Beirat des Cradle to Cradle e.V. besucht die „Biofach“

Von Monika Griefahn

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Da haben wir gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Der Beirat des Cradle to Cradle e.V. traf sich zu einer konstruktiven Arbeitssitzung, und gleichzeitig konnten wir uns auf der Messe „Biofach“ in Nürnberg von vielen großartigen Initiativen und Unternehmen aus dem Bereich der Biolebensmittel ein Bild machen! Die Biofach gilt als die Leitmesse für Biolebensmittel und existiert seit mehr als 25 Jahren.

Wir trafen auf der Messe auch unser neues Beiratsmitglied Ulrich Walter am beeindruckenden Stand von Lebensbaum. Daneben führte unser Rundgang uns unter anderem zu Gesprächen mit Volker Krause (Bohlsener Mühle), Stefan Voelkel (Voelkel Getränke) und Günter Scheinkönig, Geschäftsführer der Erdal-Rex GmbH am Stand von Werner & Mertz beziehungsweise der Marke Frosch. Werner & Mertz zeichnen sich durch eine langjährige Beschäftigung mit dem Umweltgedanken aus und arbeiten auch daran, die Prinzipien des Cradle-to-Cradle-Designkonzepts in ihrem Unternehmen umzusetzen. Sichtbares Zeichen dieses Bekenntnisses zum Handeln war auf der Messe das riesige „C2C“-Logo, das über dem Stand hing.

Ich persönlich habe mich auch sehr über die Präsenz von Sekem gefreut, da ich mit dieser Organisation seit langen Jahren eng verbunden bin. Sekem, eine Initiative aus der Nähe von Kairo, hat Teile der Wüste urbar gemacht, gibt tausenden Menschen Bildung und Arbeit, hat maßgeblich dazu beigetragen, dass die Verteilung von Pestiziden per Flugzeug in Ägypten eingestellt wurde und gehört zu den wichtigsten Herstellern von diversen biologischen Lebensmitteln im Land. Auch hier in Bioläden sind Produkte aus Sekem erhältlich – meine Mitarbeiterin schwärmt beispielsweise immer von den leckeren Datteln mit einem feinen Überzug aus Zartbitterschokolade!

Aber insgesamt war ich – waren wir – beeindruckt, wie diese größte Messe in Europa für Biolebensmittel und –kosmetika gewachsen ist und sich weiterentwickelt hat. Der Trend geht in die richtige Richtung, das stimmt optimistisch. Was gibt es auf der Biofach nicht alles: Äpfel in Sorten, die auszusterben drohen, veganes Eis in den Geschmacksrichtungen Himbeer und Schoko oder Mischungen aus beiden. Es gibt geangelten Fisch und liebevoll gefertigte Aufbackpizza.

Bio existiert also längst auch für den „modernen“ Menschen, der keine Zeit hat, selbst zu kochen. Wobei: Für mich macht Kochen ja erst ein richtiges Essen aus: frische Zutaten schnipseln – am besten mit Freunden oder Familie –, diese zubereiten und sie dann gemeinsam verspeisen. Ist das nicht das eigentliche Erlebnis? Aber zugegeben: Unser Alltag ist wie er ist, und da ist es auch gut, die schnelle Küche in gesunder Form bekommen zu können. Hauptsache, die Lebensmittelproduktion achtet die Tiere, kümmert sich um starke Böden und gesunde Luft.

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