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Pressemitteilung 28.02.03
Freitag, 28. Februar 2003
 
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Probleme der Baubranche: Unternehmer im Gespräch mit Monika Griefahn

In der Fenster- und Türenfabrik der Meyer-Werke Breloh GmbH in Bispingen traf sich die SPD-Bundestagsabgeordnete Monika Griefahn mit Geschäftsführer Volker Meyer und Peter Wesseloh, Geschäftsführer des Unternehmens Wesseloh Bau, zum Gespräch über aktuelle Probleme der Baubranche. Die Unternehmer äußerten Befürchtungen, dass durch Veränderungen bei der Eigenheimzulage Bauwillige abgeschreckt würden und es dadurch in der Baubranche zu weiteren Einbrüchen kommen könnte. Gemäß Prognosen würden dann im Jahr 2003 7 % weniger Eigenheime fertiggestellt werden.

Volker Meyer (links) und Peter Wesseloh (rechts) hatten die Bundestagsabgeordnete Monika Griefahn zum Gespräch eingeladen.
Volker Meyer (links) und Peter Wesseloh (rechts) hatten die
Bundestagsabgeordnete Monika Griefahn zum Gespräch eingeladen.

Monika Griefahn wies darauf hin, dass die Steuerreform mit Steuersenkungen eingesetzt habe und man sich im Vorfeld darüber einig war, dass dafür Subventionen abgebaut werden müssten. Die Eigenheimzulage sei eine Subvention, welche die Allgemeinheit der Steuerzahler jährlich rund 10 Milliarden Euro koste. Sie sollte durch veränderte Fördermaßnahmen auf 6 Milliarden Euro sinken. Wenn die Eigenheimzulage auf Familien mit Kindern ausgelegt werde, sei das gerechtfertigt, denn Familien ohne Kinder hätten objektiv mehr Geld zur Verfügung als Familien mit Kindern. Zudem sei die Zinshöhe für Kredite momentan so günstig, dass sie das Klima zum Bauen begünstige.

Die Bundestagsabgeordnete und ihre beiden Gesprächspartner waren sich einig in ihrem Wunsch, Alt- und Neubauten in der Förderung gleich zu behandeln. "Wenn man einen Altbau saniert, ist es schon fast ein Neubau." Volker Meyer forderte eine längere Übergangszeit für Veränderungen: "Die Menschen müssen Zeit haben zu verstehen, dass es gerecht ist."

Bauunternehmer Peter Wesseloh bat Monika Griefahn, auf Bundesebene "Türen zu öffnen für Handwerk und Mittelstand". Sie sagte ihm ihre Unterstützung zu. Verschiedene Möglichkeiten für Bauförderung wurden diskutiert. Peter Wesseloh wünschte sich, dass die Eigenheimzulage an die Vorlage von Baurechnungen gekoppelt sein sollte, um die ausufernde Schwarzarbeit einzudämmen. Der Bauunternehmer, der ein mittelständisches Unternehmen mit rund 58 Mitarbeitern leitet, bemängelte die hohen Lohnnebenkosten. Hier pflichtete ihm Monika Griefahn bei: "Wir haben fast den niedrigsten Steuersatz in der Europäischen Union, aber bei den Lohnnebenkosten liegen wir hoch." Daran solle weiter gearbeitet werden. Erste Ansätze bei den Krankenkassen seien in Planung.

 
Diese Pressemitteilung finden Sie auf: www.monika-griefahn.de