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Pressemitteilung 04/2002
Donnerstag, 28. März 2002
 
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Stellungnahme zu verschiedenen Verkehrsprojekten im Rahmen der Planungen und Beratungen zur Überarbeitung des Bundesverkehrswegeplans

3. Sechsspuriger Ausbau der A 1 und A 7

Mit dem Programm "Bauen jetzt - Investitionen beschleunigen" sollen u.a. mit dem Instrument der Betreibermodelle durch die Beteiligung privater Investoren der 6-spurige Ausbau von Autobahnen beschleunigt werden. Als möglicher Pilotabschnitt ist der 73,9 Kilometer lange Streckenabschnitt der A 1 zwischen Dreieck Buchholz und dem Bremer Kreuz mit einem Investitionsvolumen von 1,03 Mrd. DM = 526,63 Mio. Euro. Der Ausbau stark belasteter Autobahnabschnitte wird - auch angesichts der zu erwartenden Zunahme der Verkehrsmengen im Güterverkehr - nicht zu vermeiden sein. Aus dem Landkreis Soltau-Fallingbostel wird der Wunsch an mich herangetragen und von mir unterstützt, dass auch der Streckenabschnitt der A 7 zwischen Anschlussstelle Soltau-Ost und dem Autobahndreieck Walsrode für einen sechsspurigen Ausbau forciert vorgesehen werden sollte. Wenn ich es recht sehe, ist diese Maßnahme im BVWP als Weiterer Bedarf vorgesehen; es finden jedoch noch bisher keine Planungsaktivitäten statt.

 

4. Verbesserter Lärmschutz an Autobahnen

Hier vor Ort besteht allerdings insbesondere im Bereich der BAB 1-Anschlussstelle Nr. 45 "Hollenstedt" das Bedürfnis nach einem verbesserten Lärmschutz; teilweise sind schon Lärmschutzwände vorhanden. Gleiches gilt für die BAB 1-Anschlussstelle Nr. 42 "Dibbersen", die aber nicht im besagten Streckenabschnitt liegt. In diesem Bereich steht eine veränderte Anbindung der B 75 an die Autobahn an:

 

5. Bau der B 75 neu - Ortsumgehung Dibbersen

Als ein großes Problem im Straßennetz brennt vor allem den Buchholzern (Buchholz in der Nordheide) seit Jahren und Jahrzehnten das Thema "Ortsumgehung Dibbersen" unter den Nägeln. Buchholz in der Nordheide ist die größte Stadt im Kreisgebiet. Mit den Jahren wurde der Verkehrsstrom immer größer, der Verkehrsfluss immer zäher und die Situation immer unhaltbarer. Mit der Eröffnung von Möbel-Kraft droht die Situation auf der B 75 zu eskalieren. Dringend notwendig ist eine Ortsumgehung in Dibbersen. Leider konnten sich die beteiligten Gemeinden in der Vergangenheit nicht auf eine gemeinsame Trassenführung einigen, im Gespräch waren mehrere Ost- und Westumgehungsvarianten. Die SPD-Fraktion im Buchholzer Stadtrat hat jüngst einen konsensfähigen Vorschlag unterbreitet, wie die Ortsumgehung effizient und Kosten sparend verwirklicht werden kann. Der Rat der Stadt Buchholz hat am 13.12.2001 die Finanzierung der Planungskosten bis zur Baureife beschlossen - auf eigenes Risiko. Selbst wenn das Planfeststellungsverfahren noch nicht eingeleitet ist, besteht dennoch von allen Seiten gesehener Handlungsbedarf und die Notwendigkeit der Abstimmung mit einem später möglicherweise anstehenden sechsspurigen Ausbau der A 1. Außerdem ist zwischen den Gemeinden Rosengarten und Buchholz eine konsensfähige Trassenführung gefunden. Die konkreten Planungen durch das Straßenbauamt Lüneburg haben begonnen.

Leider konnte das Verkehrsprojekt "B 75 neu - Ortsumgehung " wegen der fehlenden Baureife nicht beim ZIP / Ortsumgehungsprogramm Berücksichtigung finden; die Baureife wird durch die neuen Bedingungen im Jahre 2003 erreicht werden. Ich werbe aufgrund der Verkehrsprobleme in Dibbersen dafür, das Verkehrsprojekt "B 75 neu - Ortsumgehung Dibbersen" im neuen Bundesverkehrswegeplan weiterhin vorrangig zu berücksichtigen.

 
Diese Pressemitteilung finden Sie auf: www.monika-griefahn.de