3. Sechsspuriger Ausbau der A 1
und A 7
Mit dem Programm "Bauen jetzt -
Investitionen beschleunigen" sollen u.a. mit dem Instrument der
Betreibermodelle durch die Beteiligung privater Investoren der 6-spurige
Ausbau von Autobahnen beschleunigt werden. Als möglicher Pilotabschnitt
ist der 73,9 Kilometer lange Streckenabschnitt der A 1 zwischen
Dreieck Buchholz und dem Bremer Kreuz mit einem Investitionsvolumen
von 1,03 Mrd. DM = 526,63 Mio. Euro. Der Ausbau stark belasteter
Autobahnabschnitte wird - auch angesichts der zu erwartenden Zunahme
der Verkehrsmengen im Güterverkehr - nicht zu vermeiden sein. Aus
dem Landkreis Soltau-Fallingbostel wird der Wunsch an mich herangetragen
und von mir unterstützt, dass auch der Streckenabschnitt der A 7
zwischen Anschlussstelle Soltau-Ost und dem Autobahndreieck Walsrode
für einen sechsspurigen Ausbau forciert vorgesehen werden sollte.
Wenn ich es recht sehe, ist diese Maßnahme im BVWP als Weiterer
Bedarf vorgesehen; es finden jedoch noch bisher keine Planungsaktivitäten
statt.
4. Verbesserter Lärmschutz an Autobahnen
Hier vor Ort besteht allerdings
insbesondere im Bereich der BAB 1-Anschlussstelle Nr. 45 "Hollenstedt"
das Bedürfnis nach einem verbesserten Lärmschutz; teilweise sind
schon Lärmschutzwände vorhanden. Gleiches gilt für die BAB 1-Anschlussstelle
Nr. 42 "Dibbersen", die aber nicht im besagten Streckenabschnitt
liegt. In diesem Bereich steht eine veränderte Anbindung der B 75
an die Autobahn an:
5. Bau der B 75 neu - Ortsumgehung
Dibbersen
Als ein großes Problem im Straßennetz
brennt vor allem den Buchholzern (Buchholz in der Nordheide) seit
Jahren und Jahrzehnten das Thema "Ortsumgehung Dibbersen" unter
den Nägeln. Buchholz in der Nordheide ist die größte Stadt im Kreisgebiet.
Mit den Jahren wurde der Verkehrsstrom immer größer, der Verkehrsfluss
immer zäher und die Situation immer unhaltbarer. Mit der Eröffnung
von Möbel-Kraft droht die Situation auf der B 75 zu eskalieren.
Dringend notwendig ist eine Ortsumgehung in Dibbersen. Leider konnten
sich die beteiligten Gemeinden in der Vergangenheit nicht auf eine
gemeinsame Trassenführung einigen, im Gespräch waren mehrere Ost-
und Westumgehungsvarianten. Die SPD-Fraktion im Buchholzer Stadtrat
hat jüngst einen konsensfähigen Vorschlag unterbreitet, wie die
Ortsumgehung effizient und Kosten sparend verwirklicht werden kann.
Der Rat der Stadt Buchholz hat am 13.12.2001 die Finanzierung der
Planungskosten bis zur Baureife beschlossen - auf eigenes Risiko.
Selbst wenn das Planfeststellungsverfahren noch nicht eingeleitet
ist, besteht dennoch von allen Seiten gesehener Handlungsbedarf
und die Notwendigkeit der Abstimmung mit einem später möglicherweise
anstehenden sechsspurigen Ausbau der A 1. Außerdem ist zwischen
den Gemeinden Rosengarten und Buchholz eine konsensfähige Trassenführung
gefunden. Die konkreten Planungen durch das Straßenbauamt Lüneburg
haben begonnen.
Leider konnte das Verkehrsprojekt
"B 75 neu - Ortsumgehung " wegen der fehlenden Baureife nicht beim
ZIP / Ortsumgehungsprogramm Berücksichtigung finden; die Baureife
wird durch die neuen Bedingungen im Jahre 2003 erreicht werden.
Ich werbe aufgrund der Verkehrsprobleme in Dibbersen dafür, das
Verkehrsprojekt "B 75 neu - Ortsumgehung Dibbersen" im neuen Bundesverkehrswegeplan
weiterhin vorrangig zu berücksichtigen.