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Ausschuss für Kultur und Medien
 

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Beitrag zum 20-jährigen Bestehen des Deutschen Kulturrats

Zum 20-jährigen Bestehen des Deutschen Kulturrates möchte ich auf diesem Wege meine herzlichsten Glückwünsche übermitteln!

Die Kultur ist ein hehres Gut, das in seiner universellen Sprache einend zur Verständigung nicht nur der verschiedenen Mentalitäten sondern auch der Kulturen und Völker unerlässlich ist, sie ist nicht nur ein schönes Beiwerk und Zeitvertreib, sondern auch ein entscheidender Faktor von Kreativität, das uns als Menschen auszeichnet und unsere Gesellschaft definiert. Wie wichtig ist da doch die Arbeit des Verbandes, der sich um die Verständigung der Kulturschaffenden, der Politik und denen, die die Kultur moralisch und finanziell unterstützen bemüht. Eben dieses Gespräch ist eine bedeutende Aufgabe für die Förderung und Erhaltung der Kultur, denn um ihre Position zu stärken und die ständige Debatte über ihren gesellschaftlichen Stellenwert lebendig zu erhalten, ist ein reger Austausch zwischen allen Beteiligten notwendig. Somit fördert und ergänzt der Kulturrat die Bemühungen der Bundesregierung und des Parlaments um eine vielfältige und hoch qualifizierte Kulturszene in Deutschland und bemüht sich, dabei auch eine gewisse finanzielle Verhältnismäßigkeit nicht aus den Augen zu verlieren.

Eminent wichtig ist dabei die Absicherung der Kulturschaffenden für die sich der Kulturrat einsetzt, wie etwa im November 1999, als er zur Reform des Künstlersozialversicherungsgesetzes eine Stellungnahme abgab und eine Verbreiterung der Basis der Künstlersozialabgabepflichtigen vorschlug. Dieser und andere Vorschläge fanden dann auch Eingang in das "Zweite Gesetz zur Änderung des Künstlersozialversicherungsgesetz und anderer Gesetze", was die Bedeutung des Wirkens des Kulturrates darlegt.

Die Kulturarbeit ist Bestandteil des europäischen Integrationsprozesses, der auch im deutschen Kulturgeschehen einen Wandel hervorruft. Ebenfalls hebt er die Bedeutung des deutschen Kulturgutes und dessen Erhalt hervor, da es ein Mosaikstein im facettenreichen Abbild der europäischen Kulturidentität ist.

In meiner Funktion als Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Medien gehört zu meinen wesentlichen Aufgabenfeldern ganz besonders auch die interkulturelle Verständigung. Deshalb begrüße ich auch die Anstrengungen um die steuerliche Verbesserung für die Künstler, die aus dem Ausland zu uns kommen. Das fördert die Funktion der Kultur als interkultureller Vermittler innerhalb Deutschlands, denn fremdenfeindliche Tendenzen kann man nur mit konkreten Beispielen von aktiven Ausländern, so auch Künstlern entgegentreten.

Der Kulturrat ist besonders zu schätzen, zumal die Mehrheit seiner tätigen Mitglieder ihre Arbeit ehrenamtlich ausüben und ihre Fachkompetenz zur Verfügung stellen. Wäre die Vielfalt von Kultur nicht auch völlig undenkbar ohne das engagierte selbstlose Eintreten der Förderer für ihre Passion?

Menschen sind neugieriger auch auf die Vielfalt des kulturellen Austauschs geworden. Der Kulturrat schafft es, die wesentlichen Facetten von Soziokultur bis zu Oper oder Literatur zu vertreten. Ganz nach dem von Hilmar Hoffmann geprägten Credo "Kultur für alle". Auch die neuen Medien sind am Kulturrat nicht vorbeigesurft. So diskutierte der deutsche Kulturrat im aktuellen Kontext über die Mediengesellschaft in seiner Stellungnahme "Kulturelle Bildung im digitalen Zeitalter". Mit diesen Mitteln bleibt die Debatte in der Kulturszene in Deutschland lebendig. Um der Kultur ein Forum zu geben muss die Erziehung schon früh, das heißt im Kindergarten in die richtige Richtung gehen, um die kulturellen Wurzeln, aber auch die Diversität als Weg zur Persönlichkeitsbildung offen zu halten. Im Fortlauf der Schulbildung ist sie dann zwingend weiter erforderlich, als Schulfach oder AG, um die kulturelle Bildung soweit wie möglich fördern. Aber auch bei Erwachsenen hört das Lernen nicht auf und die Passion für ein kulturelles Gebiet funktioniert nur bei eigenem Antrieb - aber auch dann ist Förderung nötig.

Wenn ich auch nicht auf alle Wirkungskreise des Kulturrates und der mit ihm assoziierten Institutionen eingehen kann, möchte ich an dieser Stelle betonen, das wir den selben Weg gehen, sei es auch manchmal mit anderen Schuhen, das Ziel ist das selbe: eine vielfältige Kulturszene auf hohem Niveau.

Ich wünsche dem Deutschen Kulturrat viel Erfolg und eine gute Zusammenarbeit mit den von ihm vertretenen Bundeskulturverbänden, der Politik und den Aktiven, die sich für Kultur engagieren für die nächsten 20 Jahre !!

Ihre Monika Griefahn, MdB