Es gibt wieder eine neue Bewegung
bezüglich der Autobahnabfahrt bei Scharrl, regional als "Zentralheide"
bezeichnet. Gerade rechtzeitig zum Besuch im Verwaltungsausschuss
der Stadt Schneverdingen erhielt die Bundestagsabgeordnete Monika
Griefahn auf ihre Anfrage einen neuen Bescheid hinsichtlich der
von der Region gewünschten zusätzlichen Autobahnabfahrt bei Scharrl.
Angelika Mertens, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium,
informierte die Abgeordnete über eine Planungsbesprechung mit der
Auftragsverwaltung Niedersachsen Ende März in Hannover.
Auch
die Stadt Schneverdingen ist sehr an der Schaffung einer
zusätzlichen Autobahnabfahrt bei Scharrl interessiert (von
rechts:
Monika Griefahn, MdB, Bürgermeister Fritz-Ulrich Kasch und
Annika Howe, eine parlamentarische Praktikantin aus den USA). |
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Dabei wurden die Argumente für beziehungsweise
gegen eine zusätzliche Anschlussstelle bei Scharrl nochmals erörtert.
Von Seiten der Auftrags-verwaltung war ein dem Bundesver-kehrsministerium
bisher nicht bekannter Aspekt angesprochen worden, wonach in Belastungsspitzen
auf der A 7 im Bereich der Anschlussstelle Soltau-Ost Stauerscheinungen
beobachtet wurden, die durch einen Rückstau auf der in diesem Bereich
verlaufenden B 71 ver-ursacht werden. "Ich führe dies zurück auf
den Heide Park- sowie Militär-Verkehr", erklärte Monika Griefahn
und zeigte sich darin einig mit ihrem Landtagskollegen Dieter Möhrmann,
der sich ebenfalls seit Jahren für die Schaffung der zusätzlichen
Anschlussstelle "Zentralheide" einsetzt.
Auch die "Heideregion", der Zusammenschluss
von Kommunen im Norden des Landkreises, hat sich hier stets mit
allen Mitteln bemüht, weil die Einrichtung dieser zusätzlichen Abfahrt
als sehr wichtig für die gesamte Region angesehen wird. Die SPD-geführte
Landesregierung habe dieses Projekt ständig mit allen ihr zur Verfügung
stehenden Möglichkeiten unterstützt, erläuterte Dieter Möhrmann,
und auch unter der jetzigen Landesregierung werde sich an der Sichtweise
nichts ändern.
Die Überlegungen zur B 71 werden
von Monika Griefahn begrüßt, jedoch erwartet die Abgeordnete auch
eine Akzeptanz der Argumente hinsichtlich der B 3, die in Soltau
stark belastet wird, was zu Staus in Verkehrsspitzenzeiten führt.
Außerdem könnte der Vorschlag des Verkehrsplaners, die B 3 dadurch
zu entlasten, indem sie von Soltau in der Ortschaft Heber in Richtung
A 7 zu einer Abfahrt "Zentralheide" abgeführt wird, nicht nur eine
verkehrsmäßige Entlastung für Soltau bedeuten, sondern würde zugleich
für den Bund eine Entlastung mit sich bringen, da die B 3 in Richtung
Soltau dann abgestuft werden könnte. "Dieter Möhrmann und ich wünschen
uns sehr, gemeinsam mit der Heideregion, dass wir in der Frage der
zusätzlichen Autobahnabfahrt endlich weiterkommen, denn die Bemühungen
laufen schon seit über 10 Jahren", erklärte Monika Griefahn abschließend.
"Wir werden hier weiter am Ball bleiben."