Teaching Right Livelihood – jeder kann die Welt verändern!

Von Monika Griefahn

Teaching Right Livelihood (v.l.): Monika Griefahn, Dipa Barua, Sima Samar und Raul Montenegro.

 

Die Träger des Right Livelihood Awards – des „Alternativen Nobelpreises“, sind allesamt Vorbilder für persönliches Engagement, Durchsetzungskraft und Überzeugung. Es sind Leute, die die Welt verbessern, und darum ist es nur folgerichtig, wenn wir die Gedanken und Visionen des Preises und seiner Preisträger in schulisches Lernen integrieren. Wir animieren junge Leute, auch Vorbild zu sein! Unter diesen Vorzeichen stand die Lehrerfortbildung „Teaching Right Livelihood“ an der Universität in Kassel vergangene Woche. Ich durfte sie eröffnen, und wie immer in der Gegenwart von Preisträgern fühlte ich mich irgendwie auf dem richtigen Weg. Ich hoffe, die Lehrerinnen und Lehrer sind genauso gestärkt und inspiriert aus der Tagung hervorgegangen wie ich.

Im Juni 2012 hat Ellen Christoforatou, die Geschäftsführerin des Zentrums für Lehrerbildung ist, bereits einen Grundstein gelegt mit der Herausgabe einer Handreichung für Lehrkräfte und Lehrerbildner mit englischsprachigen Unterrichtsmaterialien zum Thema „Teaching Right Livelihood“. Die Konferenz war ein weiterer Meilenstein.

Drei Preisträger waren zugegen, berichten aus ihren Projekten, von ihren Erfolgen und Schwierigkeiten: Dr. Sima Samar, Prof. Dr. Raúl Montenegro und Dipal C. Barua. Sima Samar, die sich in Afghanistan für Menschenrechte einsetzt, speziell für die Rechte der Frauen; Raúl Montenegro aus Argentinien, der sich in beeindruckender Weise für den Schutz der Umwelt und natürlicher Ressourcen engagiert; Dipal C. Barua, der 2007 ausgezeichnet wurde, weil er die Verbreitung von Solartechnik und anderer erneuerbarer Energiequellen in Dörfern in Bangladesch maßgeblich vorantreibt.

Ich fand besonders klasse, was Raul Montenegro gesagt hat: Die Preisträger seien keine Helden, keine Führungspersönlichkeiten. Sie seien ganz normale Menschen, die ihre Fähigkeiten nutzten, um etwas zu verändern in der Welt. Die Dinge so zu sehen, eröffnet ungeahnte Möglichkeiten, denn es bedeutet, dass jeder in der Lage ist, die Welt zu verändern! Die Konferenz versuchte, dies durch eine Kombination aus wissenschaftlicher Tagung und schulpraktischen Foren zu vermitteln. Wenn die Lehrer diese Einstellung in die Schulen weitertragen, werden in der nächsten Generation viele mutige und entschlossene Menschen heranwachsen. Darauf freue ich mich!

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