Die Debatte um die Wehrpflicht und
die Haushaltslage des Bundes betrifft auch staatliche IInstitutionen,
wie den Zivildienst und die Zivildienstschulen.
Die Bundestagsabgeordnete Monika
Griefahn (SPD) und der Bürgermeister der Stadt Buchholz, Norbert
Stein, betonten bei einem Informationsgespräch in der Zivildienstschule
Buchholz ausdrücklich den Wert der Zivildienstschule für die Stadt
und den Landkreis. Monika Griefahn hatte sich schon 1998 erfolgreich
für den Erhalt des Schulstandortes eingesetzt.

Regierungsdirektor Eckhard Reichelt, Gesamt-
betriebsratsvorsitzender Harry Kallinosky,
Monika Griefahn MdB, Schulleiter Wolfgang Pfister,
Bettina Hagedorn MdB und der Buchholzer
Bürgermeister Norbert Stein (v.l.n.r.).
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Der Einladung von Monika Griefahn
war auch die Bundestagsabgeordnete Bettina Hagedorn (SPD) gefolgt.
Frau Hagedorn ist Hauptberichterstatterin Haushalt der SPD für den
Bereich Familie, Senioren, Frauen und Jugend und damit auch für
Zivildienst und Zivildienstschulen. Ihre positive Nachricht war,
dass die Zivildienstschulen nach den in diesem Jahre verfügten Kürzungen
im Bereich Zivildienst für das Jahr 2004 mit keinen weiteren Kürzungen
rechnen müssen. Allerdings wird in der weiteren Zukunft ab 2005
generell mit Einsparungen zu rechnen sein, wobei die Wirtschaftlichkeit
insgesamt auf den Prüfstand kommen müsse. An die Zivildienstschulen
erging daher ihr Aufruf, die bisherige erfolgreiche Bildungsarbeit
so zu gestalten, dass mit weniger Mitteln die gleichen Ergebnisse
wie bisher erzielt werden. Der Bundesrechnungshof hat einen Bericht
vorgelegt, in dem umfassend die Wirtschaftlichkeit der 20 Zivildienstschulen
verglichen wird. Knapp 80.000 Zivildienstleistende erhalten an den
Zivildienstschulen Einführungslehrgänge. Der Bund gibt hierfür rund
51 Millionen Euro pro Jahr aus.
Frau Hagedorn würdigte die in den
vergangenen Jahren erbrachten Leistungen der Zivildienstschule Buchholz,
die sowohl pädagogisch als auch betriebswirtschaftlich einen hohen
Vergleichswert aufweisen und ermutigt den Schulleiter, Wolfgang
Pfister, bei der Fortsetzung. Insgesamt werden jährlich an der Zivildienstschule
Buchholz rund 5000 Zivildienstleistende in einwöchigen Einführungslehrgängen
auf ihre staatsbürgerliche Tätigkeit vorbereitet.
Der zuständige Regierungsdirektor
des Bundesamtes für den Zivildienst, Eckhard Reichelt, ergänzte,
dass das Bundesamt mit seinen insgesamt 20 Zivildienstschulen in
den vergangenen Jahren flexibel auf quantitative und qualitative
Herausforderungen reagiert hat.
So konnte die Quote der Zivildienstleistenden, die an Einführungslehrgängen
teilnehmen, drastisch erhöht werden und in dem seit Herbst 2000
laufendem Prozess des Qualitätsmanagements der Zivildienstschulen
wurden allgemein gültige Standards der Erwachsenenbildung dokumentiert
und weiter entwickelt.