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Pressemitteilung 15/2002
Dienstag, 2. Juli 2002
 
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21 Ziele für das 21. Jahrhundert: Die Nationale Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung für eine nachhaltige Entwicklung, Perspektiven für ein zukunftsfähiges Deutschland im 21. Jahrhundert
Monika Griefahn MdB referierte und diskutierte in Stelle

Die nationale Nachhaltigkeitsstrategie hat dementsprechende vier Bereiche identifiziert, die das Leitbild der nachhaltigen Entwicklung bestimmen:

  1. Generationengerechtigkeit
  2. Lebensqualität
  3. Sozialer Zusammenhalt
  4. Internationale Verantwortung

Ich möchte zu diesen vier Bereichen etwas näher Stellung nehmen:

Unter der Überschrift "Generationengerechtigkeit" gehört der sparsame Umgang mit den natürlichen Ressourcen zu den wichtigsten Aufgaben. Was wir brauchen, ist ein Quantensprung bei der Energie- und Ressourceneffizienz. Die Vision einer Effizienzsteigerung um den "Faktor 4" oder gar den "Faktor 10" macht die Richtung deutlich, in die wir gehen müssen. Weitere zentrale Themen sind die Konsolidierung der Staatsfinanzen sowie Nachhaltiges Wirtschaften.

"Lebensqualität" umfasst eine intakte Umwelt ebenso wie gute Schulen und eine lebenswerte und sichere Stadt mit vielfältigen kulturellen Angeboten. Ein breites Angebot an Arbeitsplätzen und Chancen für unternehmerische Initiativen bilden dafür die wirtschaftliche Grundlage. Aber auch eine neue Agrarpolitik, die den Verbraucherschutz ernst nimmt, bildet einen wichtigen Bestandteil.

Beim Thema "Sozialer Zusammenhalt" geht es darum, den wirtschaftlichen Strukturwandel so zu gestalten, dass alle an den damit verbundenen Chancen teilhaben können. Es darf keine Spaltung der Gesellschaft in Gewinner und Verlierer geben.

Die Verstärkung humanitärer Hilfe, die Intensivierung der Entwicklungszusammenarbeit und globaler Umweltschutz sind wesentliche Elemente des Abschnitts "Internationale Verantwortung". Aber auch der Zusammenhang dieser Themen mit der internationalen Sicherheit spielt eine wichtige Rolle. Wirtschaftliche Entwicklung und Armutsbekämpfung werden darüber hinaus nur gelingen, wenn die Industrieländer den Entwicklungsländern ihre Märkte öffnen und ihnen faire Handelschancen einräumen.

Diese vier Bereiche bilden die Grundlage für die sog. 21 Ziele für das 21. Jahrhundert. Damit komme ich zum Kern der deutschen Nachhaltigkeitspolitik.

21 Indikatoren als Gradmesser der Nachhaltigkeit

Seit vielen Jahren gelten Wirtschaftswachstum, Arbeitslosenquote und Inflationsrate als Schlüsselindikatoren zur Beurteilung der wirtschaftlichen Entwicklung. An der Börse vermittelt der Dax ein Bild von der Gesamtentwicklung des Marktes.

Auch die Nachhaltigkeitsstrategie braucht solche Kennziffern. Mit 21 Schlüsselindikatoren für eine nachhaltige Entwicklung will die Bundesregierung künftig in regelmäßigen Abständen aufzeigen, wo wir auf dem Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung stehen, welche Fortschritte erreicht wurden und wo es weiteren Handlungsbedarf gibt.

Die Indikatoren sind somit elementarer Bestandteil eines Managementkonzeptes zur Umsetzung und kontinuierlichen Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie. Die Ziele und Indikatoren zeigen als Orientierungswerte die Richtung an, in die die Entwicklung in den kommenden Jahrzehnten gehen soll und dienen insbesondere auch der Erfolgskontrolle.

 
Diese Pressemitteilung finden Sie auf: www.monika-griefahn.de