ÜBERSICHT: Wahlkreisthemen > Presse aktuell > 2000

Pressemitteilung 21/2000
Donnerstag, 12. Oktober 2000
 
zurück zur Übersicht Seite 1/1
Günter Nooke gegen Holocaust-Mahnmal

Die CDU offenbart ihre wahre Gesinnung. Mit dem Interview des Bundestagsabgeordneten Günter Nooke im Berliner Kurier vom 27.09.2000 wird deutlich, was die Mitglieder der CDU im Kuratorium der Mahnmal-Stiftung wirklich wollen - nämlich kein Mahnmal für die ermordeten Juden Europas. Wieder greifen sie die Kampagne auf, die sie bereits in der Bundestagsdebatte am 27. Juni 1999 in Bonn vertreten hat. Die CDU macht sich zum Handlanger des Regierenden Bürgermeisters Eberhard Diepgen, der im gesamten Diskussionsprozess der letzten 10 Jahre über das Mahnmal sich gegen dessen Errichtung gewendet hat. Mit der Begründung, die Kosten seien nicht eindeutig bzw. zu hoch, wird die öffentliche Meinung aufgeheizt. Eine gefährliche Strategie in einer Zeit, in der rechte Gruppen angekündigt haben, gegen das Mahnmal demonstrieren zu wollen. Die Stiftung für das Mahnmal für die ermordeten Juden Europas basiert auf der Entscheidung des Bundestages. Ein detaillierter Kostenplan konnte bislang nicht vorgelegt werden, weil erst das Gesamtkonzept Mahnmal und Ort der Information in mehreren Schritten im 23-köpfigen Kuratorium diskutiert und entschieden werden musste, bevor die konkrete Bewertung erfolgen kann. Nach dem der Architekt Peter Eisenman im Juli die Entscheidung für das Grundkonzept vom Kuratorium bekommen hatte, konnte er erst jetzt einen Umsetzungsvorschlag unterbreiten. Monika Griefahn: "Der Abgeordnete Nooke täte gut daran, diese unsägliche Kampagne zu beenden. Nach 10jähriger ausführlicher Debatte hat der Bundestag am 27. Juni 1999 eine souveräne Mehrheitsentscheidung für das Mahnmal und den Ort der Information getroffen. Die Stiftung hat jetzt die Aufgabe, den Beschluss so schnell als möglich umzusetzen. Populismus über noch nicht kalkulierte Kosten sind unverantwortlich. Das Kuratorium hat die Aufgabe, ein würdiges Mahnmal und einen angemessenen Ort der Information umzusetzen. Die CDU hat wie alle Fraktionen Vertreter entsandt, um die Bundestagsbeschlüsse umzusetzen. Gerade die letzte Kuratoriumssitzung hat gezeigt, dass sich alle Mitglieder darum kümmern, einen angemessenen und begrenzten Kostenrahmen zu erstellen. Falls Herr Nooke das nicht will, sollte die CDU ihn ersetzen."

 
Diese Pressemitteilung finden Sie auf: www.monika-griefahn.de