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Freitag, 15. September 2006
 

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Kulturpolitikerin Monika Griefahn eröffnet erste Sonderausstellung im Filmmuseum Bendestorf

Regina und Gerd Weißmann von den Friedensgruppen Nordheide übergeben zusammen mit Monika Griefahn 1000 Unterschriften gegen einen Krieg im Irak an Bundeskanzler Schröder.
Bei der Ausstellungseröffnung traf Monika Griefahn auf den
Fotografen Günter Zint, der schon Standfotos von
John Lennon gemacht hat.

„Verlorene und Sensationen“ ist der Titel der ersten Sonderausstellung im Filmmuseum Bendestorf – und die Kulturpolitikerin Monika Griefahn durfte die Schau mit Erinnerungen an die vergangenen 60 Jahre im Filmgeschäft am 14. September vor vollem Haus eröffnen. Die Initiatoren Wolfgang Götz und Walfried Malleskat haben für die Präsentation Schautafeln der Ausstellung "Wir Wunderkinder - 100 Jahre Filmproduktion in Niedersachsen" nach Bendestorf geholt, die im Historischen Museum Hannover gezeigt worden war.

Monika Griefahn nutzte die Gelegenheit nicht nur, um die Erfolgsgeschichte des Filmsstandortes Bendestorf zu würdigen, sondern auch, um Positives über die Situation des deutschen Films zu berichten. Der sei inzwischen, das zeigten die zur Verfügung stehenden Filmbudgets, international wettbewerbsfähig. Die Produktion „Das Parfüm“ beispielsweise habe auf 50 Millionen Euro zurückgreifen können.

Alle Staatsminister für Kultur hätten sich in der Vergangenheit für die Förderung des deutschen Films eingesetzt. Inzwischen wurden die Mittel dafür auf 63 Millionen Euro aufgestockt – somit gingen 15 Cent jeder verkauften Kinokarte in die Filmförderung. „Wichtig ist uns nicht nur die Wirtschaftlichkeit, sondern auch kulturelle Kriterien“, bekräftigte die kultur- und medienpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion.

Regina und Gerd Weißmann von den Friedensgruppen Nordheide übergeben zusammen mit Monika Griefahn 1000 Unterschriften gegen einen Krieg im Irak an Bundeskanzler Schröder.
Monika Griefahn im Gespräch mit dem Leiter des
Filmmuseums Bendestorf, Wolfgang Götz.

Sie bedauerte, dass sich die Filmproduzenten in Deutschland sich auf einige große Städte für ihre Arbeit konzentrierten – Berlin, München und Köln zählen zu den Filmhochburgen. An dieser Stelle hoffe sie, Überzeugungsarbeit leisten zu können, dass – insbesondere die öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten – auch die Möglichkeiten in der Fläche besser wahrnehmen.

Dass Bendestorf nach wie vor für Produktionen genutzt wird, davon berichtete Hans-Joachim Fink vom Studio Bendestorf. Seit 1990 wurden 135 Film- und Fotoproduktionen dort gedreht. Zum einen nutzten Unternehmen die Räumlichkeiten für Werbefilmproduktionen, aber auch Studioaufnahmen von Serien wie „Doppelter Einsatz“ oder „Die Nacht der großen Flut“ fanden statt – im „Hollywood in der Nordheide“.