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Pressemitteilung 08/2001
Donnerstag, 19. April 2001
 
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Dialog der Kulturen: Delegation des Bundestages besucht Indien und Nepal

Monika Griefahn wird vom 22. April bis 1. Mai 2001 eine Delegation des Ausschusses für Kultur und Medien des Deutschen Bundestages nach Indien und Nepal leiten. Die Reise steht im Zeichen des "Jahres des Dialogs zwischen den Kulturen", das für dieses Jahr von den Vereinten Nationen ausgerufen wurde.

Monika Griefahn: "Der kulturelle Dialog wird ein bestimmendes Strukturmerkmal auswärtiger Kulturpolitik, nicht nur der deutschen, sein. Fast alle Konflikte, die derzeit in der Welt stattfinden, haben ethnische oder religiöse und damit kulturelle Hintergründe. Der Aufbau von Dialogstrukturen in den internationalen Kulturbeziehungen dient der Prävention von Konflikten; das gegenseitige Verstehen, der Austausch können dazu beitragen, dass Konflikte in Vorfeld erkannt und verhindert werden. Diesen Zielen dient die Reise. Wir wollen die Dialogfähigkeit zwischen "dem Westen" und asiatischen Partnern fördern und voneinander lernen. Dabei geht es uns auch darum, andere Einstellungen zu Konflikten und deren kulturelle Hintergründe kennen zu lernen. Indien liefert dafür gute Beispiele. In Nepal erwarten wir wieder andere Einsichten aus dem buddhistischen Kontext.

Ich gehe davon aus, dass wir auch in Europa zunehmend mit kulturellen Konflikten zu rechnen haben. Die auswärtige Kulturpolitik, aber auch die allgemeine Außenpolitik haben mit veränderten Konfliktstrukturen umzugehen. Der Stabilitätspakt für den Balkan zeigt, dass die Einbeziehung kulturpolitischer Maßnahmen für die Befriedung eines Konfliktes erfolgreich sein kann. Der Dialog über Unterschiede und Gemeinsamkeiten hat sich als hilfreich erwiesen. Wir brauchen mehr solche Beispiele in den internationalen Beziehungen, denn die Durchsetzung von Menschenrechten und Demokratisierung und kultureller Dialog sind vorrangige Ziele unserer Politik. Die Kultur hat ein großes Potenzial für Prävention und Friedenskonsolidierung. Dieses gilt es zu nutzen."

 
Diese Pressemitteilung finden Sie auf: www.monika-griefahn.de