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„Das Miteinander der Generationen im Wandel unserer Zeit“ ist ein Thema, mit dem sich eine Seminarreihe der Volkshochschule des Landkreises Diepholz in Zusammenarbeit mit den Kirchengemeinden Martfeld und Schwarme befasst hat. Nach den Seminarabenden mit Landessuperintendent Arend de Vries, Dr. Henning Scherf und Professor Wernstedt fand am 22. Februar ein vierter Abend in der Kirche von Martfeld statt, zu dem die Bundestagsabgeordnete Monika Griefahn als Referentin eingeladen worden war.

Monika Griefahn während ihres Referates auf der Kanzel
der Kirche in Martfeld.
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Die schöne, 1998 abgebrannte und im neoklassizistischen Stil wieder aufgebaute Kirche in Martfeld war gut besucht und bot einen besonderen Rahmen für die Veranstaltung. Die Pastoren Harm Cordes und Horst Wortmann von den Kirchengemeinden Schwarme und Martfeld führten in den Abend ein und leiteten im Anschluss an das Referat von Monika Griefahn die Diskussion. Als Thema war der Umgang mit den Ressourcen genannt worden, nicht allein ein Problem zwischen Armut und Reichtum auf der Welt, sondern auch eine Herausforderung an das Miteinander der Generationen.
Zwei Zitate stellte Monika Griefahn an den Beginn ihres Referats: „Es ist das Schicksal jeder Generation, in einer Welt unter Bedingungen leben zu müssen, die sie nicht geschaffen hat“ (John F. Kennedy) und das biblische Zitat: „Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf dass du lange lebest im Lande, das dir der Herr, dein Gott gibt.“
Monika Griefahn schlug den Bogen von den heutigen demographischen Auswirkungen zur Generationengerechtigkeit. „Jüngere Generationen sind egal bei welchem Thema allein zahlenmäßig schwächer um Generationenverantwortung zu schultern“, hob sie hervor. Für die Rentenversorgung seien politische Lösungen notwendig; man müsse zu einem neuen Modell der Arbeit kommen. Ausgehend von traditionell schwierigen Arbeitsbedingungen werde Arbeit als Belastung begriffen, nicht als Gestaltungs- und Beteiligungsmöglichkeit. „Hier ist eine Umwertung erforderlich“, forderte Monika Griefahn. „Menschliche Aktivitäten für Soziales, Umwelt und traditionelle Erwerbstätigkeit müssen als gleichrangig verstanden werden. Diese Ressourcen müssen wir verstärkt nutzen.“
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Die beiden Pastoren Harm Cordes (links neben Monika Griefahn)
von der Kirchengemeinde Schwarme und Horst Wortmann
(rechts) von der Kirchengemeinde Martfeld leiteten den
Seminarabend in der Martfelder Kirche.
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Die Landwirtschaft stehe vor großen Herausforderungen, um 10 Milliarden Menschen auf der Erde zu ernähren. Man müsse zu produktiveren Systemen kommen. Zur Bildung hob die Bundestagsabgeordnete hervor, dass lebenslange Aktivität und Arbeit auch lebenslanges Lernen bedeute. Viele Zusatzqualifikationen seien notwendig. Im Bereich der Umwelt habe die Generationenverantwortung auch sehr viel mit Ökologie zu tun. Öl, Gas und Kohle stünden nicht unendlich zur Verfügung, mit Atomkraft werden Probleme für nachfolgende Generationen geschaffen. Deswegen müsse für die Zukunft eine Wiederbelebung der Risikotechnik vermieden werden. „Stattdessen müssen wir den Weg der nachhaltigen Energiewirtschaft weiter gehen und auf die drei großen ‚E’ setzen: Erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Energieeinsparung.“
Auch die Gentechnik berge Gefahren für künftige Generationen: „Was wir jetzt verändern, kann in Zukunft nicht mehr rückgängig gemacht werden.“ Die Entwicklungspolitik hob Monika Griefahn ebenso als wichtig hervor. „Damit arbeiten wir für eine Welt ohne Armut, Furcht und ökologische Zerstörung. Wir müssen auf der Welt zu einer gerechteren Verteilung der Erträge und zu mehr Chancengleichheit kommen. Die Bekämpfung der Armut muss unsere oberste Leitlinie sein, vor Ort und in der Welt.“ Wichtig sei der Kampf für Menschenrechte.
Kulturelle Werte in der Welt müssten erhalten bleiben. „Dabei sollten wir auch unsere eigenen kulturellen Werte noch klarer machen.“ Am Ende des rund 45-minütigen Referats zog Monika Griefahn das Fazit: „Mit all diesen angesprochenen Punkten können wir es schaffen, unseren folgenden Generationen verantwortungsvoll eine Welt zu hinterlassen, die friedlicher und gerechter ist und außerdem eine bessere Gerechtigkeit zwischen den Generationen heute erreichen.“
Pastor Wortmann dankte der Referentin für ihre „provokante Herausforderung zu neuem Denken“, die ihr gut gelungen sei. Eine rege Diskussion schloss sich diesem Referat an.
Die Stichpunkte, auf denen das Referat von Monika Griefahn basierte, sind im Internet unter www.monika-griefahn.de (Berliner Themen / sonstige Bundespolitik) zu finden.
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