikas zeigt sich, dass neue Regierungen nicht automatisch zu besseren Bedingungen führen.

Stephan Weil und Monika Griefahn

Ich bin einen glühende Verfechterin der Europäischen Union, auch wenn ich mich über die eine oder andere Bürokratieverzwirbelung aufrege (Glühbirnen, Duschköpfe, Gurken….). Aber ich freue mich über fast 70 Jahre Frieden. Durch meine langjährige Arbeit beim deutsch-französischen Jugendwerk habe ich auch gelernt, unterschiedliche Kulturen zu verstehen und zu respektieren.

So regt es mich auch auf, wenn viele meinen, dass am deutschen Wesen die Welt genesen soll. Und das hat auch Stephan Weil klar gemacht. Wir Deutschen haben viele Vorteile durch die EU, und deshalb sollten wir auch Solidarität üben und vor allem uns an der demokratischen Gestaltung beteiligen. Und das Mindeste ist, am 25. Mai wählen zu gehen – für Europa, den Landkreis und die Gemeinde.

Jetzt mal unter uns Frauen – ein Business Breakfast der besonderen Art

Von Monika Griefahn

Gründonnerstag – reichhaltiges Frühstück und viele Gäste? Kann das funktionieren? Irene Pitter von der KPMG Niederlassung Hamburg hat es gewagt! Der Einladung des „KPMG-Network of Women“ waren rund 50 Unternehmerinnen und Frauen in Führungspositionen in und um Hamburg gefolgt. Auch dabei unser Praktikant Moritz aus dem IMUK, der für diesen Morgen Hahn im Korb war.

KPMG Business Breakfast 1

Mein Vortag zu „Wertorientierter Unternehmensführung als Wettbewerbsfaktor“ erklärte den Weg durch meine beruflichen und gleichermaßen gesellschaftlichen/politischen Stationen: Von meiner Tätigkeit bei Greenpeace über die Zeit als Umweltministerin und Abgeordnete bis hin zu AIDA Cruises durchzieht ein roter Faden mein Engagement: Ich möchte mich einmischen für eine bessere Umwelt und faire Bedingungen für alle Menschen – ich mische mich ein, als NGO-Aktive, als Politikerin und in der Wirtschaft. Denn jeder/jede kann einen Unterschied machen, wenn er/sie sich engagiert. Es ist nur scheinbar ein Seitenwechsel von der Umweltaktivistin zur Direktorin für Umwelt und Gesellschaft.

Ein intensiver Dialog zwischen Unternehmen, Politik und Gesellschaft ist ein ganz wichtiger Baustein für grundlegende und andauernde Veränderungen. Ich will gestalten, an jedem Platz, an dem ich bin. Alles mit demselben Ziel: Veränderung für umfassende Qualität!

Es war ein rundum gelungener Morgen! Sehr schön war es, Monika Breuch-Moritz, Präsidentin des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrografie, endlich einmal persönlich kennenzulernen. Denn Wasser und die Rettung der Meere begleiten mich auf all meinen Stationen. Heute werden die Wale und Delfine eben nicht vorwiegend durch Walfänger getötet sondern durch Plastik und die Versauerung der Meere.

Es gibt noch viel zu tun! (Bei all den Gesprächen kam bloß mein Frühstück etwas kurz…)

KPMG Business Breakfast 2

Stiftungen sollen ihr Kapital umweltverträglich und fair anlegen

Von Monika Griefahn

Plakate Freiburg

Wie bei einem Familientreffen fühlte ich mich da: alte Mitstreiter und neue Preisträger, die die Stadt Freiburg mit ihrem Bürgermeister Dr. Dieter Salomon gemeinsam mit dem Fraunhofer Instituts für Solare Energiesysteme von Prof. Eicke Weber eingeladen hatte. Das Treffen der Umweltpreisträger aus aller Welt beim internationalen Kongress der European Environment Foundation war eine wunderbare Runde, um sich auszutauschen, zu inspirieren und auch etwas zu lernen und nicht zu vergessen, auch Spaß miteinander zu teilen.

Ich habe zum Beispiel Ernst Ulrich und Christine von Weizsäcker getroffen, die jeder in ihrem Feld vieles bewegt haben: Ernst Ulrich zum Thema Energie und Christine zur biologischen Vielfalt. In Freiburg waren auch Dipal Barua, einer der Mitbegründer von Grameen Shakti, einer Organisation für Solar-Home-Anlagen in Bangladesh, (auch einer von den Trägern des „Alternativen Nobelpreises“), oder Jeremy Leggett, der schon gemeinsam mit mir Campaigner bei Greenpeace war und heute ein optimistisches Bild darüber malt, dass die Industrie gar nicht anders kann als in die Zukunft der Sonne zu investieren (Franz Alt wird es freuen…).

