Die Bundesministerin für Bildung
und Forschung und SPD-Landesvorsitzende Edelgard Bulmahn besuchte
auf ihrer Sommerreise auf Einladung der örtlichen SPD-Bundestagsabgeordneten
Monika Griefahn die innovative Hightech-Firma Eilers & Kirf in Rosengarten-Nenndorf.
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Das Foto zeigt (v.I.nr.) Dieter Eilers (Geschäftsführer
der Fa.
Eilers & Kirf), Monika Griefahn MdB und die Bundesministerin
für Bildung und Forschung, Edelgard Bulmahn.
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Die Geschäftsführer Dieter Eilers
und Günter Kirf sowie der Betriebsleiter Dieter Schulz stellten
auf einem Betriebsrundgang und einer anschließenden Firmenpräsentation
die Arbeit des Unternehmens vor. Die E & K - Gruppe ist ein innovatives,
dynamisch wachsendes Hightech-Unternehmen mit Schwerpunkt bei der
Prozessautomatisierung und bei Fahrerlosen Transportsystemen. Hierbei
ist E & K sogar Weltmarktführer. Das Unternehmen beschäftigt weltweit
151 und allein in Rosengarten 70 Mitarbeiter und hat Tochterunternehmen
in Reutlingen, Italien, Großbritannien und Prag sowie ein technisches
Büro in Stockholm.
Die Bundesministerin für Bildung
und Forschung Edelgard Bulmahn bezog danach Stellung zur Regierungsbilanz
und zu aktuellen Fragen der Bildungs- und Forschungspolitik. Die
Bundesregierung hat den Etat des Bundesministeriums für Bildung
und Forschung in nur vier Jahren um 21,5 % auf 8,8 Milliarden Euro
erhöht. Die Bundesregierung hat die berufliche Bildung modernisiert,
55 Ausbildungsordnungen auf den neuesten Stand gebracht und 18 neue
Berufsbilder geschaffen. Mit der BAFöG-Reform und der Einführung
von Bildungskrediten wurden die Bildungschancen verbessert. Mit
dem JUMP-Programm und dem Ausbildungskonsens wurden Jugendliche
von der Straße geholt. Die Bundesregierung hat den Bundesländern
angeboten, die Schaffung von Ganztagsschulen in den nächsten vier
Jahren mit 4 Milliarden Euro zu unterstützen. Mit einer Reform des
öffentlichen Dienstrechts wurde die Professorenbesoldung leistungsabhängig
ausgestaltet. Es ist Ziel der Bundesregierung, die Studienbedingungen
und die berufliche Ausbildung weiter zu verbessern. In der Forschungspolitik
wurden neue Akzente insbesondere in der Optoelektronik, der Biotechnologie,
der Informations- und Kommunikationstechnik und der Verkehrstechnik
gesetzt. Querschnittsbereiche seien die Sensortechnologie, der Maschinenbau
und die Verfahrenstechnik. Die in Forschungsprogrammen beteiligten
und geförderten Unternehmen sei von 1. 100 auf 1.700 um rund 60
% gestiegen; der Mittelstand profitiere viel mehr als früher von
Forschungsprojekten. Es wurde eine einheitliche Stelle für die Beratung
von kleinen und mittleren Unternehmen zum Thema Forschungsförderung
geschaffen.
Anschließend folgte dann das Expertengespräch
zum Thema "Berufliche Qualifizierung (Lebenslanges Lernen) und Innovationstransfer
zwischen Hochschulen und Unternehmen".
Herr Wilfried Seyer von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft
im Landkreis Harburg mbH (WLH) stellte kurz die lokale Situation
der Wirtschaft im Landkreis Harburg dar. Trotz einer relativ geringen
Arbeitslosigkeit und einer hohen Kaufkraftkennziffer bestehe ein
Problem des Landkreises darin, dass zu wenige Arbeitsplätze im Landkreis
selbst vorhanden sind. Dies zeige sich am hohen Auspendleranteil
von 62 %; dies sind rund 50.000 Auspendler in absoluten Zahlen.
