
Monika Griefahn traf einige Kinder aus Kovel zum
Eisessen
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Monika Griefahn genoss es, mit einigen Jungen und Mädchen aus Kovel sowie deren Betreuern in Walsrode ein Eis zu essen. Spaghetti-Eis, hieß die Wahl der kleinen Gäste. Außerdem wollte sie Michael Haacke vom Kinderhilfe Kovel e.V. persönlich kennen lernen, der unfreiwillig eine Hauptrolle beim Visa-Krimi in Kiew spielte. Mit einem Geschenk bedankten sich die Kinder für die Hilfe der Bundestagsabgeordneten.
Am 14. Juni wurden die Visa-Anträge für die 37 Jungen und Mädchen in Kiew gestellt, die auf Initiative des Vereins Kinderhilfe Kovel einige Ferientage in Deutschland verbringen sollten. Der Bescheid der deutschen Botschaft in Kiew lautete, man möge am 28. Juni wiederkommen wegen der Visa. Zwei Wochen Frist, das bedeutet Dienst nach Vorschrift in der überlasteten Botschaft nach der Visa-Affäre. Dies jedoch war eindeutig zu spät für die Gruppe, denn nur am Wochenende 25./26. Juni stand der gesponserte Bus aus Deutschland für den Transport der Kinder bereit. Der Walsroder Bürgermeister Fillbrunn wandte sich am 20. Juni erfolglos per Fax mit der Bitte an die Botschaft, man möge doch kulant sein, da es sich um Kinder handelt. Am späten Nachmittag des 22. Juni erhielt Monika Griefahn die Bitte des SPD-Fraktionsvorsitzenden Claus Wiltzer aus Walsrode, sich hier einzuschalten. Als Mitglied des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages sprach sie am Tag danach mit der Botschaft in Kiew und erhielt die Zusage eines Beamten, die Visa würden rechtzeitig ausgestellt.
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Mit einem Geschenk bedankten sich die Kinder aus
Kovel und ihre Betreuer bei Monika Griefahn (Mitte)
für ihre Unterstützung; vorne links Dometscherin
Galina Petroschenko, hinten Lothar Feldt und Michael
Haacke vom Verein Kinderhilfe Kovel, rechts Oksana
Rusintschuk aus Kovel.
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Als Michael Haacke am nächsten Morgen, dem Freitag, bei der Botschaft vorsprach, wurde er nicht eingelassen und erhielt die Nachricht, an eine Zusage für die Visaerteilung könne man sich nicht erinnern und er sollte wie angegeben am 28. Juni wiederkommen. Was dann folgte war ein Telefonat nach dem anderen zwischen dem Büro des Walsroder Bürgermeisters, den Büros von Monika Griefahn im Landkreis Soltau-Fallingbostel und in Berlin sowie mit ihr, die im Kreis Harburg Besuche absolvierte. Und natürlich mit Michael Haacke per Handy, der den ganzen Tag vor der Botschaft verbrachte. In der Botschaft wurde man zusehens ungehaltener durch die ständigen Telefonate. Nach dem Schließen der Botschaft am späten Freitagnachmittag hatte Michael Haacke sich bereits 50 Kilometer von Kiew entfernt, als ihn die Nachricht erreichte, es möge umgehend nach Kiew zurück fahren, die Botschaft werde für die Erteilung der Visa wieder geöffnet.
Dies hatte Monika Griefahn über Staatssekretär Scharioth vom Auswärtigen Amt erreicht, den sie gebeten hatte, trotz der späten Antragstellung für diese humanitäre Aktion die Fahrt der Kinder nach Deutschland nicht zu gefährden. „Dass ich mir mit dieser Aktion keine Freunde in Kiew gemacht habe ist klar“, erklärte sie in Walsrode gegenüber den Betreuern der Kinderhilfe Kovel und bat sie, im nächsten Jahr die Visaanträge rechtzeitig zu stellen, auch wenn es sich um eine humanitäre Aktion handelt. „Denn noch einmal kann ich so sicherlich nicht helfen.“ Sie bedauerte, dass ein Kind nicht mit nach Deutschland fahren konnte, da die Papiere nicht in Ordnung waren. Fasziniert erfuhr Monika Griefahn von der Radtour, die Michael Haacke und Mario Ahr nach Kovel unternommen hatten, um damit Spendengelder für die Kinderhilfe Kovel einzuwerben. Rund 4.600 Euro sind so zusammen gekommen. Auf die Kinder wartet in Deutschland noch ein schönes Ferienprogramm, an dem sich auch zahlreiche Sponsoren beteiligen.
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