Aber wir erfuhren auch vieles über neue Projekte – zum Beispiel stellten sich die Macher des Fairphones vor. Es ist schon ein Trauerspiel, dass ein Studenten-Startup zeigen muss, wie es geht und Apple mit seiner Marktmacht es erst nach und nach anpackt: dass unsere elektronischen Geräte auch hergestellt werden können, ohne dass die Zulieferer und Erzarbeiter unter miesen Bedingungen arbeiten müssen. (Dafür macht Apple dann eine ganzseitige Anzeige in der Süddeutschen am 22. April 2014…).

Paul Walker, unsere Preisträger des Right Livelihood Awards 2014 („Alternativer Nobelpreis“) berichtete hier auch über seinen langen Kampf gegen Chemiewaffen.

Einen wegweisenden Entschluss fassten die Preisträger am Ende der Tagung: Viele sind durch Stiftungen ausgezeichnet worden, und eine Menge Stiftungskapital liegt in der Welt in nicht immer fairen und umweltverträglichen Anlagen. Wenn nur die Stiftungen, die Umweltpreisträger auszeichnen, ihre Investitionen in Kohle oder Atom zurückziehen würden, käme diese Industrie weltweit ins Straucheln. Zumindest wäre das ein wirksamer Schritt zu einem notwendigen neuen Klimaabkommen 2015 in Paris!

Wenn Sarah Wiener zur Revolution aufruft…

Von Petra Reinken

Wenn Sarah Wiener zur Revolution aufruft, Sven Giegold leidenschaftlich für ein demokratischeres Europa argumentiert und Welzer neuerdings empfiehlt, wählen zu gehen – dann ist a) die Europawahl nicht weit und b) taz lab in Berlin.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Ein randvolles Programm mit politischer, gesellschaftlicher und kultureller Bildung hatte die Zeitung „die tageszeitung“ für Samstag, den 12. April, unter dem Titel „I love EU – Solidarität ist machbar“ auf die Beine gestellt. Es ließ sich über die Rettung des Euro genauso trefflich debattieren wie über die Kunst der Bruchlandung, über die Situation in der Ukraine genauso wie über Gemeinwohlökonomie, die Energiewende, vegane Ernährung oder den Lobbyismus der Zivilgesellschaft. Schwerpunktmäßig beschäftigten sich die Themen indes mit der Gegenwart und Zukunft Europas. Wenn eines hängen geblieben ist, dann, dass die wichtigen Weichen in Brüssel gestellt werden. Die Zeit, in der dort nur die Krümmung der Gurken festgelegt wurde, ist lange vorbei. Das bedeutet auch: Am 25. Mai nicht die Wahl zum Europäischen Parlament verpennen, sondern wählen gehen!

Anstelle der „Wahlkampfarena“ nutzten zum Beispiel Sven Giegold, Mitglied im europäischen Parlament für die Grünen, und die Linken-Bundestagsabgeordnete Sarah Wagenknecht in der Diskussion „Ist der Euro noch zu retten?“ die Bühne für eine engagierte Debatte über die gemeinsame Währung. Wagenknecht gab zum einen dem ungezügelten Geschäftsgebaren der Banken Schuld an den Miseren in Griechenland, Spanien, Zypern oder Irland, sah aber auch eine Mitschuld an der Schröderschen Agenda 2010 in Deutschland. Diese habe Billiglöhnen und Leiharbeit Tür und Tor geöffnet und das Lohnniveau gesenkt. Deutschlands Exportüberschüsse seien so kein Wunder und gingen zu Lasten anderer Länder.

Giegold sah diese Auswirkungen der Agenda 2010 zwar nicht so deutlich, wünschte sich aber gleichwohl ein solidarischeres Deutschland. Die große Koalition habe aber keine Bereitschaft, sich als solidarisches Land in Europa zu positionieren. Dabei sei ein engeres Zusammenwachsen in Europa seiner Meinung nach die einzige Möglichkeit, Zukunftsfragen zu lösen. Doch noch sei nicht einmal die Demokratie richtig in Europa angekommen – bei allen Entscheidungen der Finanzkrise sei das europäische Parlament gar nicht gefragt worden. Und überhaupt wolle ihm nicht in den Kopf, warum die einmalige Chance der niedrigen Zinsen nicht genutzt werde, um Zukunftsprojekte voranzubringen – also die Firmen für Investitionen in den ökologischen Umbau Europas in die Pflicht zu nehmen.

