21 Indikatoren für das 21. Jahrhundert:
- Energie- und Rohstoffintensität
- Emissionen der 6 Treibhausgase des Kyoto-Protokolls
- Anteil erneuerbarer Energien am Energieverbrauch
- Zunahme der Siedlungs- und Verkehrsfläche
- Entwicklung der Bestände ausgewählter Tierarten
- Finanzierungssaldo des Staatssektors
- Investitionsquote
- Private und öffentliche Ausgaben für Forschung und Entwicklung
- Ausbildungsabschlüsse der 25jährigen u. Zahl der Studienanfänger
- Bruttoinlandprodukt
- Transportintensität u. Anteil der Bahn an der Güterverkehrsleistung
- Anteil des ökologischen Landbaus
- Schadstoffbelastung der Luft
- Zufriedenheit mit der Gesundheit
- Zahl der Wohnungseinbruchsdiebstähle
- Erwerbstätigenquote
- Ganztagsbetreuungsangebote
- Verhältnis der Bruttojahresverdienste von Frauen und Männern
- Zahl der ausländischen Schulabgänger ohne Hauptschulabschluss
- Öffentliche und private Ausgaben für die Entwicklungszusammenarbeit
- Einfuhren der EU aus Entwicklungsländern
Die Zahl der Schlüsselindikatoren wurde bewusst klein gehalten.
Mit wenigen Kennziffern soll ein rascher Überblick über wichtige
Entwicklungen ermöglicht werden.
Die Indikatoren sind mit konkreten
- und wo sinnvoll und möglich - mit quantifizierten Zielen verknüpft.
So soll etwa die Energieintensität bis 2020 gegenüber 1990 um rund
die Hälfte reduziert werden. Das bedeutet, dass mit einer bestimmten
Energiemenge im Jahr 2020 etwa doppelt soviel produziert werden
kann wie 1990.
Beim Landschaftsverbrauch für Siedlungs-
und Verkehrsflächen ist eine Verringerung von heute 130 Hektar pro
Tag auf maximal 30 Hektar im Jahr 2020 vorgesehen.
Der Erforschung und Entwicklung
neuer, innovativer Technologien kommt eine Schlüsselrolle für die
Lebensqualität künftiger Generationen zu. In Deutschland wurden
die Ausgaben für Forschung und Entwicklung in den letzten Jahren
deutlich gesteigert, liegen aber mit ihrem Anteil von 2,46 Prozent
am Bruttoinlandsprodukt immer noch niedriger als in den USA (2,64
Prozent) oder Japan (3,04 Prozent). Der Strategieentwurf strebt
eine Erhöhung der privaten und öffentlichen Ausgaben für Forschung
und Bildung auf rund 3 Prozent bis 2010 an.
Viele Menschen, die gerne erwerbstätig wären, werden daran durch
fehlende Betreuungsmöglichkeiten für ihre Kinder gehindert. Während
in den neuen Ländern ein insgesamt bedarfsdeckendes Angebot für
Kinder bis zu 12 Jahren vorhanden ist, weisen die alten Länder deutliche
Defizite auf. In der Gruppe der bis 3-Jährigen besteht für 2,2 Prozent,
in der Gruppe der 3 bis 6-Jährigen für 16,3 Prozent und in der Gruppe
der 6 bis 12-Jährigen für 3,4 Prozent der Kinder die Möglichkeit
der Ganztagsbetreuung. Der Strategieentwurf sieht vor, dass bis
2010 der Anteil jeweils auf 30 Prozent erhöht wird. Hier sind vor
allem Länder und Kommunen, aber z.B. auch Unternehmen gefragt.
Die Bundesregierung wird ihr Regierungshandeln
an den Nachhaltigkeitszielen ausrichten und die strategischen Vorgaben
in konkrete Politik umsetzen. Doch staatliches Handeln allein reicht
nicht aus. Vielmehr ist aktives und eigenverantwortliches Handeln
aller gesellschaftlichen Gruppen gefragt. Wirtschaft, Gewerkschaften,
Kirchen und andere gesellschaftliche Gruppen, ja alle Bürgerinnen
und Bürger müssen mitwirken, wenn das Nachhaltigkeitsprojekt Erfolg
haben soll. Die Indikatoren sind Orientierungswerte für die staatlichen
und gesellschaftlichen Akteure der Nachhaltigen Entwicklung.