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Die SPD-Bundestagsabgeordnete Monika Griefahn begrüßt die
neuen Planungen der Deutschen Bahn AG für den Bau des
3. Gleises zwischen Stelle und Lüneburg und die neuen Pläne für
den Bau eines 4. Gleises zwischen Stelle und Ashausen:
"So ärgerlich die Einstellung der bisherigen vier Planfeststellungsverfahren
und deren Neuauflage ist, da dies vermutlich zu
weiteren Verzögerungen führt, so könnte am Ende gleichwohl ein
verbesserter Schallschutz stehen."
Monika Griefahn weiter: "Die neue Trassenplanung, geänderte
Verkehrsprognosen und die neue Höchstgeschwindigkeit werden
dazu führen, dass der Lärmschutz in den betroffenen Gemeinden
besser wird als bisher geplant. Ein zusätzliches 4. Gleis zwischen
Stelle und Ashausen kann auch dazu beitragen, die Verspätungsanfälligkeit
des Nahverkehrs auf dieser hochfrequentierten
Bahnstrecke zu reduzieren. Winsen bietet die Modernisierung der
Bahnsteige die Chance, einen behindertengerechten Zugang zu
allen Gleisen zu ermöglichen.
Ich hoffe nun auf eine zügige und erfolgreiche Durchführung der
vier neuen Planfeststellungsverfahren. Der tatsächliche Baubeginn
kann zurzeit noch nicht genau benannt werden, dies ist die
Konsequenz von an den Planfeststellungsbeschlüssen hängenden
Fristen für Freigaben, Ausschreibung von Bauleistungen und
Vergaberichtlinien. Ein möglicher Baubeginn wird eher für 2008
als für 2007 erwartet. Das Bundesverkehrsministerium und das
Verkehrsministerium des Landes Niedersachsen haben in einer
Besprechung am 18. Januar 2007 bekräftigt, dass das 3. Gleis
zum Fahrplanwechsel 2012 / 13 seinen Betrieb aufnehmen soll."
Hintergrund: Im vergangen Jahr konnte das 3. Gleis in den
"Investitionsrahmenplan für die Verkehrsinfrastruktur des Bundes
für den Zeitraum 2006 bis 2010" (IRP) aufgenommen werden.
Der Bund schätzt die gesamten Baukosten des 3. Gleises auf ca.
229,6 Millionen Euro und hat diesen Betrag auch im Investitionsrahmenplan
eingesetzt. Der IRP trifft hinsichtlich der Finanzierung
und des Zeitpunktes der Realisierung einer Maßnahme noch
keine Festlegungen. Die Realisierung aller Maßnahmen steht also
auch in Zukunft unter dem Vorbehalt der jährlich zur Verfügung
stehenden Haushaltsmittel.
Zum Thema Lärmschutz erläutert Monika Griefahn weiter:
"Ich freue mich sehr, dass die Bundesregierung Anfang Februar
2007 ein Nationales Verkehrslärmschutzpaket vorgelegt hat, das
ein ganzes Maßnahmenbündel für Lärmvorsorge, Lärmreduktion
und Lärmsanierung enthält. Der Bund, aber auch Länder und
Gemeinden sind gefordert, in einer Kombination aus
Investitionsmaßnahmen und Ordnungspolitik den Lärmschutz zu
verbessern. Für nachträgliche Lärmsanierungsmaßnahmen an
Schienenstrecken hat der Bund die Mittel von rund 51 Millionen
Euro in 2005 zunächst auf 75 Millionen Euro in 2006 und jetzt
auf 100 Millionen Euro in 2007 drastisch erhöht. Die Mittel für
Lärmsanierungen an Bundesfernstraßen wurden von 24 Millionen
Euro in 2005 auf rund 50 Millionen Euro in 2006 und 2007 aufgestockt.
Auch der Landkreis Harburg profitiert von Lärmsanierungsmaßnahmen
an Schienenstrecken: Zwei Streckenabschnitte
in Buchholz, zwei in Jesteburg und zwei in Stelle erhalten
mittelfristig Lärmsanierungsmaßnahmen. Die erste Maßnahme in
Jesteburg ist sogar schon erfolgreich umgesetzt; die Ortsmitte ist
durch Lärmschutzwände jetzt deutlich lärmberuhigt. Stelle wird im
westlichen Bereich von Lärmsanierungsmaßnahmen profitieren.
Lärmschutz besteht aber nicht nur aus dem Bau von
Lärmschutzwänden. Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee
setzt darüber hinaus auf neue Bremssohlen, die aus ratternden
Güterzügen Flüstergüterwaggons machen. Die Laufgüter
umgerüsteter Güterwagen können damit dauerhaft um bis zu
10 dB reduziert werden. Bei vollständiger Umrüstung des
Güterwagenbestandes ließe sich damit etwa eine Halbierung des
Lärms der Güterzüge erzielen. Minister Tiefensee ist in dieser
Sache – wegen der Marktöffnung der Güterverkehrsmärkte –
auch im Gespräch mit der Europäischen Kommission."
Das Nationale Verkehrslärmschutzpaket beim Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung:
http://www.bmvbs.de/Anlage/original_985822/Nationales-Verkehrslaermschutz-paket.pdf
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