Die Bundestagsabgeordnete Monika Griefahn ist sehr beeindruckt von der vielfältigen Arbeit, die im Soltauer Zentrum für Rehabilitative Medizin (Reha-Zentrum) geleistet wird. Auf Einladung von Jutta Soulis, der kaufmännischen Direktorin, stattete sie dem Neuro-Orthopädischen Krankenhaus und dem Zentrum für Rehabilitative Medizin einen Besuch ab, um sich dort informieren zu lassen. Jutta Soulis sprach besonders die erfolgreiche Arbeit der Aphasie-Station im Bereich der Neurologie an. Dort werden Patienten mit Sprachstörungen behandelt, die z. B. nach Schlaganfällen oder Operationen in Folge einer hirnorganischen Erkrankung auftreten können. Für die Dauer von sechs bis zehn Wochen erhalten diese Patienten eine sehr intensive Therapie.

Informationen über gesunde Ernährung sind im Reha-Zentrum
eine Selbstverständlichkeit. Monika Griefahn (links) und Jutta
Soulis an der Getreidemühle.
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Die Einrichtung mit dem Neuro-Orthopädischen Krankenhaus und dem Zentrum für Rehabilitative Medizin mit den Bereichen Neurologie, Orthopädie und Psychosomatik versteht sich als Haus der Region, wie Jutta Soulis erklärte, das eine große Nachfrage verzeichnen kann. In dem zur MediClin-Gruppe gehörenden Zentrum befinden sich 355 Betten, davon 265 im Reha-Bereich. Damit ist das Zentrum für Rehabilitative Medizin auch ein bedeutender Arbeitgeber in der Region. Die Patienten kommen aus Niedersachsen, Hamburg, Bremen bis hinunter nach Nordrhein-Westfalen und dem gesamten Bundesgebiet.
Jutta Soulis ist ebenfalls kaufmännische Direktorin der Seepark Klinik in Bad Bodenteich. Dort liegt der Schwerpunkt der Arbeit besonders bei Ess-Störungen und seelischen Störungen. Monika Griefahn erfuhr, dass dort besonders über- oder untergewichtige Kinder und Jugendliche behandelt werden, die unter Ess-Störungen leiden. Bei übergewichtigen jungen Menschen kann dies zu Knochenverformungen, Wirbelsäulenschäden und Jugenddiabetes mit gravierenden Folgen führen. Die Bundestagsabgeordnete wies darauf hin, dass die Bundesregierung bereits zahlreiche Kampagnen zur richtigen Ernährung durchgeführt hat. „Auch bei meinen Besuchen in Kindertagesstätten und Schulen setze ich mich immer wieder für gesunde Ernährung ein. Aber das alles ist wohl immer noch nicht genug.“ Dies wurde von Jutta Soulis bestätigt: „Eltern und Kinder sind immer noch viel zu wenig aufgeklärt, wenn es um die Ernährung geht.“ Beide würden es gerne sehen, wenn an den Schulen mehr Information geboten würde. Hier sei die Landesregierung gefordert, mehr Aufklärung zur Ernährung in die Schulen zu bringen. Jutta Soulis verwies darauf, dass bereits im letzten Jahr intensiv mit dem Gymnasium Soltau zusammen gearbeitet wurde. Auch mit anderen Schulen wird eine Zusammenarbeit angestrebt.
In der Seepark Klinik in Bad Bodenteich erhalten übergewichtige Patienten in Gruppen von acht bis zehn Personen ein intensives Gruppenprogramm. Acht bis zwölf Wochen dauert der erste Therapieteil meistens, dann geht es erst einmal zurück nach Hause. „Die Therapie muss dort stattfinden, wo auch das Leben stattfindet“, erläuterte Jutta Soulis. Mit den Kassen sind Vereinbarungen getroffen worden, dass die Kinder und Jugendlichen nach vier Wochen oder einem anderen Zeitraum noch einmal in die Klinik zur Fortführung der Therapie zurückkehren können. Das Einzugsgebiet für die Klinik in Bad Bodenteich ist bundesweit.
„73 Milliarden Euro pro Jahr kosten uns die Folgen der Fehlernährung volkswirtschaftlich“, hatte Monika Griefahn von Ministerin Renate Künast erfahren. „Falsches Essen führt zu vielen Zivilisationskrankheiten.“ Im Zentrum für Rehabilitative Medizin wurde inzwischen ein Ernährungsprogramm ausgearbeitet, das gut weitergegeben werden kann. Dort steht gesunde Ernähung ohnehin täglich auf dem Speiseplan, alles wird frisch zubereitet, sogar das Getreide für Vega-Bratlinge wird dort selbst geschrotet.