In dieser Runde sorgte der Finanzexperte Martin Hellweg auf trockene humorvolle Art für die nichtpolitischen Redebeiträge. Wenn die griechische Regierung zum Beispiel heute um 23.59 Uhr beschließen würde, aus dem Euro auszutreten, und es am nächsten Morgen sofort Drachmen zu tauschen gebe, und niemand vorher von dieser Transformation erfahren hätte, dann, so Hellweg, könnte das für Griechenland die Weichen positiv stellen. Was er also meinte, war: Ein Austritt aus dem Euro ist KEINE Option für Griechenland.

Bleibt noch zu klären, wann Sarah Wiener zum Revoluzzer wurde. Die Starköchin und Bio-Verfechterin hatte in einer Diskussion über Reisen in Europa davon berichtet, wie alle Menschen, denen sie in den Ländern begegne, erzählten, sie seien die letzten ihrer Zunft. Die Frau in der 300 Jahre alten Käserei, deren Kinder nicht weitermachen wollten, Fischer, die die Netze für immer einholten und viele mehr – sie alle gäben Tradition und Wissen auf. „Das liegt auch an der agrarindustriellen Landwirtschaft der EU“, folgerte sie. Und weiter: „Ich bin ein sehr apolitischer Mensch, aber wenn ich mich hier so reden höre, dann denke ich, es ist Zeit für eine Revolution!“

Das „taz lab“ in Berlin – es macht jedes Jahr wieder den Kopf frei, erneuert den Spaß an der politischen Debatte und ist ein Stelldichein der Menschen, die es besser machen wollen. Inspiration pur!

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

„Working tirelessly to rid the world of chemical weapons“ – Paul Walker

Von Moritz Petersmann

(Click here for the English version)

Zu Gast in Hamburg war gestern einer der weltweit angesehensten Experten zur Abrüstung von Chemiewaffen: Paul Walker.
walker_IMG_8334klein bearbeitet

Am 2. Dezember 2013 erhielt Paul Walker den Right Livelihood Award („Alternativer Nobelpreis“) in Stockholm für seinen unermüdlichen Einsatz um die Welt von chemischen Waffen zu befreien. Nur eine Woche später reiste er nach Oslo, um dort die Zeremonie zur Verleihung des Friedensnobelpreises zu verfolgen. Ausgezeichnet wurden dort seine Kollegen, mit denen er seit Jahren eng zusammenarbeitet: die Organisation for the Prohibition of Chemical Weapons (OPCW).

Eine interessante Parallele aus meiner Sicht. Erinnert man sich zurück an Wangari Maathai, die 2004 den Friedensnobelpreis erhielt – 20 Jahre nach der Auszeichnung mit dem Right Livelihood Award – so lässt sich daraus vielleicht eine Entwicklung in der Denkrichtung des Friedensnobelpreiskomitees ablesen? Fest steht zumindest, dass die beiden renommierten Preise dem Verbot chemischer Waffen Weltöffentlichkeit verliehen haben.

Einen spannenden Einblick zu diesem sehr aktuellen Thema gab Paul Walker gestern interessierten Zuhörerinnen und Zuhörern in einem Vortrag mit dem Titel:

„From Ypres to Damascus: The Quest to Abolish Chemical Weapons Globally“

In seinem Vortrag berichtete Paul Walker, nach einem geschichtlichen Einblick zum Einsatz von Chemiewaffen, vor allem von den unvorstellbar großen Mengen an Chemiewaffen, die in einigen wenigen Ländern der Welt gelagert wurden, bzw. gelagert werden. Die größten, bekannten Bestände lagern in den USA und Russland. Ein prägendes Erlebnis für Paul Walker war 1994 der Besuch des russischen Chemiewaffenlagers in Shchuch‘ ye. Die Lagerstätten fand er damals in verwahrlostem Zustand vor. Die Sicherheitsvorkehrungen waren primitiv und ein riesiges Arsenal an Chemiewaffen war leicht zugänglich für jedermann. Bestürzt und zugleich angespornt durch dieses Erlebnis engagiert sich Paul Walker in den darauf folgenden Jahren bis zum heutigen Tag aktiv für die Abrüstung von Chemiewaffen.

