Die Harburger Lernwelten sind eine „Lernende Region“, das heißt ein Bildungsnetzwerk für Harburg Stadt und Land. Im Harburger Rieckhof fand jetzt das 2. Öffentliche Plenum der Harburger Lernwelten statt. Nachdem sich die Harburger Lernwelten seit einem Jahr in der Durchführungsphase befinden, wurden nun die ersten Ergebnisse der Projektarbeit öffentlich präsentiert. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Monika Griefahn hielt ein Grußwort (siehe Anhang).

Die Harburger Lernwelten - eine Bildungsoffensive
für Harburg Stadt und Land
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Monika Griefahn: „Ich freue mich, dass die Arbeit der Harburger Lernwelten nun erste Früchte trägt. Mit seinen 32 Kooperationspartnern tragen die Harburger Lernwelten dazu bei, vorhandene Bildungsträger stärker zu vernetzen, das Aus- und Weiter-bildungsangebot zu stärken und neue Akzente in der Bildungspolitik zu setzen. Ein wichtiges Teilprojekt ist z.B. die Qualifizierung von Berufsrückkehrerinnen für den Arbeitsmarkt.“
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert in enger Absprache mit den Ländern gegenwärtig 73 Lernende Regionen im Rahmen dieses Programms. Bis 2006 stehen für das Programm bundesweit insgesamt voraussichtlich rund 118 Mio. EUR zur Verfügung. 51 Mio. EUR stammen dabei aus dem Europäischen Sozialfonds. Seit 2002 mit dabei sind auch die Harburger Lernwelten, wofür die SPD-Bundestagsabgeordnete Monika Griefahn sich bei der Bundesministerin für Wissenschaft und Forschung, Edelgard Bulmahn, nachdrücklich eingesetzt hat.
Die Durchführungsphase der Harburger Lernwelten läuft, nach einer vorherigen einjährigen Planungsphase, vom 1. April 2003 bis zum 31. März 2007 genehmigt. Die Harburger Lernwelten werden vom Bund und der Europäischen Union mit insgesamt rund 1,4 Millionen EUR gefördert.
Die Harburger Lernwelten arbeiten in fünf Teilprojekten und einer Arbeitsgruppe:
- Teilprojekt 1: Mehr Chancen für Hauptschüler - Schulnetzwerk für die Region, Teilprojektnehmerin: Kreisvolkshochschule im Landkreis Harburg
- Teilprojekt 2: Qualifizierung von Berufsrückkehrerinnen
Teilprojektnehmerin: Bildungswerk ver.di in Niedersachsen e.V. in Kooperation mit der Akademie des Handwerks
- Teilprojekt 3: Bachelor und Master im Handwerk - Intergration Lernstarker durch Entwicklung praxisorientierter akademischer Bildungswege
Teilprojektnehmerin: Handwerkskammer Hamburg in Kooperation mit der Handwerkskammer Lüneburg-Stade
- Teilprojekt 4: Potenziale nutzen durch interkulturelle Bildungsmodule
Teilprojektnehmerin: Hamburger Volkshochschule
- Teilprojekt 5: Bildungsberatung
Teilprojektnehmerin: Handwerkskammer Hamburg
- AG 06: Ermittlung des Qualifizierungs- und Beschäftigungsbedarfs von Unternehmen
Die Harburger Lernwelten im Internet: http://www.halewe.de
Die Lernenden Regionen bundesweit im Internet: http://217.69.234.77/dlr/
Eine Bildungsoffensive für Harburg Stadt und Land
Grußwort von Monika Griefahn MdB 2. Öffentliches Plenum der Harburger Lernwelten,
Kulturzentrum Rieckhof, Hamburg-Harburg, 9. Juni 2004
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Akteure und Partner der Harburger Lernwelten!
Ich freue mich, dass wir hier heute im Harburger Kulturzentrum Rieckhof zum 2. Öffentlichen Plenum der Harburger Lernwelten zusammengekommen sind.
Die Harburger Lernwelten sind eine Bildungsoffensive für die Region Harburg Stadt und Land. Gefördert wird dieses Bildungsprojekt unter anderem vom Bund und der Europäischen Union.
Mit regionalen Bildungsnetzwerken in die Zukunft,
so könnte die Überschrift für die Lernenden Regionen lauten.
Vielfalt und Zusammenarbeit sind keine Gegensätze. Gemeinsame Errungenschaften werden allen Akteuren in der Weiterbildung zu Gute kommen und sowohl Umfang wie auch Qualität verbessern. Vor Ort gibt es in der Weiterbildung zahlreiche, unterschiedliche Formen der Zusammenarbeit. Teils gehen sie auf Initiative der Bundesländer zurück, teils entstanden sie aus sich heraus. Die Vernetzung war bisher jedoch überwiegend schwach ausgeprägt und nicht auf Dauer angelegt. Mit dem Aktionsprogramm „Lebensbegleitendes Lernen für alle“ möchte die Bundesregierung eine dauerhafte Stärkung und Integration der Weiterbildung in das gesamte Bildungssystem erreichen und die Übergänge zwischen allen Bildungsbereichen und Bildungswegen verbessern.
