Auf Einladung des SPD-Ortsvereins
Stelle referierte und diskutierte jetzt die SPD-Bundestagsabgeordnete
Monika Griefahn zum Thema "21 Ziele für das 21. Jahrhundert".
Schwerpunkt ihres Referats war die
Nationale Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung für eine
nachhaltige Entwicklung und die Perspektiven für ein zukunftsfähiges
Deutschland im 21. Jahrhundert.
Monika Griefahn MdB und der Steller SPD-
Ortsvereinsvorsitzende Siegfried Meyer
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Das Bundeskabinett hat am 17. April
2002 die Nationale Nachhaltigkeitsstrategie beschlossen. Diese Strategie
bildet den deutschen Beitrag zum Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung,
der vom 26. August bis 4. September dieses Jahres in Johannesburg
stattfindet. Die Nach-haltigkeitsstrategie zeigt mit dem Leitbild
sowie 21 Zielen und Indikatoren für eine nachhaltige Entwicklung
Wege und Perspektiven für ein zukunftsfähiges Deutschland im 21.
Jahrhundert auf.
Die Rede Monika Griefahns zum
Thema:
"Nachhaltigkeit ist heute in aller
Munde, aber kaum einer weiß, was eigentlich damit gemeint ist. Der
Begriff entzieht sich der allgemeinen Zugänglichkeit, weil er nicht
wirklich greifbar ist.
Ich möchte heute Abend dazu beitragen,
dass sich dies ändert, denn Nachhaltigkeit ist Grundvoraussetzung
jeder Zukunftspolitik. Nachhaltigkeit steht für den Bau von Brücken
in die Zukunft. Ökologie, Ökonomie, Soziales, und, wie ich hinzufügen
möchte, die Kultur, sind dabei keine Gegensätze.
Ich werde deshalb zunächst auf ein
paar allgemeine Aspekte der Nachhaltigkeit eingehen und werde dann
konkrete Maßnahmen vorstellen.
Nachhaltigkeit ist zuerst ein europäisches
Konzept. Mit ihm verbinden sich drei große Ideen der europäischen
Moderne: Gerechtigkeit, Demokratie und Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen.
Nicht von ungefähr haben die europäischen Regierungschefs Olof Palme,
Willy Brandt und Gro Harlem Brundtlandt als Vorsitzende von drei
unabhängigen Kommissionen der Vereinten Nationen die entscheidenden
Fundamente gelegt:
- Olof Palme mit den Empfehlungen für eine gemeinsame Sicherheit,
- Willy Brandt mit dem Nord-Süd-Bericht und
- Gro Harlem Brundtlandt mit der Zusammenführung
von Umwelt und Entwicklung.
Von der Brundtlandt-Kommission
(1987) stammt auch die allgemein akzeptierte Definiton der Nachhaltigkeit:
Demnach ist Nachhaltigkeit "eine
Entwicklung, die die Bedürfnisse gegenwärtiger Generationen deckt,
ohne die Möglichkeiten der zukünftigen Generationen zu beeinträchtigen".
Diese Definiton wurde nach dem Erdgipfel
in Rio 1992 von den meisten Staaten anerkannt.
Weitere wichtige Weichenstellungen
waren, dass die Regierungskonferenzen in Lissabon und Göteborg die
Politik der Europäischen Union auf das Konzept der Nachhaltigkeit
verpflichtet haben. Ein geeintes und politisch starkes Europa hat
für diese Gestaltungsaufgabe mehr Möglichkeiten als andere Erdregionen.