Die Seniorengruppe der Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten im Landkreis Soltau-Fallingbostel hatte die SPD-Bundestagsabgeordnete Monika Griefahn zu ihrer Monatsversammlung eingeladen, um mit ihr über die Umstrukturierungen im Bereich der sozialen Sicherung zu diskutieren. Im Vorfeld hatten sie sich mit einem Schreiben an die Abgeordnete gewandt und sich über die Auswirkungen der Reformen beklagt.

Die Bundestagsabgeordnete Monika Griefahn (rechts)
informierte die NGG-Senioren über die Änderungen
bei
den Sozialsystemen. Neben ihr Horst Heller, der
Vorsitzende der Seniorengruppe, sowie Ingrid Heller.
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Der Saal im Gasthaus Voltmer in Honerdingen war gut besetzt, als Horst Heller, der Vorsitzende der NGG-Seniorengruppe, noch einmal die hauptsächlichen Kritikpunkte hervorhob, besonders im Bereich der Rente. Monika Griefahn wies darauf hin, dass es immer weniger Kinder gibt und immer weniger Beitragszahler in die Sozialsysteme einzahlen. Auf der anderen Seite müssten immer mehr Menschen aus diesem System finanziert werden. Hier sei die Zeit für Reformen gekommen, um entsprechende Vorsorge zum Erhalt der Sozialsysteme zu treffen. Bei den Altersrenten sei es so gewesen, dass das Bundes-verfassungsgericht eine Gleichbehandlung bei der Besteuerung der Alterseinkünfte bei Beamten und Angestellten gefordert hatte. Sie wies auf den langen Übergangszeitrum bis zum Jahr 2040 hin, bis Renten in einer bestimmten Höhe schrittweise steuerpflichtig werden. Bestandsrenten und Neurenten des Jahres 2005 bleiben bis zu einem Betrag von 18.900 Euro pro Jahr bei Alleinstehenden und 37.800 Euro bei Verheirateten auch nach dem neuen Recht steuerfrei. Damit werden 75 % der Rentenbezieher auch nach dem neuen Recht nicht steuerbelastet.
Die NGG-Senioren hatten befürchtet, ihre Rente ab sofort voll versteuern zu müssen, und waren dankbar für die Informationen: „Warum hat es uns niemand vorher so genau erzählt?“ Monika Griefahn bat die Senioren, „auch wenn es teilweise hart ist“, um Solidarität mit der jüngeren Generation. Einige Detailfragen, besonders zur Gesundheitsreform, nahm sie zur Klärung mit nach Berlin.