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Pressemitteilung 16/2000
Donnerstag, 13. Juli 2000
 
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Sachstandsbericht zur Diskussion um eine Ostquerung der Elbe / A 21

3. Ostumfahrung Hamburgs
Weniger intensiv diskutiert wird eine Ostumfahrung Hamburgs. Andererseits ist davon auszugehen, dass der Verkehr auf den schon vorhandenen Straßen auch im Südosten Hamburgs enorm zunehmen wird. Es ist aber nicht damit zu rechnen, dass in den nächsten Jahren hier Baumaßnahmen in Angriff genommen werden.

a) Die A 21-Planungen nach dem Fernstraßenausbaugesetz in Schleswig-Holstein Die in Nord-Süd-Richtung verlaufende B 404 wird in mehreren Abschnitten zur A 21 ausgebaut. Teilweise ist der Ausbau in Höhe von Neumünster und zwischen Bad Oldesloe und Hammoor schon realisiert, im übrigen ist fast der ganze Abschnitt zwischen Kiel und der A 24 kurz vor Schwarzenbeck für den Ausbau zu einer vierspurigen Autobahn A 21 als "Neues Vorhaben" im Bundesverkehrswegeplan vorgesehen. Diese Strecke wird damit zur Alternativroute zu der teilweise überlasteten A 7, da sie größtenteils parallel verläuft.

b) Drei Varianten zur A 21-Weiterführung über die Elbe Interessant für den Landkreis Harburg wird es, wenn es um die südliche Weiterführung der A 21 und die Querung der Elbe geht. Vorhanden sind die Brücken bei Geesthacht und bei Lauenburg. Im Fernstraßenausbaugesetz von 1993 ist als sogenannter "Weiterer Bedarf" und damit noch weit von einer Verwirklichung entfernt vorgesehen der Neubau einer A 21-Verlängerung von der A 24 bis zur Elbquerung Geesthacht. Umstritten ist schon diese Trassierung durch den Sachsenwald. Unklar ist aber vor allem der weitere Trassenverlauf. Im wesentlich drei Varianten sind denkbar, die alle von einer Elbquerung bei Geesthacht ausgehen.

Variante 1:
Ebenfalls als "Weiterer Bedarf" vorgesehen ist als grobe, inzwischen überholte Planung die nordwestliche Umfahrung Winsens in Höhe von Stöckte und eine Anbindung der A 21 an die A 250 zwischen Winsen und Stelle. Schon wegen der Flora-Fauna-Habitat-Fläche Osterwiesen und der baulichen Entwicklung im Bereich Laßrönne, Stöckte und Hoopte lässt sich diese Trasse nicht mehr verwirklichen. Diese Trasse ist abzulehnen und wird so nicht verwirklicht werden. Die Bürger im Winsener Ortsteil Stöckte sind zur Zeit nicht betroffen.
Es könnte alternativ von den Planern natürlich auch eine Elbquerung zwischen Hoopte und Fliegenberg erwogen werden, um z.B. die Osterwiesen zu umgehen. Aber auch diese Variante ist wegen des Naturschutzgebiets "Kirchwerder Wiesen" in den Vier- und Marschlanden und der Siedlungsstruktur des Raumes äußerst unwahrscheinlich.

Variante 2:
Unter dem Stichwort "Hesemann-Spange" und nach dem jetzigen Oberkreisdirektor Hans Bodo Hesemann benannt ist eine östlichere A 21-Variante. Sie geht davon aus, daß die B 404 zwischen Niedermarschacht und der A 250 zur Autobahn A 21 ausgebaut wird und dann weiter durch die Samtgemeinde Salzhausen im Bogen zur A 7 geführt und irgendwo zwischen Thieshope und Evendorf angeschlossen wird. Derzeit wird übrigens gerade die B 404, die derzeit nur bis zur B 4 reicht, weitergebaut und an die A 250 angeschlossen.
Die Landkreis-CDU hat in ihrer Mehrheit diese "Hesemann-Spange" für wünschenswert erklärt und hat sie in das Regionale Raumordnungsprogramm des Landkreises Harburg aufgenommen. Stark betroffen wäre die Samtgemeinde Salzhausen, die erheblicher Lärmbelastung ausgesetzt wäre und zerschnitten würde. Deshalb hat die SPD-Kreistagsfraktion diese Trasse geschlossen abgelehnt. An dieser Stelle muss angemerkt werden, dass auch der Salzhäuser CDU-Samtgemeindebürgermeister Cord Cordes in diesem Punkt beim Raumordnungsprogramm nicht mit der CDU und somit gegen die "Hesemann-Spange" gestimmt hat. Diese Trasse ist ebenfalls sehr kritisch zu betrachten.

 
Diese Pressemitteilung finden Sie auf: www.monika-griefahn.de