Im Landkreis Harburg gebe es viele innovative kleine und mittlere
Unternehmen, die in der Öffentlichkeit aber kaum bekannt seien,
z.B. in der Logistikbranche. Herr Seyer bedankte sich bei Bundesbildungsministerin
Bulmahn dafür, dass es gelungen sei, mit dem Projekt "Harburger
Lernwelten" gemeinsam mit der Hamburger Handwerkskammer etwas für
die Aus- und Weiterbildung im Landkreis Harburg zu tun.
Herr Dr. Ernest Mitschke vom Competenz
Centrum Lüneburger Hochschulen (CCLH) stellte die Arbeit seiner
Einrichtung vor. Das CCLH ist eine gemeinsame Einrichtung der Universität
Lüneburg und der Fachhochschule Nordostniedersachsen und Nahtstelle
zwischen Wirtschaft und Hochschulen. Als Beispiele für einige Projekte
zum Thema Innovationstransfer nannte er den "Runden Tisch Innovationsfördermittel"
und das "Netzwerk Innoport".
Herr Sven Schlüter von den "Harburger
Lernwelten", früher "Lernende Region", stellte die Arbeit des mit
1,5 Millionen Euro geförderten Projektes vor. An dem Projekt maßgeblich
beteiligt ist die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises
und die Handwerkskammer Hamburg. In bisher 13 Teilprojekten werden
Impulse in den Bereichen Aus- und Weiterbildung sowie Qualifizierung
gesetzt. Ein Beispiele ist eine verbesserte Kooperation von Schulen
und Wirtschaft. Der Landkreis Harburg weist die zweitniedrigste
Weiterbildungsdichte in ganz Niedersachsen auf, so dass Handlungsbedarf
besteht. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Monika Griefahn hat den lokalen
Förderantrag mehrfach maßgeblich unterstützt.
Herr Thomas Sperling stellte die
Arbeit der Tu Tech TUHH Technologie GmbH dar. Die Einrichtung, die
bald ihr 10-jähriges Jubiläum feiert, ist eine der ersten GmbH-Ausgründungen
von Hochschulen. Die Firma ist eine Schnittstelle zwischen der Technischen
Universität Hamburg-Hamburg und der Wirtschaft. Sie ist tätig im
Bereich Verwertungsrechte, Vertragsmanagement, Beschaffung von Fördermitteln
für Firmen und Forschungsprojekte, Industrieberatung, Finanzierung
von Existenzgründung sowie Firmenkooperationen und an 25 EU-Projekten
beteiligt.
Monika Griefahn begrüßte es, dass
es eine zunehmende Vernetzung von Hochschulen und Unternehmen sowie
Wirtschaftsförderung gebe. Es sei positiv, wenn immer mehr Unternehmen
aus dem Landkreis Harburg mit den Hochschulen kooperieren. Edelgard
Bulmahn und Monika Griefahn waren sich darin einig, dass es verstärkt
darauf ankomme, das Wissen und die Qualifizierung von Frauen zu
nutzen und Frauen einen besseren Wiedereinstieg in das Berufsleben
nach der Elternzeit zu ermöglichen. Hier seien auch die Unternehmen
gefordert. Häufig genug liege wertvolles Knowhow von Frauen brach.
In einigen männlich dominierten Studiengänge steige allerdings der
Frauenanteil deutlich an.
Im Anschluss an den Betriebsbesuch
und das Expertengespräch stand Bundesbildungsministerin Edelgard
Bulmahn noch in Bomlitz / Walsrode im Lkr. Soltau-Fallingbostel
für ein Pressegespräch "Innovation und Bildung" zur Verfügung.
Dort ging es um folgende Detailthemen:
- Investive Förderung von Ganztagsschulen durch den Bund / PISA
- Modernisierung der beruflichen Bildung
- Lebenslanges Lernen / Meister-BAFöG
- Jobangebote und Weiterbildungsmaßnahmen für arbeitslose Jugendliche
durch das Programm JUMP plus
- Erhöhung der Ausgaben für Bildung und Forschung
- BAFöG-Reform, Bildungskredite, Verbot von Studiengebühren (Erststudium)