Monika Griefahn, Mitglied des Deutschen Bundestages a. D.

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Auf dieser Internetseite finden Sie Informationen über meine Arbeit als Bundestagsabgeordnete (1998 bis Oktober 2009)

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    29.06.2009

    Monika Griefahn im Gesprch in Winsen

    Rume fr ehrenamtliche Aktivitten fehlen


    „Rume fr uns fehlen im ffentlichen Raum“, waren sich Kulturschaffende und Selbsthilfegruppen einig. Mal eine kleine Lesung, eine Kulturveranstaltung, mal ein Treffen einer Selbsthilfegruppe, ein Vortrag. „Uns fehlen fr uns kostenlos zu nutzende Veranstaltungsrume in Winsen“, beklagten sich ehrenamtlich Ttige bei Monika Griefahn whrend einer Diskussionsrunde „Monika Griefahn im Gesprch“ im Winsener Hotel-Restaurant „Martin“ ber eine mangelnde infrastrukturelle Untersttzung. Raummiete aufzubringen sei in vielen ehrenamtlichen Bereichen nicht mglich, hie es.

    Vertreterinnen des SoVD wiesen auf Schwierigkeiten im sozialen Bereich hin, besonders fr Menschen mit Behinderungen; das Armutsrisiko sei gestiegen und nicht alle bekmen die notwendigen Chancen und Untersttzung. Viele soziale Notlagen seien ohne Untersttzung nicht zu bewltigen. Kritisiert wurde auch die Ungleichbehandlung von Kassen- und Privatpatienten in zahlreichen Arztpraxen. „Als Kassenpatient muss ich ein halbes Jahr auf einen Termin warten, aber als Privatpatient kann ich am gleichen Tag kommen.“ Um solche Probleme zu umgehen, hatte sich Monika Griefahn die Einfhrung einer Brgerversicherung gewnscht, „wo alle gleich sind. Als Schritt in die richtige Richtung bewerte ich, dass Privatversicherungen inzwischen jeden aufnehmen mssen“, stellte Monika Griefahn klar.

    Sorgen bereitet ebenso eine gesicherte rztliche Versorgung im lndlichen Raum, auch mit Fachrzten. Hier zeigte es sich, dass ganz besonders Rheumapatienten betroffen sind. „Auf einen Termin beim Rheumatologen muss man ein Jahr warten, weil es so wenige gibt. Dabei sollte eine schnellstmgliche Versorgung eintreten“, hie es von Seiten der Rheumaliga. Dabei sind Rheumapatienten durchaus keine kleine Gruppe, denn es gibt rund 9 Millionen Rheumakranke in Deutschland; 420 davon gehren der Rheumaliga in Winsen an. Als chronisch erkrankte Menschen haben sie Angst, dass ihre Versorgung noch schlechter wird. Als ungerechtfertigt wird die Beschrnkung eines verordneten Funktionstrainings auf zwei Jahre angesehen: „Denn auch nach zwei Jahren ist man immer noch chronisch krank.“(Nach dem Abend in Winsen hat Monika Griefahn im Gesundheitsministerium nachgefragt. Die parlamentarische Staatssekretrin Caspers-Merk machte klar, dass die Krankenkassen die Spielrume htten, auch Training der Rheumaliga im Rahmen der Selbsthilfeuntersttzung zu finanzieren.)

    In Winsen wurde in groer Runde engagiert diskutiert; Blick auf einige Teilnehmer.

    In der Diskussion thematisiert wurden auch die Bereiche Bildung und berufliche Chancen von Frauen. Immer mehr Schwierigkeiten, Referenten zu gnstigen Bedingungen engagieren zu knnen, haben die Landfrauen. Hier wren sie dankbar fr Untersttzung. Die Landfrauen setzen sich aktiv dafr ein, dass Hauswirtschaft wieder an Schulen vermittelt wird. „Dann wird dort auch der Umgang mit Lebensmitteln gelernt.“ Hier sei Bedarf vorhanden, erluterten sie in der Diskussionsrunde mit Monika Griefahn und ernteten groe Zustimmung. Thema in der Gesprchsrunde war auch das Ansehen des Ehrenamtes in der Gesellschaft. „Ehrenamt sollte so stattfinden, dass man da nicht noch Geld mitbringen muss“, lautete ein Wunsch ehrenamtlich Ttiger. Der Einsatz einer Ehrenamtskarte wurde als zu brokratisch angesehen. Voraussetzung sei, um in deren Genuss zu kommen, dass man fnf Stunden in der Woche ehrenamtlich ttig ist. „Aber wie soll ich denn das beweisen?“, hie es.

    Mitglieder des Kreis-Chorverbandes informierten ber eine neu gegrndete „Kontaktstelle Musik“, die der Vernetzung von zum Beispiel Chren, Musikvereinen und auch Kindertagessttten dienen soll. In zahlreichen Kitas sind „Singpaten“ aus Chren im Einsatz, „denn das Singen ist wichtig zum Ausbilden der Stimme von Kindern“. Auch in Grundschulen sind Mitglieder des Kreis-Chorverbandes im Einsatz, was noch intensiviert werden soll. „Hier fllen wir Lcken, vor allem im Fach Musik.“ Es werden auch Instrumente vorgestellt, um Interesse bei den Kindern dafr zu wecken. Sorgen bereitete dem Kreis-Chorverband die aktuelle Lehrerausbildung fr den Grundschulbereich: Statt „Musik“ wird jetzt „sthetik“ vermittelt wurde informiert. An Monika Griefahn wurde die Bitte gerichtet, sich hier wieder fr eine Musikausbildung stark zu machen.