Nachfolgend wird die Antwort des Vorstandsvorsitzenden
der Deutschen Bahn AG, Hartmut Mehdorn, auf das Schreiben der vier
SPD-Bundestagsabgeordneten Dr. Peter Struck, Monika Griefahn, Hedi
Wegener und Arne Fuhrmann wiedergegeben:
Deutsche Bahn AG
Hartmut Mehdorn
Herrn
Dr. Peter Struck
Mitglied des Bundestages
Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion
Platz der Republik
11011 Berlin
Abdrucke an:
Herrn Arne Fuhrmann, MdB
Frau Monika Griefahn, MdB
Frau Hedi Wegener, MdB
Platz der Republik
11011 Berlin
29. November 1999
Sehr geehrter Herr Dr. Peter Struck,
besten Dank für Ihre gemeinsame Zuschrift mit den
Abgeordneten Fuhrmann, Griefahn und Wegener, in der Sie sich als
Abgeordnete aus der Region für den Neubau eines dritten Gleises
zwischen Stelle und Lüneburg bzw. Uelzen einsetzen.
Es steht außer Frage, dass auch unter Zugrundelegung
einer neuen Verkehrsprognose primär ein kapazitiver Bedarf zum Ausbau
der Strecke Hamburg - Hannover insbesondere im Streckenabschnitt
Stelle - Lüneburg besteht. Auch die von Ihnen angesprochene Wechselwirkung
der Magnetschwebebahn zwischen Hamburg und Berlin und des Schienennetzausbaus
zwischen Hamburg und Hannover hat Einfluss auf die Überlegungen
und Ertüchtigung der Strecke zwischen Stelle und Lüneburg. Ich bin
sicher, dass dies bei der anstehenden Überarbeitung des Bundesverkehrswegeplans
Berücksichtigung findet und von uns unterstützt wird.
Wir bedauern, dass der kapazitive Ausbau zwischen
Stelle und Lüneburg im Investitionsprogramm Schiene 1999 - 2002
unter den hoch prioritären Maßnahmen haushaltsbedingt keine Berücksichtigung
finden konnte.
Wir werden daher prüfen müssen, ob sich im Rahmen
dieses Investitionsprogramms andere Möglichkeiten finden lassen,
schrittweise auf den kapazitiven Engpass in diesem Streckenabschnitt
zu reagieren. Dazu werden wir, wie kürzlich von Herrn Münchschwander
auf der Länderverkehrsministerkonferenz am 03./04.11.1999 zugesagt,
mit allen Ländern konkrete Gespräche führen.
Mit freundlichen Grüßen
(H. Mehdorn)