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„Für die Frauen ist in unserer Gesellschaft schon viel erreicht worden – trotzdem ist der Weg noch weit“, erklärte die SPD-Bundestagsabgeordnete Monika Griefahn zum Internationalen Frauentag am 8. März. „Noch ist die Chancengleichheit von Frauen und Männern im Berufsleben nicht voll durchgesetzt worden, wie aktuelle Vergleiche von Löhnen und Gehältern bei gleicher Berufsleistung zeigen.“ Bei Einstellungen werden immer noch junge Frauen oft benachteiligt mit dem Argument, sie könnten ja Kinder bekommen und dann ausfallen, hat die Abgeordnete erfahren. „Natürlich ist gerade dieses etwas, was uns Frauen von Männern deutlich unterscheidet“, schmunzelte die dreifache Mutter. „Aber das hat nichts mit Ausbildung, Arbeitsleistung oder Intelligenz zu tun.“
Monika Griefahn begrüßt, dass es heute eine sehr gut ausgebildete Frauengeneration gibt. In der Kindererziehungsphase nutzen inzwischen auch immer mehr Männer den Elternurlaub oder Möglichkeiten der Teilzeitarbeit. „Dies ist ein Meilenstein auf dem Weg zur Gleichberechtigung der Geschlechter und eröffnet den Frauen neue Möglichkeiten.“ Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf war und ist ein Hauptanliegen der SPD-Politik, stellte die Bundestagsabgeordnete heraus. Der Ausbau der Kinderbetreuung von Kindern unter drei Jahren, gute Kindergärten, die volle Halbtagsschule sowie die Ganztagsschule sollen verstärkt Frauen ermöglichen, den beruflichen Kontakt zu halten. Auch für Frauen, die sich voll der Familie widmen, bringen diese Maßnahmen Unterstützung.
„Die Schulen sind eigentlich nicht Aufgabe des Bundes, trotzdem hat die Bundesregierung beschlossen, für die Schaffung von Ganztagsschulangeboten in den Jahren 2003 bis 2007 vier Milliarden Euro zur Verfügung zu stellen, wovon 400 Millionen Euro auf das Land Niedersachsen entfallen. Die Mittel werden jetzt nach und nach, wenn auch teilweise noch zögerlich, von den Ländern angerufen“, hob Monika Griefahn hervor. „Hier wird die gesellschaftspolitische Aufgabe vom Bund voll anerkannt.“ Die Förderung von Existenzgründungen durch Frauen und die mit der Wirtschaft getroffenen Vereinbarungen zur Förderung der Chancengleichheit in der Privatwirtschaft sind weitere Maßnahmen der Bundesregierung, die auf dieses Ziel hinarbeiten. „In Gesellschaft und Politik wurde bei uns schon viel erreicht für die Frauen. Wir dürfen nicht nachlassen, weiter für eine Gleichberechtigung der Geschlechter zu kämpfen“, erklärte Monika Griefahn abschließend. „In anderen Ländern ist der Weg noch weiter als bei uns, wenn ich zum Beispiel an die Gründung der ersten Mädchenschulen in Afghanistan denke, um auch dort den Mädchen und Frauen Bildung und Ausbildung zu ermöglichen.“
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