ÜBERSICHT: Wahlkreisthemen > Presse aktuell > 2004

Pressemitteilung 02/2004
Donnerstag, 21. Januar 2004
 
zurück zur Übersicht Seite 1/1nächste Seite
Monika Griefahn traf Teilnehmer an dt.-frz. Gesellenaustausch

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Monika Griefahn kam jetzt zu einem Gedankenaustausch mit Handwerksgesellen aus den Landkreisen Harburg und Soltau-Fallingbostel zusammen, die 2003 an einem deutsch-französischen Gesellenaustausch teilgenommen haben.

Teilgenommen haben unter anderem die Bäckerin Janina Finke (Rethem/Aller), der Kälteanlagenbauer Florian Foth (Buchholz / Nordheide), der Karosserie- und Fahrzeugbauer Kai Meisel (Neuenkirchen) und der Automobilkaufmann Jan Quensell (Soltau). Als Betreuer mit dabei war auch Dipl.-Volkswirt Frank Ahlborn, Wirtschaftspoliti­scher Referent der Handwerkskammer Lüneburg-Stade, der die Gesellen beim Austausch betreut hat. Nach einem Einführungswochenende in Deutschland ging es für eine Woche nach Frankreich, um in den dortigen Betrieben zu arbeiten. Der Austausch wird von den Handwerkskammern und vom Deutsch-Französischen Jugendwerk finanziell getragen; die jungen Handwerks-gesellen hatten sich für die Woche Urlaub genommen.

Der Automobilkaufmann Jan Quensell war bei einem Renault-Händler im Verkauf tätig. Bemerkenswert war, dass bei dem Händler in Frankreich Dieselmotoren einen Anteil von 90% haben, während es in Deutschland rund 50 – 60% sind. Trotz der Sprachbarriere war der Kontakt zu den Mitarbeitern des Autohändlers und den Kunden gut.

Auch der Karosserie- und Fahrzeugbauer Kai Meisel hat in der Woche eine Menge gelernt. In Deutschland schwerpunktmäßig mit Fahrzeugbau beschäftigt, konnte er dort seine Kenntnisse im Karosseriebau vertiefen. Auch die Bäckerin Janina Finke profitierte vom Erfahrungsaustausch mit den französischen Kollegen und hatte neue Einblicke in die Bereiche Bäckerei, Konditorei und Pralinenherstellung. Der Kälteanlagenbauer Florian Foth hatte die Gelegenheit, an großen Kälteanlagen zu arbeiten, die mit Ammoniak betrieben werden. In Deutschland lernte er bisher hauptsächlich den Umgang mit Kleinkälteanlagen, die mit CKW-Kältemittel arbeiten.

Die Gesellen fühlten sich durchweg gut aufgehoben in den französischen Betrieben und würden den Austausch in jedem Fall weiterempfehlen. Einige erhielten sogar konkrete Jobangebote, denn die Ausbildungsqualität des Dualen Ausbildungssystems könne sich durchaus sehen lassen und in Frankreich herrscht ein Mangel an qualifiziertem Handwerkspersonal. Die Atmosphäre in den französischen Betrieben sei sehr locker und familiär, der Leistungsdruck einerseits, das Lohnniveau andererseits geringer.

Monika Griefahn ist Stellvertretende Vorsitzende der Deutsch-Französischen Parlamentariergruppe im Deutschen Bundestag; außerdem hat sie früher für das Deutsch-Französische Jugendwerk gearbeitet, so dass ihr die deutsch-französischen Beziehungen besonders am Herzen liegen. Zurzeit arbeitet sie in einer Arbeitsgruppe, die von den beiden Präsidenten der französischen Assemblé Nationale und des Deutschen Bundestages eingesetzt worden ist, um Vorschläge für die Weiterentwicklung des Deutsch-Französischen Jugendwerks zu erarbeiten. Die 12 Abgeordneten aus beiden Ländern sind sich einig, dass sowohl die Sprachprogramme für Schüler als auch der Austausch von Berufstätigen verstärkt werden soll.

Daher interessierte sich Monika Griefahn besonders für den seit fast 20 Jahren im jährlichen Wechsel stattfindenden Gesellenaustausch zwischen der Handwerkskammer Lüneburg-Stade und der Handwerkskammer des französischen Departement Aveyron in Rodez. Monika Griefahn freute sich über die positiven Erfahrungen der jungen Gesellen in Frankreich. Alle haben zum Ausdruck gebracht, dass sie die Erfahrungen des Aufenthaltes nicht missen wollen und allen jungen Berufstätigen empfehlen, die Chance auf interkulturellen Austausch zu nutzen.

Monika Griefahn: „41 Jahre nach Abschluss des Deutsch-französischen Elysee-Vertrages – Jahrestag ist der 22. Januar – gibt es in einem zusammenwachsenden Europa für uns alle die Notwendigkeit, Erfahrungen mit Europäern aus anderen Ländern zu teilen. Nur gemeinsam werden wir auf der globalen Ebene bestehen können. Dafür müssen wir die anderen verstehen. Programme wie das der Handwerkskammer Lüneburg-Stade helfen dabei enorm! “

Das Gruppenfoto zeigt (v.l.n.r.): Dipl.-Volkswirt Frank Ahlborn, Jan Quensell, Monika Griefahn MdB, Kai Meisel, Florian Foth und Janina Finke.

 
Diese Pressemitteilung finden Sie auf: www.monika-griefahn.de