In der Fenster- und Türenfabrik
der Meyer-Werke Breloh GmbH in Bispingen traf sich die SPD-Bundestagsabgeordnete
Monika Griefahn mit Geschäftsführer Volker Meyer und Peter
Wesseloh, Geschäftsführer des Unternehmens Wesseloh Bau,
zum Gespräch über aktuelle Probleme der Baubranche. Die
Unternehmer äußerten Befürchtungen, dass durch Veränderungen
bei der Eigenheimzulage Bauwillige abgeschreckt würden und
es dadurch in der Baubranche zu weiteren Einbrüchen kommen
könnte. Gemäß Prognosen würden dann im Jahr
2003 7 % weniger Eigenheime fertiggestellt werden.
Volker
Meyer (links) und Peter Wesseloh (rechts) hatten die
Bundestagsabgeordnete Monika Griefahn zum Gespräch eingeladen. |
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Monika Griefahn wies darauf hin,
dass die Steuerreform mit Steuersenkungen eingesetzt habe und man
sich im Vorfeld darüber einig war, dass dafür Subventionen abgebaut
werden müssten. Die Eigenheimzulage sei eine Subvention, welche
die Allgemeinheit der Steuerzahler jährlich rund 10 Milliarden Euro
koste. Sie sollte durch veränderte Fördermaßnahmen auf 6 Milliarden
Euro sinken. Wenn die Eigenheimzulage auf Familien mit Kindern ausgelegt
werde, sei das gerechtfertigt, denn Familien ohne Kinder hätten
objektiv mehr Geld zur Verfügung als Familien mit Kindern. Zudem
sei die Zinshöhe für Kredite momentan so günstig, dass sie das Klima
zum Bauen begünstige.
Die Bundestagsabgeordnete und ihre
beiden Gesprächspartner waren sich einig in ihrem Wunsch, Alt- und
Neubauten in der Förderung gleich zu behandeln. "Wenn man einen
Altbau saniert, ist es schon fast ein Neubau." Volker Meyer forderte
eine längere Übergangszeit für Veränderungen: "Die Menschen müssen
Zeit haben zu verstehen, dass es gerecht ist."
Bauunternehmer Peter Wesseloh bat
Monika Griefahn, auf Bundesebene "Türen zu öffnen für Handwerk und
Mittelstand". Sie sagte ihm ihre Unterstützung zu. Verschiedene
Möglichkeiten für Bauförderung wurden diskutiert. Peter
Wesseloh wünschte sich, dass die Eigenheimzulage an die Vorlage
von Baurechnungen gekoppelt sein sollte, um die ausufernde Schwarzarbeit
einzudämmen. Der Bauunternehmer, der ein mittelständisches Unternehmen
mit rund 58 Mitarbeitern leitet, bemängelte die hohen Lohnnebenkosten.
Hier pflichtete ihm Monika Griefahn bei: "Wir haben fast den niedrigsten
Steuersatz in der Europäischen Union, aber bei den Lohnnebenkosten
liegen wir hoch." Daran solle weiter gearbeitet werden. Erste Ansätze
bei den Krankenkassen seien in Planung.