Zu dem Prozess der Chemiewaffenvernichtung in Syrien berichtete Paul Walker dann ausführlicher: Bereits die Hälfte aller deklarierten syrischen Bestände sind vernichtet worden. Die komplette Vernichtung soll im Laufe des Jahres 2014 erfolgen. Welch aufwändiger Prozess die Zerstörung von Chemiewaffen darstellt machte Paul Walker auch klar. Obwohl er schon auf viele Erfolge in der weltweiten Abrüstung von Chemiewaffen zurückblicken kann, sieht Paul Walker seine Mission längst nicht als erfüllt und verweist auf künftige Herausforderungen, die es noch zu meistern gilt. Hervorzuheben ist dabei die enorme finanzielle Belastung, die durch die Vernichtung von Chemiewaffen entsteht und weiterhin getragen werden muss. Nicht zu vernachlässigen ist laut Paul Walker jedoch vor allem eines: Bei der Zerstörung von Chemiewaffen muss mit großer Transparenz gearbeitet werden und alle betroffenen Akteure müssen in diesen Prozess mit eingebunden werden. Das ist essentiell für den Erfolg des Programms. Chemiewaffen gehören zur Kategorie der Massenvernichtungswaffen. Gelingt es diese Klasse der Massenvernichtungswaffen komplett zu vernichten, so wäre das ein großer Erfolg auf dem Weg zu einer friedlicheren Welt. Ein Beitrag dazu wird übrigens auch in der Lüneburger Heide am Bundeswehrstandort Munster geleistet. Dort wird nämlich ein Teil der syrischen Chemiewaffen vernichtet…

Zum Kolloquium „Frieden und Sicherheit“ hatte das Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg (IFSH) in Kooperation mit dem Carl Friedrich von Weizsäcker-Zentrum für Naturwissenschaft und Friedensforschung (ZNF) Paul Walker eingeladen.

„Working tirelessly to rid the world of chemical weapons“ – Paul Walker

By Moritz Petersmann

Yesterday evening, one of the world’s most respected experts on disarmament of chemical weapons – Paul Walker – was in Hamburg to give a lecture.

walker_IMG_8334klein bearbeitet

On 2nd December 2013, Paul Walker received the Right Livelihood Award in Stockholm for his tireless work to rid the world of chemical weapons. Just one week later, he traveled to Oslo to attend the Nobel Peace Prize ceremony. His colleagues from the Organisation for the Prohibition of Chemical Weapons (OPCW), with whom he worked closely for years, were awarded the Nobel Peace Prize 2013.

An interesting parallel from my point of view is Wangari Maathai, who was awarded the Nobel Peace Prize 2004 – 20 years after she received the Right Livelihood Award – you may recognize a development of the Nobel Peace Prize Committee’s direction of thought? Both prestigious prizes focused global public interest on the abolition of chemical weapons, that’s for sure!

A fascinating insight to this topical subject was given by Paul Walker yesterday evening. Interested listeners were paying attention to his lecture with following title:

„From Ypres to Damascus: The Quest to Abolish Chemical Weapons Globally“

After giving an interesting overview of salient events in the history of the use of chemical weapons, Paul Walker drew attention to the incredible large amount of chemical weapons that was stored or in some cases is still being stored in a few countries round the world. The largest known stockpiles are situated in Russia und the USA. Visiting the Russian chemical weapons stockpile in Shchuch‘ ye 1994, Paul Walker mentioned to be a formative incident. The Shchuch‘ ye stockpile was dilapidated. The security precautions were primitive and the huge stockpile was easily accessible for everyone. Shocked by this visit, but encouraged at the same time, Paul Walker became very involved in the process of ridding the world of chemical weapons in the following years until today.

The destruction of Syrian chemical weapons was of course a topic of great interest, and that’s why Paul Walker mentioned some details on this process, which is occuring currently. Roughly half of Syria’s chemical weapons have already been destroyed. Complete destruction is scheduled for the end of 2014. The abolition of chemical weapons is a complex process and Paul Walker’s mission is not yet finished. He has already reached a lot of milestones, but there are still challenges to cope with. In particular, there is this enormous financial burden resulting from the destruction of chemical weapons that needs to be addressed. But it’s also very important to ensure transparency and ensure broad stakeholder involvement. Chemical weapons belong to the category of weapons of mass destruction. If it’s successful to abolish this, a whole class of weapons of mass destruction, it would be a great achievement on the way to a more peaceful world. By the way a contribution was made at Munster, a base of the German army. Parts of Syrian chemical weapons were destroyed there…

The Institute for Peace Research and Security Policy (IFSH) invited Paul Walker in cooperation with the Carl Friedrich von Weizsäcker – Centre for Science and Peace Research (ZNF) to this colloquium on „peace and security“.