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Pressemitteilung
Montag, 28. Februar 2005
 
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Für mich, für uns, für alle:
2. Bürgerpreis für den Landkreis Harburg ausgeschrieben
Einsatz für eine lebendige Gemeinschaft


Heute ist der Startschuss für die lokale Initiative “Bürgerengagement” gefallen. Der Landkreis Harburg nimmt zum zweiten Mal an der bundesweiten Aktion teil, bei der herausragende ehrenamtliche Tätigkeiten mit einem Bürgerpreis gewürdigt werden. Unter dem Motto “Für mich, für uns, für alle” initiierte die Sparkasse Harburg-Buxtehude erneut gemeinsam mit dem Landkreis Harburg sowie den Bundestagsabgeordneten Monika Griefahn und Michael Grosse-Brömer die lokale Aktion “Bürgerengagement”. Das Thema in diesem Jahr lautet “Zusammen leben – Nachbarschaft neu entdecken”. Insgesamt sind wieder Preisgelder von 6.000 Euro ausgesetzt.

“Nachbarschaft neu entdecken bedeutet auch: Nachbarn helfen Nachbarn – unentgeltlich und ehrenamtlich”, erläutert die Bundestagsabgeordnete Monika Griefahn, “Allein erziehende Mütter und Väter passen gegenseitig auf ihre Kinder auf, helfen sich gegenseitig im Alltag und verbessern so die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Ältere Menschen treffen sich regelmäßig zu gemeinsamen Unternehmungen und unterstützen sich im Alltag. Dies sind nur einige Beispiele dafür, wie sich Nachbarn solidarisch um ihre Mitmenschen und die Gemeinschaft kümmern.”


Der Bundestagsabgeordnete Michael Grosse-Brömer zur Initiative: “Manche Menschen kennen die Lindenstraße im Fernsehen besser als ihre eigene Nachbarschaft. Und bei vielen Menschen ist es glücklicherweise total umgekehrt. Sie helfen, fördern die Gemeinschaft, halten Kontakte, reden und hören zu – kurzum: Sie bereichern das Leben der Menschen in ihrem direkten Umfeld. Mit der diesjährigen Initiative wollen wir nachbarschaftliches Engagement fördern und dafür öffentlich Anerkennung zollen”.

Landrat Axel Gedaschko verweist auf die wichtige Bedeutung von nachbarschaftlichem Miteinander auch für eine erfolgreiche Integration der ausländischen Mitbürger. “In Zeiten sich ändernder gesellschaftlicher Rahmenbedingungen verstärken sich die Probleme der Zugezogenen in unserem Land, wodurch die persönliche Unsicherheit wächst und die Existenzängste zunehmen. Häufig ergeben sich Akzeptanzprobleme und Anpassungsschwierigkeiten. Deswegen ist es umso wichtiger, diesen neuen Nachbarn bei der Integration zu helfen. Hierbei kann gerade Bürgerengagement zu einer schnellen und unkomplizierten Integration beitragen.”

Wer sich zum Thema “Zusammen leben – Nachbarschaft neu entdecken” engagiert, sollte sich um den Bürgerpreis 2005 im Landkreis Harburg bewerben. Vorbildliche Aktivitäten werden mit einem Preis von je 2.000 Euro für Projekte, einzelne Personen und für ein Lebenswerk prämiert. In der “Kategorie” Lebenswerk können Kandidaten nur vorgeschlagen werden. Die Summe stiftet die Sparkasse Harburg-Buxtehude. Deren Vorstandsvorsitzender Heinz Lüers zu dem Projekt: “Wir unterstützen die Initiative gern, weil freiwilliges Engagement einen entscheidenden Beitrag zur Verbesserung des Lebensumfeldes leistet. Deshalb sollen Projekte und Engagierte mit dem Bürgerpreis ausgezeichnet werden.“ Das diesjährige Thema "Zusammen leben – Nachbarschaft neu entdecken" sei hoch aktuell. „Wir brauchen eine neue Qualität der Nachbarschaft. Der Bürgerpreis soll helfen, die Möglichkeiten, sich nachbarschaftlich zu engagieren, neu zu entdecken und zu leben.”

Heinz Lüers sitzt neben Landrat Axel Gedaschko, den Bundestagsabgeordneten Monika Griefahn und Michael Grosse-Brömer in der Jury, die die eingehenden Bewerbungen anhand fest umrissener Wettbewerbskriterien prüft. In diesem Jahr ist als rotierendes Mitglied Albert G. Paulisch, Direktor des Amtsgerichtes Winsen (Luhe), vertreten. „Eine wirklich lebendige, friedliche und soziale Gemeinschaft entsteht im Nachbarschaftsbereich mit seinen vielfältigen mitmenschlichen Reibungspunkten dann, wenn die Bürger sich über ihre gesetzlichen Pflichten hinaus für ihre Mitmenschen engagieren und nicht fragen, ob sie dazu überhaupt verpflichtet sind oder was sie dafür bekommen”, so der Amtsdirektor. “Als Leiter einer Behörde, die zum erheblichen Teil mit der Korrektur von Defiziten im gesellschaftlichen Miteinander beschäftigt ist, begrüße ich es außerordentlich, dass durch den Bürgerpreis im Landkreis Harburg 2005 deutlich gemacht wird, wie wichtig ein aktives Engagement der Bürger ist, das sich an den Bedürfnissen der Nachbarschaftsgemeinschaft orientiert.“

