ÜBERSICHT: Wahlkreisthemen > Presse aktuell > 1999

Pressemitteilung 23/1999
Donnerstag, 22. Juli 1999
 
zurück zur Übersicht Seite 1/1
Grenzüberschreitende Buchpreisbindung bleibt vorerst erhalten
Etappensieg für das Kulturgut Buch

Die Bundestagsabgeordnete Monika Griefahn, Mitglied im Ausschuß für Kultur und Medien des Deutschen Bundestages, beurteilte die am Mittwoch vertagte Entscheidung der EU-Kommission zur grenzüberschreitenden Buchpreis-bindung als einen vorläufigen Sieg für den Erhalt des Buches als Kulturgut.

"Nun muß die ab September im Amt befindliche neue Kommission das Thema unter allen Gesichtspunkten neu behandeln. Wir haben genug Argumente geliefert, die für den Erhalt der Preisbindung sprechen. Der neue Wettbe-werbskommissar Mario Monti wird in einem neuen Entscheidungsprozeß Abwägungen treffen müssen, die das Buch nicht zum reinen Wirtschaftsgut degradieren", sagte Monika Griefahn am Donnerstag.

Das System der grenzüberschreitenden Buchpreisbindung zwischen Österreich und Deutschland hat sich bewährt und zu einer großen Vielfalt, vor allen Dingen aber Bezahlbarkeit auch seltenerer Bücher, geführt. Die SPD-Bundestags-fraktion setzt sich deshalb auch vehement für den Erhalt der Preisbindung ein.

"Wir werden uns in den Kulturgremien der SPD und des Bundestages weiter für den Erhalt der Preisbindung stark machen, um die Kulturvielfalt zu erhalten", sagte Griefahn. "Nicht zuletzt ist zu befürchten, daß auch Arbeitsplätze verloren gehen, wenn die Preisbindung fällt. Außerdem müßten wir im Falle eines Falles ein Preisbindungsgesetz verabschieden, um billige Reimporte zu verhindern, die den Ladenpreis unterlaufen würden".

Es sei auch widersinnig, so Monika Griefahn, gleiche Bücher in einem einheitlichen Sprachraum zu ungleichen Bedingungen zu verkaufen. Die Alternative einer nationalen Preisbindung bringe deshalb zumindest den österreichischen Buchmarkt in Gefahr, weil dieser zu rund 80% von deutscher Produktion beliefert werde.

 
Diese Pressemitteilung finden Sie auf: www.monika-griefahn.de