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Mittwoch, 27. August 2008
 
Monika Griefahn im Einsatz bei der Töster Tafel

Abgeordnete half an einem Vormittag bei der Lebensmittel-Ausgabe mit

Monika Griefahn half bei der Lebensmittel-Ausgabe der Töster Tafel mit.

Menschen können schneller als man denkt in eine schwierige finanzielle Lage geraten. Oft genug sind Krankheit oder Arbeitslosigkeit der Grund dafür. Dass es Menschen und Unternehmen gibt, die diesen Bedürftigen helfen, erfuhr Monika Griefahn bei der Töster Tafel. Im Rahmen ihrer Sommertour half sie bei der Lebensmittel-Ausgabe mit und erfuhr auf diese Weise viel über die Schicksale der Betroffenen und den Antrieb der ehrenamtlichen Helfer. Die Tafel wird vom Herbergsverein Tostedt organisiert.

Um für eine gerechte Verteilung zu sorgen, arbeiten die Ehrenamtlichen bei der Lebensmittel-Ausgabe mit einem Nummernsystem. Die Helfer händigen den Menschen die Lebensmittel, die sie zuvor von Unternehmen in der Samtgemeinde Tostedt abgeholt haben, entsprechend der Familiengrößen aus. Viel Gesundes ist dabei: Paprika, Salat, Bananen. Ein Bäcker hat immer frisches Brot für die Tafel parat.

Die Menschen vor dem Container kennen sich. Offensichtlich helfen die Tafel und das gemeinsame Warten, um Freundschaften zu schließen oder zumindest gute Bekannte zu werden. Damit hat die Tafel nicht nur den Zweck, Menschen mit Lebensmitteln zu versorgen, sondern ist auch - beabsichtigt oder nicht - sozialer Treffpunkt.

Es ist diese Idee, die Monika Griefahn später im Gespräch mit dem Leiter des Herbergsvereins Peter Johannsen wieder aufgreift. Es sei gut und richtig, dass es die Tafeln und ähnliche Einrichtungen in Deutschland gebe, sagt die Abgeordnete. Ihr sei trotzdem wichtig, den Menschen Hilfe zur Selbsthilfe zu geben. So gebe es beispielsweise Kochkurse für Bedürftige, in denen diese lernten, mit wenig Geld gutes Essen zuzubereiten. „So ein Kochkurs ist meiner Meinung nach ein Schritt über die Abgabe von Lebensmitteln hinaus, und er sorgt auch für soziales Miteinander“, schlägt Griefahn vor.

Dennoch hat der Besuch sie nachdenklich gemacht. „Hinter jedem Menschen, der heute hier war, steht in der Regel eine Familie. Das einmal hochgerechnet, sind es viele Bedürftige, die auf die Tafeln angewiesen sind.“