Gruppen oder Einzelpersonen, die sich um den Bürgerpreis 2005 bewerben möchten, erhalten die Bewerbungsunterlagen ab heute in allen Geschäftsstellen der Sparkasse Harburg-Buxtehude, beim Landkreis Harburg, den Städten und Gemeinden sowie im Internet unter www.sparkasse-harburg-buxtehude.de. Der Wettbewerb findet übrigens auch auf Landes- und Bundesebene statt. Lokale Preisträger qualifizieren sich automatisch für den Bundeswettbewerb. Bewerbungsschluss ist der 31. Mai 2005. Am 4. Juli 2005 wird die Jury dann die Gewinner des Bürgerpreises prämieren.

Für Fragen steht das Projektbüro “Bürgerpreis für den Landkreis Harburg” in der Sparkasse Harburg-Buxtehude, Sand 2, bereit, Telefon: 0 40 – 76 69 18 15.

Das Foto zeigt (v.l.n.r.): Albert G. Paulisch (Direktor des Amtsgerichts Winsen), Michael Grosse-Brömer MdB, Monika Griefahn MdB, Heinz Lüers (Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Harburg-Buxtehude) und Landrat Axel Gedaschko.

Anhang: Statement von Monika Griefahn MdB anlässlich der Auftakt-Pressekonferenz „Bürgerpreis Landkreis Harburg 2005“

Ich freue mich sehr, dass auch 2005 wieder ein „Bürgerpreis Landkreis Harburg“ verliehen werden kann. Möglich ist dies nur durch die dankenswerte Unterstützung der Sparkasse Harburg-Buxtehude und die Zusammenarbeit mit dem Landkreis Harburg, mit meinem Bundestagskollegen, Herrn Michael Grosse-Brömer MdB, und dem diesjährigen Jurymitglied Herrn Albert G. Paulisch, Direktor des Amtsgerichts Winsen (Luhe).

Johann Wolfgang von Goethe hat einmal gesagt: "Wer nichts für andere tut, tut nichts für sich." Positiv gewendet bedeutet dies: Wer sich für andere Menschen und das Gemeinwohl engagiert, hat auch selbst etwas davon. Bürgerschaftliches Engagement zahlt sich aus und macht eine lebenswerte Gesellschaft erst möglich.

Wie sieht es aktuell mit dem ehrenamtlichen Engagement in Deutschland aus?

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat im Jahr 2004 zum zweiten Mal seit 1999 von einem Meinungsforschungsinstitut eine große Untersuchung durchführen lassen, den so genannten „Freiwilligensurvey 2004“. In einer telefonischen Umfrage wurden rund 15.000 zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger ab 14 Jahren nach ihrem freiwilligen Engagement befragt. Dabei zeigte sich, dass sich 70 Prozent der über 14-Jährigen zurzeit über ihre beruflichen und privaten Verpflichtungen und Aktivitäten hinaus in Gruppen, Vereinen, Organisationen und öffentlichen Einrichtungen aktiv beteiligen, das sind vier Prozent mehr als noch 1999. 36 Prozent der Befragten haben zudem ehrenamtlich oder freiwillig bestimmte Aufgaben und Arbeiten übernommen. Deutlich verändert hat sich das Engagement älterer Menschen ab 55 Jahren: Sie stellen mit sechs Prozent die größte Wachstumsgruppe bei der Ausübung von freiwilligem Engagement. Die größten Bereiche des Engagements sind Sport, Kindergarten / Schule, Kultur und Religion. Die Engagierten wollen durch ihr Engagement vor allem die Gesellschaft zumindest im Kleinen mitgestalten und mit anderen Menschen zusammenkommen.

Die verbesserten Informationen über Möglichkeiten des Engagements sowie Rahmenbedingungen, wie bessere steuerliche Absetzbarkeit der Kosten und die Aufwandsentschädigungen, kommen bei den Engagierten positiv an.

Gleichzeitig wünschen sich die Engagierten mehr öffentliche Anerkennung durch Berichte in Presse und Medien sowie öffentliche Ehrungen. Diesem Ziel dient der „Bürgerpreis Landkreis Harburg“; er soll vorbildliches Verhalten auszeichnen.

„Zusammen leben – Nachbarschaft neu entdecken“, so lautet das Thema des Bürgerpreises 2005.

Nachbarschaft neu entdecken bedeutet auch: Nachbarn helfen Nachbarn – unentgeltlich und ehrenamtlich. Hierfür gibt es viele gute Beispiele: Allein erziehende Mütter und Väter passen gegenseitig auf ihre Kinder auf, helfen sich gegenseitig im Alltag und verbessern so die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Ältere Menschen treffen sich regelmäßig zu gemeinsamen Unternehmungen und unterstützen sich im Alltag. Dies sind nur einige Beispiele dafür, wie sich Nachbarn solidarisch um ihre Mitmenschen und die Gemeinschaft kümmern.

 
Diese Pressemitteilung finden Sie auf: www.monika-griefahn.de