Der Kern des Aktionsprogramms ist das Programm „Lernende Regionen – Förderung von Netzwerken“.
Gefördert wird der Aufbau regionaler Netzwerke, in denen alle bedeutenden Akteure intensiv zusammenarbeiten. Angesprochen sind u.a. allgemeinbildende und berufsorientierte Schulen, Volkshochschulen und andere weiterführende Bildungsanbieter, Unternehmen, Arbeitsämter, Wirtschaftsförderung, Kammern, Kommunen, Sozialpartner, soziokulturelle Einrichtungen und Agenda 21 Projekte und natürlich die Lehrenden und Lernenden in der Region.
Lernenden Regionen sind Bildungsnetzwerke
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert bundesweit 73 Lernende Regionen, in denen sich Akteure aus Bildung und benachbarten Politikfeldern in modellhafter Weise vernetzen und intensiv zusammenarbeiten.
Ziel ist die Entwicklung einer regionalen Lernkultur, die lebensbegleitendes Lernen ermöglicht und die den Zugang zu Bildung und die Durchlässigkeit zwischen den Bereichen verbessert und schließlich zu einer größeren Bildungsbeteiligung führt.
Diese Schwerpunktsetzungen des Programms finden sich auch in den Teilprojekten der Harburger Lernwelten wieder.
Darüber hinaus arbeiten alle Netzwerke an Querschnittsthemen wie Bildungsberatung, Förderung der Gleichberechtigung im Bildungswesen, der Beschäftigungsfähigkeit und Nachhaltigkeit, Qualitätsmanagement und Marketing. In vielen Lernenden Regionen haben sich die Partner in einer eigens gegründeten Gesellschaftsform zusammengefunden. Basis für eine dauerhafte Zusammenarbeit im Sinne des Programms sind Kooperationsverträge und die wachsende Eigenbeteiligung der Netzwerke an der Finanzierung.
Von Flensburg bis Bad Tölz, von Aachen bis Görlitz und auch eben in Harburg Stadt und Land – die Projekte und Netzwerke im Programm „Lernende Regionen“ decken in ihrer Vielfalt das gesamte Spektrum der bundesdeutschen Bildungslandschaft ab. Hier werden neue Formen der Vernetzung und des Lebenslangen Lernens erprobt. Die Lernenden Regionen werden zudem modellhafte Antworten auf PISA liefern und sie werden den Zugang zu den Lernwelten von morgen schaffen.
Weshalb sind Bildungsnetzwerke wie die „Harburger Lernwelten“ wichtig? Was wird konkret gefördert?
In den Netzwerken werden modellhafte, innovative Projekte entwickelt, bei denen stets die bildungsbereichsübergreifende Zusammenarbeit im Mittelpunkt steht, wie:
- Angebote zur individuellen Bildungsberatung in Lernläden oder durch eine regionale Bildungshotline,
- der Aufbau neuer, mobiler Lernorte und Lernstützpunkte, insbesondere für den ländlichen Raum,
- Maßnahmen zur Anerkennung informellen Lernens,
- Projekte zum Übergang von der Schule in den Beruf,
- Maßnahmen zur Gewaltprävention, interkulturelle Bildung und Sprachenlernen,
- Zusammenarbeit mit kleineren und mittleren Unternehmen,
- Maßnahmen für Frauen und Männer, die nach einer Elternzeit wieder in das Arbeitsleben zurückkehren wollen.
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert – wie schon erwähnt - in enger Absprache mit den Ländern gegenwärtig 73 Lernende Regionen im Rahmen dieses Programms. Gefördert wird jeweils eine einjährige Planungsphase, die zur Konkretisierung und Ausgestaltung der Ideen und Ansätze dient. Wenn das Konzept überzeugt, und das Konzept der Harburger Lernwelten hat überzeugt, beginnt die bis zu vier Jahre dauernde Durchführungsphase, in der die Regionen eine stetig anwachsende Eigenfinanzierung aufbringen müssen. Die erste Welle begann 2001 mit 54 Lernenden Regionen, die zweite begann 2002 mit 29 weiteren Lernenden Regionen. Bei der zweiten Welle kamen dann auch die Harburger Lernwelten zum Zuge, wofür ich mich bei der Bundesministerin für Wissenschaft und Forschung, Edelgard Bulmahn, nachdrücklich eingesetzt habe.
Bis 2006 stehen für das Programm bundesweit insgesamt voraussichtlich rund 118 Mio. EUR zur Verfügung. 51 Mio. EUR stammen dabei aus dem Europäischen Sozialfonds.
Fünf Teilprojekte der Harburger Lernwelten wurden entwickelt; für die Durchführungsphase wurde die Laufzeit vom 1. April 2003 bis zum 31. März 2007 genehmigt. Die Harburger Lernwelten werden mit insgesamt rund 1,4 Millionen EUR gefördert.
Die Harburger Lernwelten befinden sich also jetzt seit über einem Jahr mitten in der Durchführungsphase, und ich bin gespannt auf die Ergebnisse der fünf Teilprojekte und der Arbeitsgruppe, die jetzt hier präsentiert werden sollen.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!