
Wiedergewählt:
SPD-UB-Vorsitzender
Klaus-Dieter Feindt (Mitte) und seine
beiden Stellvertreter Monika Griefahn MdB
und Uwe Harden MdL
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Reformprofil entwickeln!
Auf dem Ordentlichen SPD-Unterbezirksparteitag
wählte die SPD im Landkreis Harburg einen neuen Vorstand und diskutierte
verschiedene Sachanträge, unter anderem zu den anstehenden Reformen
auf Bundesebene / Agenda 2010. Monika Griefahn wurde als Stellvertretende
Unterbezirksvorsitzende auf dem Parteitag am 10. Mai 2003 wiedergewählt.
Ehrengast des Parteitages war der schwedische Botschafter
in Deutschland, Carl Tham. Das Thema seines Referates lautete: "Beispiel
Schweden: Änderungen des Sozialstaates realisieren und Wahlen gewinnen".
Carl Tham berichtete von der schweren Wirtschaftskrise Schwedens
Mitte der 90er Jahre, die die in Schweden regierenden Sozialdemokraten
meisterten mit einem Mix aus Steuererhöhungen für Besserverdiener,
einer großen Ausbildungsoffensive, Reduzierung von Sozialleistungen
und zahlreichen Modernisierungen in allen Staatsbereichen. Das Referat
enthielt zahlreiche Denkanstöße. Neben einigen Parallelen in der
Situation (hohe Arbeitslosigkeit, hohe Lohnnebenkosten) wurde aber
auch deutlich, dass man die in Schweden ergriffenen Maßnahmen nicht
1:1 übertragen könne. Mit einem Schmunzeln merkte Carl Tham an,
er könne zwar über die Reformen in Schweden berichten, aber auch
kein Patentrezept dafür liefern, wie man mit schmerzhaften Reformen
Wahlen gewinnen könne.
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Der
schwedische Botschafter in
Deutschland, Carl Tham, war
Gastreferent des UB-Parteitages.
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Im Mittelpunkt des Parteitages stand dann die Neuwahl
des Unterbezirksvorstandes. 60 Delegierte aus den Ortsvereinen und
die Vertreter des alten Unterbezirksvorstandes waren aufgerufen,
den neuen Vorstand zu wählen. Eindeutig im Amt des Vorsitzenden
bestätigt wurde Klaus-Dieter Feindt, der den SPD-Unterbezirk nun
seit 4 Jahren führt und für weitere 2 Jahre gewählt wurde. Wieder
gewählt wurden auch seine beiden Stellvertreter, die SPD-Bundestagsabgeordnete
Monika Griefahn und der SPD-Landtagsabgeordnete Uwe Harden. Im Amt
bestätigt wurde als Schriftführer Matthias Westermann. Mit dem hervorragenden
Ergebnis von 64 von 65 abgegebenen Stimmen wurde als neue Finanzverantwortliche
Anneliese Scheppelmann gewählt. Sie übernahm das Amt von Petra Forche,
die aus privaten Gründen nicht wieder kandidierte. Klaus-Dieter
Feindt dankte insbesondere Petra Forche und den weiteren bisherigen
UBV-Mitgliedern für ihre Arbeit. Als Beisitzerinnen und Beisitzer
wurden gewählt: Georg Bernhart (Winsen), Hanscarl Hoffmann (Tostedt),
Dr. Sabine Mahncke (Stelle), Silva Seeler MdL (Buchholz), Brigitte
Somfleth MdL (Seevetal), Dietmar Stadie (Rosengarten) und Heiner
Terborg (Toppenstedt). Etliche weitere Wahlen und Personalvorschläge
folgten.
"Reformprofil entwickeln" - dieses Motto des Parteitags
war auf der Rückwand zu lesen, darum rankten sich auch die Diskussionen
bei der Behandlung der Sachanträge, die vom Unterbezirksvorstand
und den Ortsvereinen eingebracht worden waren. Neben Themen aus
der Kommunalpolitik (Verkehrspolitik, Weiterbildung, Arbeitskreis
Wahlen, Sozialpolitik) stand vor allem die Agenda 2010 im Zentrum
der Diskussionen. Mit einigen Änderungen wurde der Leitantrag des
SPD-Unterbezirksvorstandes angenommen. Die Delegierten waren sich
einig, dass im Sozialsystem dringend Reformen notwendig sind. Es
müsse aber die soziale Ausgewogenheit gewährleistet sein. Mit großer
Mehrheit wurde auch ein Initiativantrag angenommen, der eine stärkere
Einbindung der Partei in die Diskussion über die zukünftige Programmatik
fordert.
Der SPD-Unterbezirk will in den kommenden zwei
Jahren verstärkt inhaltlich arbeiten und will sich stärker als bisher
um die Sorgen der Bevölkerung kümmern.
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