Monika Griefahn, Mitglied des Deutschen Bundestages a. D.

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    25.06.2009

    Monika Griefahn im Gesprch: Interessante Themen in Neu Wulmstorf


    In Neu Wulmstorf machte Monika Griefahn am spten Nachmittag des 25. Juni gemeinsam mit Thomas Grambow vom SPD-Ortsverein Hausbesuche, danach fand die Diskussionsrunde „Monika Griefahn im Gesprch“ im Bistro des Seniorenheimes Pro Vita statt. Auch zwei Brger machten sich spontan auf zu dieser Veranstaltung, nachdem Monika Griefahn whrend der Hausbesuche kurz mit ihnen gesprochen hatte. Von den Gsten wurden nicht nur Bundestagsthemen, sondern zustzlich viele kommunale Bereiche angesprochen. Daher war es gut, dass die Gemeinderatsfraktion und der Ortsverein gut vertreten waren, um zustzliche Informationen geben zu knnen. So wurde von zwei Vereinen Kritik daran gebt, auf dem Marktplatz fr ihre ehrenamtlich organisierten Flohmrkte Gebhren an die Kommune und den Besitzer des Platzes zahlen zu mssen. „Wir geben doch den Erls weiter. Darum machen wir es ja. aber wenn wir dann 240 Euro zahlen mssen, knnen wir es gleich lassen.“ Hier sind die kommunalen Vertreter in Neu Wulmstorf gefordert.

    In der Diskussionsrunde. Links neben Monika Griefahn: Tobias Handtke, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Neu Wulmstorf

    Im Fokus der kommunalen Themen standen ebenso der Bau eines Golfplatzes mit Hotels in einem Landschaftsschutzgebiet bei Elstorf und die knftige zivile Nutzung eines ehemaligen Militrgelndes. „Wird da etwas fr alle Menschen gemacht oder nur fr die Reichen?“, wollte ein Mitglied eines Fahrradclubs erfahren. „Es bestehen viele Wnsche fr die Nutzung des Gelndes.“ Hier konnte Uwe Gudowius, der Fraktionsvorsitzende des Gemeinderates Aufklrung beisteuern. Von Hans Weber, dem Vorsitzenden des TSV Elstorf, erfuhr die Gesprchsrunde, dass rund ein Drittel der Elstorfer Bevlkerung in dem Sportverein organisiert ist. „Die Hallenkapazitt hlt dem Bevlkerungszuwachs aber nicht stand, daher wird viel Platzsport betrieben.“ Jetzt soll ein Jugendzentrum nach Elstorf kommen. Hier wnscht man sich eine Kooperation von Jugendpflege und Vereinswesen.

    Die Vorsitzende des Kinderspielkreises Neu Wulmstorf forderte mehr Anerkennung fr Spielkreise. „Spielkreise sollten die gleiche Wertigkeit erhalten wie andere Kindertagessttten“, bat sie Monika Griefahn um Untersttzung. „Es wird nicht nur gespielt, wie viele denken, sondern es wird ebenso pdagogisch gearbeitet.“ Monika Griefahn zeigte Verstndnis. Sie habe schon viele Anliegen an das Land weitergeleitet und werde sich auch hierfr einsetzen, versprach sie.

    Den Courage e.V., der das Mehrgenerationenhaus in Neu Wulmstorf betreibt, hat andere Sorgen: Die Anschubfinanzierung ber Bundes- und EU-Programme luft nur ber fnf Jahre. „Und was kommt dann? Es wird schwierig, dann auf eigenen Fe zu stehen.“ Monika Griefahn wurde gebeten, auf Bundesebene einmal nachzuhaken, „ob es nicht noch eine weitere Frderung ber den Bund geben knnte, wie auch immer geartet“. Zurzeit ist der Verein Courage e.V. dabei, ber das Mehrgenerationenhaus eine Freiwilligenagentur aufzubauen, Fr Interessenten liegt in der Bcherei bereits eine Liste aus.

    Fr das DRK war die Frage der Fhrerscheine fr das Fahren schwerere Einsatzfahrzeuge bis 7,5 to wichtig. Die nderung der Fahrerlaubnis-Verordnung stammt zwar schon aus dem Jahr 1998, schlgt inzwischen aber voll durch bei den Feuerwehren und Hilfsorganisationen, da die Fhrerscheininhaber der lteren Generation, die mit ihrem „normalen“ Fhrerschein solche Fahrzeuge fahren durften, inzwischen mehr und mehr aus dem aktiven Dienst ausscheiden. Seit dem Jahr 1998 muss ein zustzlicher Fhrerschein dafr erworben werden, was mit erheblichen Kosten verbunden ist. Hier informierte Monika Griefahn ber die aktuelle Diskussion im Bundestag, um fr dieses Problem der Hilfsorganisationen eine gesetzliche Lsung zu finden. Sie wird das DRK auf dem Laufenden halten.

    Thema war auch die Breitbandversorgung im lndlichen Raum. „Da gibt es nmlich noch viel zu viele weie Flecken in der Informationstechnologie. Ein klarer Standortnachteil.“ Auch in Neu Wulmstorf werden bei ffentlichen Baumanahmen inzwischen gleich Leerrohre mit verlegt, um spter Glasfaserkabel aufnehmen zu knnen.

    Die Strkung des Ehrenamtes war ein wichtiges Thema. „Es wird heute immer schwerer, Menschen fr ehrenamtliche Arbeit zu gewinnen“, wurde moniert. „Wenn Leute heute schon vielfach zwei Jobs und wechselnde Arbeitszeiten haben, kann man sich nicht auch noch ehrenamtlich engagieren.“ Und es wurde auch die Frage gestellt: „Was macht hier der Bund?“ Monika Griefahn erinnerte an zahlreiche Manahmen von „Hilfen fr Helfer“, die vom Bundestag auf den Weg gebracht wurden, um Helfer steuerlich zu entlasten. „Aber wir brauchen auch eine gesellschaftliche Debatte. Zum Beispiel ob es tatschlich notwendig ist, zu jeder Zeit einkaufen gehen zu knnen.“

    Von Seiten des DRK wurde moniert, dass Mitglieder heute ihren Jahresurlaub nehmen mssten, um im Katastrophenschutz fortgebildet werden zu knnen. Hier gebe es auch Unterschiede in der Anerkennung solcher Manehmen, wurde informiert: In Niedersachsen wird so etwas anerkannt, aber wer in Hamburg ttig ist, hat Pech: hier wird es nicht anerkannt. „Hierfr msste es Fortbildungsurlaub geben, einheitlich fr alle Lnder“, stimmte Monika Griefahn zu und wird diese Forderung mit nach Berlin nehmen.

    Tobias Handtke, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins, forderte auch eine gesellschaftliche Debatte zur Kinderbetreuung: „Die Arbeitszeiten haben sich heute schon so verndert, dass praktisch eine Kinderbetreuung rund um die Uhr ermglicht werden muss.“ Thema war auch der erste Spatenstich fr den Bau der B3 neu und die Frage, ob berhaupt noch ein drittes Gleis auf der Bahnstrecke bentigt wird. „Es gibt ngste, dass es mehr Lrm geben wird. Wie sieht es mit Lrmschutzmanahmen aus?“ Hier versprach Monika Griefahn Klrung. Auch in Neu Wulmstorf zeigte sich einmal mehr, dass viele SPD-Mitglieder zustzlich in Vereinen und Organisationen engagiert sind, so wie die 1. Vorsitzende und ihr Stellvertreter vom SoVD, oder auch im Bereich des Sports oder Elternvertretung.