ÜBERSICHT: Wahlkreisthemen > Presse aktuell > 2000

Pressemitteilung 20/2000
Freitag, 8. September 2000
 
zurück zur Übersicht Seite 1/1
Deutsche Welle wird kein Staatssender

Monika Griefahn MdB, Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Medien des Deutschen Bundestages, erklärt zu den Bundesvorschlägen zur Reform der Deutschen Welle:
"Die jetzt bekannt gewordenen Vorschläge des Bundes zur Neugestaltung der Deutschen Welle enthalten einige bemerkenswerte Vorschläge. Ich kann jedoch nicht erkennen, dass sie gebotene Staatsferne des Senders in irgend einer Weise beeinträchtigt wäre. Sie wird nach wie vor erhalten bleiben"

Monika Griefahn betonte, dass Strukturänderungen im Sender aber unvermeidlich seien, wenn die Deutsche Welle in der auswärtigen Kulturpolitik weiter die Rolle spielen wolle, für die sie eingerichtet wurde. "Angesichts der neuen Medientechnologien, vor allem der Verbreitung des Internets, ist zu überlegen, wie dieses in Zukunft für die Ziele der auswärtigen Kulturpolitik einzusetzen ist. Hier unterbreitet das Papier bedenkenswerte Vorschläge. Man sollte sie nicht in Bausch und Bogen verurteilen", sagte Griefahn.

Die Vorschläge des Bundes werden nun die Diskussionsgrundlage für weitere Konsultationen bilden. Das veränderte internationale Umfeld sowie die Neukonzeption der auswärtigen Kulturpolitik insgesamt werden auch nicht an der Deutschen Welle vorübergehen. "Der Sender wird sich auf neue und andere Erfordernisse der medialen Aussendarstellung Deutschlands einstellen müssen. Die Bedürfnisse der Zielgruppen sollten beispielsweise viel stärker berücksichtigt werden. Eine Kooperation mit den öffentlich-rechtlichen Anstalten bietet preisgünstigere Alternativen zum gegenwärtigen Programm. Strukturell und inhaltlich muss auf neue Herausforderungen eingegangen werden", meinte Griefahn zur anvisierten Richtungsänderung der Deutschen Welle.

 
Diese Pressemitteilung finden Sie auf: www.monika-griefahn.de