Was „Abrissbirnen“ mit Demokratie zu tun haben…

Von Manuela Wilczek

Mauerrest, Berlin


Wow – drei Tage Demokratie hautnah!

Ich habe eine Informationsfahrt unserer Bundestagsabgeordneten Svenja Stadler selbst mitgemacht, um das Berlin kennenzulernen, in dem Geschichte geschrieben und Politik gemacht wird. Und es war total gelungen: Höhepunkt der 3-Tages-Reise für mich war die Bundestagsdebatte, die ich live im Parlament verfolgen konnte.

Denn da ging es um die Novelle zum Erneuerbare Energien Gesetz (EEG). Dieses Gesetz begegnet mir bei meiner Arbeit immer wieder, insofern hätte das Thema spannender nicht sein können. Live mitzuerleben, wie die Opposition Wirtschafts- und Energieminister Sigmar Gabriel als „Abrissbirne“ für die erneuerbaren Energien beschimpft, und zu sehen, wie er souverän kontert, das war schon was! Diskussion und Abstimmung – ich habe hautnah miterlebt, wie Demokratie funktioniert! Sehr beeindruckend!

Das weitere Programm war auch klasse: Wir schauten uns die Stadt unter historischen und politischen Gesichtspunkten an, besuchten den Bundesrat und die neue Synagoge. Die Diskussion mit Svenja Stadler selbst im Paul-Löbe-Haus war auch ein toller Höhepunkt. Svenja Stadler stand uns Rede und Antwort, und immer wieder blitzten ihre Augen vor Begeisterung. Das hat mir imponiert. Sie hat Lust auf Politik und Gestaltung der Gesellschaft, und das zu sehen, motiviert einen auch selbst, sich einzumischen.

Klar aber, dass in diesen Zeiten der Fußball nicht fehlen durfte. Ich habe mich zwar nicht in das Getümmel der Weltmeisterschafts-Fans auf der Fanmeile gestürzt. Aber bei der Stadtrundfahrt war der Trubel schon spürbar. Lautsprecher und Übertragungsleinwand waren so aufgestellt, dass sie das Brandenburger Tor verdeckten und die Quadriga scheinbar nicht mehr auf dem Tor, sondern über der Bühne thronte. Für ein paar Tage ist der Fußball eben auch hier König.

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