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Pressemitteilung 15/2002
Dienstag, 2. Juli 2002
 
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21 Ziele für das 21. Jahrhundert: Die Nationale Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung für eine nachhaltige Entwicklung, Perspektiven für ein zukunftsfähiges Deutschland im 21. Jahrhundert
Monika Griefahn MdB referierte und diskutierte in Stelle

21 Indikatoren für das 21. Jahrhundert:

  1. Energie- und Rohstoffintensität
  2. Emissionen der 6 Treibhausgase des Kyoto-Protokolls
  3. Anteil erneuerbarer Energien am Energieverbrauch
  4. Zunahme der Siedlungs- und Verkehrsfläche
  5. Entwicklung der Bestände ausgewählter Tierarten
  6. Finanzierungssaldo des Staatssektors
  7. Investitionsquote
  8. Private und öffentliche Ausgaben für Forschung und Entwicklung
  9. Ausbildungsabschlüsse der 25jährigen u. Zahl der Studienanfänger
  10. Bruttoinlandprodukt
  11. Transportintensität u. Anteil der Bahn an der Güterverkehrsleistung
  12. Anteil des ökologischen Landbaus
  13. Schadstoffbelastung der Luft
  14. Zufriedenheit mit der Gesundheit
  15. Zahl der Wohnungseinbruchsdiebstähle
  16. Erwerbstätigenquote
  17. Ganztagsbetreuungsangebote
  18. Verhältnis der Bruttojahresverdienste von Frauen und Männern
  19. Zahl der ausländischen Schulabgänger ohne Hauptschulabschluss
  20. Öffentliche und private Ausgaben für die Entwicklungszusammenarbeit
  21. Einfuhren der EU aus Entwicklungsländern


Die Zahl der Schlüsselindikatoren wurde bewusst klein gehalten. Mit wenigen Kennziffern soll ein rascher Überblick über wichtige Entwicklungen ermöglicht werden.

Die Indikatoren sind mit konkreten - und wo sinnvoll und möglich - mit quantifizierten Zielen verknüpft. So soll etwa die Energieintensität bis 2020 gegenüber 1990 um rund die Hälfte reduziert werden. Das bedeutet, dass mit einer bestimmten Energiemenge im Jahr 2020 etwa doppelt soviel produziert werden kann wie 1990.

Beim Landschaftsverbrauch für Siedlungs- und Verkehrsflächen ist eine Verringerung von heute 130 Hektar pro Tag auf maximal 30 Hektar im Jahr 2020 vorgesehen.

Der Erforschung und Entwicklung neuer, innovativer Technologien kommt eine Schlüsselrolle für die Lebensqualität künftiger Generationen zu. In Deutschland wurden die Ausgaben für Forschung und Entwicklung in den letzten Jahren deutlich gesteigert, liegen aber mit ihrem Anteil von 2,46 Prozent am Bruttoinlandsprodukt immer noch niedriger als in den USA (2,64 Prozent) oder Japan (3,04 Prozent). Der Strategieentwurf strebt eine Erhöhung der privaten und öffentlichen Ausgaben für Forschung und Bildung auf rund 3 Prozent bis 2010 an.
Viele Menschen, die gerne erwerbstätig wären, werden daran durch fehlende Betreuungsmöglichkeiten für ihre Kinder gehindert. Während in den neuen Ländern ein insgesamt bedarfsdeckendes Angebot für Kinder bis zu 12 Jahren vorhanden ist, weisen die alten Länder deutliche Defizite auf. In der Gruppe der bis 3-Jährigen besteht für 2,2 Prozent, in der Gruppe der 3 bis 6-Jährigen für 16,3 Prozent und in der Gruppe der 6 bis 12-Jährigen für 3,4 Prozent der Kinder die Möglichkeit der Ganztagsbetreuung. Der Strategieentwurf sieht vor, dass bis 2010 der Anteil jeweils auf 30 Prozent erhöht wird. Hier sind vor allem Länder und Kommunen, aber z.B. auch Unternehmen gefragt.

Die Bundesregierung wird ihr Regierungshandeln an den Nachhaltigkeitszielen ausrichten und die strategischen Vorgaben in konkrete Politik umsetzen. Doch staatliches Handeln allein reicht nicht aus. Vielmehr ist aktives und eigenverantwortliches Handeln aller gesellschaftlichen Gruppen gefragt. Wirtschaft, Gewerkschaften, Kirchen und andere gesellschaftliche Gruppen, ja alle Bürgerinnen und Bürger müssen mitwirken, wenn das Nachhaltigkeitsprojekt Erfolg haben soll. Die Indikatoren sind Orientierungswerte für die staatlichen und gesellschaftlichen Akteure der Nachhaltigen Entwicklung.

 
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