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Pressemitteilung 16/2000
Donnerstag, 13. Juli 2000
 
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Sachstandsbericht zur Diskussion um eine Ostquerung der Elbe / A 21

Variante 3:
Derzeit überhaupt noch nicht im Gespräch, aber aus meiner Sicht relativ plausibel ist eine andere Variante: Der Ausbau der B 404 zwischen Geesthacht und der A 250 mit Anschluss zwischen Radbruch und Bardowick macht Sinn (insoweit identisch mit Variante 2). Die B 404 hat bereits die Radien einer Autobahn und könnte relativ problemlos 4-spurig ausgebaut werden. Flaschenhals ist aber bei allen Varianten die staugefährdete, nur 2-spurige Elbbrücke bei Geesthacht. Anschließend könnte westlich von Lüneburg ein Teilstück der A 21 neu gebaut werden, das bis zu B 209 führt. Die schon vorhandene B 209 führt anschließend über die B 71 zur Anschlussstelle Soltau-Ost der A 7. Für Amelinghausen ist schon jetzt als verkehrsberuhigende Maßnahme eine Ortsumgehung vorgesehen, die diesen Ort entlastet. Diese Ortsumgehung von Amelinghausen ist als "Neues Vorhaben" im Fernstraßenausbaugesetz von 1993 vorgesehen.

Es kann nur noch einmal betont werden, dass es sich hier um langfristige Überlegungen und Planungen der Fernstraßeninfrastruktur handelt. In den nächsten 5 bis 10 Jahren ist im Lkr. Harburg mit großer Wahrscheinlichkeit in Sachen "Ostumgehung Hamburgs" mit keinem Bau von Fernstraßen zu rechnen.

4. Verkehrsprobleme in Winsen-Luhdorf und Pattensen
Aktuell sind aber Verkehrsprobleme im Bereich Winsen und Pattensen. Der Verkehr in Nord-Süd-Richtung auf der B 404 wird zunehmen, insbesondere auch nach dem Anschluss der B 404 an die A 250 und dem weiteren Ausbau der B 404 zur A 21 in Schleswig-Holstein (siehe oben). Autofahrer und zunehmend auch LKW-Fahrer in Richtung Hannover fahren aber nicht bis zum Autobahnkreuz Maschen, um dort auf die A 7 nach Hannover zu gelangen, sondern kürzen den Weg erheblich ab, indem sie die A 250 an der Anschlußstelle Winsen-Ost verlassen, über die Osttangente und Winsen-Luhdorf und Pattensen (bei Winsen) zur BAB 7 - Anschlußstelle "Thieshope" fahren. Dieser Querverkehr stellt sich zunehmend als Belastung dar. Im Winsener Ortsteil Luhdorf könnte bei zunehmendem Verkehr der 4. Abschnitt der Osttangente gebaut werden, der aber in - unter Naturschutzgesichtspunkten - äußerst sensible Bereiche eingreifen würde und deshalb seit über 10 Jahren nicht realisiert wurde. In der Luheniederung kommen Fischotter und andere seltene Tiere und Pflanzen vor. In Pattensen müsste dann wohl eine Ortsumgehung gebaut werden. Diese Ausbaumaßnahmen würden einerseits zum Teil die Winsener Ortsteile Luhdorf und Pattensen entlasten, könnten aber andererseits noch mehr Verkehr nach sich ziehen und sind deshalb kritisch zu betrachten. Es handelt sich hier um Kreis- und Landesstraßen, so dass die entsprechenden Straßenbaulastträger hierüber zu befinden haben. Eine Querverbindung zur A 7 als A 21-Verlängerung bis zur A 7 (obige Variante 2) oder eine A 21-Verlängerung bis zur B 209 (obige Variante 3) könnte für die Winsener auf lange Sicht Entlastung bringen.

Beigefügt ist ein Kartenausschnitt aus dem Straßenbaubericht 1999:

(Die Karte ist auch als farbige Grafikdatei über das Bürgerbüro erhältlich)

 
Diese Pressemitteilung finden Sie auf: www.monika-griefahn.de