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Am 25. Oktober 2007 kamen Monika Griefahn und Vertreter von Survival International in Berlin zusammen. Anlass für das Gespräch war die Neueröffnung des Berliner Büros von Survival International. Die internationale Organisation ist die weltweit größte Plattform von Stammesvölkern. Sie arbeitet eng mit lokalen, indigenen Organisationen zusammen und konzentriert sich auf Stammesvölker, deren Existenz gefährdet ist. „In der Regel sind gerade die indigenen Kulturen bedroht, die mit der Außenwelt in Kontakt geraten“, so Stephen Corry, Vorsitzender von Survival International. Er unterstrich, dass die Konvention ILO 169 als wichtigstes internationales Gesetz zugunsten von Stammesvölkern nun endlich von Ländern wie Deutschland ratifiziert werden müsse. „Die UNO hat zwar vor kurzem die Deklaration für die Rechte indigener Völker verabschiedet, doch diese Erklärung besitzt nicht die Wirkungskraft eines Gesetzes. Es können weiterhin keine Sanktionen gegen Länder erhoben werden, die ihren Inhalt ignorieren“, so Davi Yanomami, Stammesführer des brasilianischen Yanomami-Volkes und Mitglied von Survival International. Die Konvention ILO 169 hingegen setze eine Reihe von verbindlichen Maßstäben in Bezug auf die Behandlung von Stammesvölkern. Je mehr Länder die ILO 169 ratifizieren, desto größer sei ihr Einfluss.
Monika Griefahn unterstützt die Forderungen von Survival International,: Wir müssen den Wert von indigenen Kulturen endlich anerkennen und fördern. Stammesvölker müssen auch in Zukunft ein Recht auf Selbstbestimmung haben. Sie sind unabhängige und lebendige Gesellschaftsformen. Es ist höchste Zeit, dass wir das auf rechtlicher Ebene anerkennen.“ Ein wichtiger Beitrag sei die Konvention ILO 169, die das Recht der Stammesvölker auf Gleichberechtigung und Schutz vor Diskriminierung garantiert. „Es gibt keinen Grund, warum Deutschland die ILO 169 nicht ratifizieren sollte, betonte Monika Griefahn. „Wir dürfen nicht länger hinnehmen, dass indigene Kulturen gewaltsam von ihren Territorien entfernt werden dürfen. Die Ratifizierung der ILO 169 ist längst überfällig.“
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