Monika Griefahn, Mitglied des Deutschen Bundestages a. D.

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    08.07.2009

    Monika Griefahn im Gesprch in Tostedt

    Stellenwert des Ehrenamtes und Jugendfrderung


    Die Veranstaltung in Tostedt war sehr gut besucht. Links neben Monika Greifahn der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins, Reinhard Riepshoff, und der Vorsitzende des SPD-Unterbezirks, der Tostedter Klaus-Dieter Feindt

    In der Diskussion zeigte sich schnell in der Diskussion, dass es in Tostedt zwei groe Verkehrsprobleme gibt: Den Zugverkehr nach Hamburg in berfllten Metronom-Zgen und den Umleitungsverkehr fr die A 1, der ber die B 75 mitten durch Tostedt gefhrt wird. „Es gab eine Brgerversammlung in Tostedt, bei der man das absolute Desinteresse des Betreiberkonsortiums an diesem Thema gesehen hat“, wurde geklagt. „Die Betreibergesellschaft kassiert die Maut, aber das Verkehrsproblem wird auf die Anrainerkommunen verlagert“, lautete die Kritik. „Dieser starke Lkw-Verkehr ist der Bevlkerung auf gar keinen Fall bis zum Jahr 2012 zuzumuten.“ Es fehlen andere offizielle Umleitungsempfehlungen.

    In der Kommune Scheeel, die in hnlicher Situation sei, werde im Jahr 2011 eine Umleitungsstrae gebaut. Auch in Tostedt werde bereits seit 20 Jahren fr eine Ortsumgehung gekmpft, wurde argumentiert. Monika Griefahn sagte zu, bei dem Treffen mit Staatssekretr Achim Gromann aus dem Bundesverkehrsministerium im Rahmen der Grundsteinlegung fr die B3 neu auf dieses Thema hinzuweisen. Unmittelbar nach dem Treffen in Tostedt konnte sie dieses Vorhaben in die Tat umsetzen und berreichte dem Staatssekretr zustzlich eine schriftliche Zusammenfassung.

    Wegen der Klagen ber zu volle Metronom-Zge hatte Monika Griefahn bereits mit Gromann gesprochen, wie sie berichtete, denn es fehlen zwischen Harburg und Hamburg Hauptbahnhof „Gleise ber Gleise“, eine Brcke, damit der Personenverkehr nicht angehalten werden muss, wenn ein Gterzug passieren will. Mit der zustndigen Hamburger Senatorin Anja Hajduck will Monika Griefahn deshalb ein Gesprch fhren, damit das Bauwerk beantragt werden kann. Staatssekretr Gromann hat Monika Griefahn zugesagt, dass das Bundesverkehrsministerium sich dann zgig dieser Angelegenheit annehmen wird.

    Von Seiten der ehemaligen 1. Vorsitzenden des DRK Tostedt sie hatte dieses Amt 37 Jahre inne wurde die Geringschtzung des Ehrenamtes moniert. Wenn die Freiwillige Feuerwehr Wnsche htte, wrden sie gleich erfllt, aber beim DRK sei es trotz der allgemeinen Akzeptanz schwierig. „Immer wenn es konkret wird, ist das dann eine freiwillige Leistung.“ Man wisse nie, ob finanzielle Untersttzung auch im nchsten Jahr flieen wrde. „Wir mchten mehr Akzeptanz, mehr Sicherheit.“ Von Klaus-Dieter Feindt von der rtlichen SPD wurde darauf hingewiesen, dass die Feuerwehr eine Pflichtaufgabe der Kommunen sei und die anderen Wnsche tatschlich freiwillige Leistungen seien, deren Realisierung in Zeiten knapper Kassen immer schwieriger werde. Man sei aber bemht, auch das DRK zu untersttzen und er fgte hinzu: „Wenn es diese Menschen nicht gbe, msste man sie erfinden.“ Tamara Boos-Wagner vom rtlichen Gemeinderat wrde gerne viele freiwillige Aufgaben auch als Pflichtaufgaben eingestuft sehen.

    Monika Griefahn wurde nach dem Stellenwert des Ehrenamtes in der Politik gefragt: „Ist das in Deutschland auch ein Thema fr die SPD?“ Die Antwort von Monika Griefahn kam spontan: „Selbstverstndlich! Im Rahmen der Enquete-Kommission zur Frderung des ehrenamtlichen Engagements hat sich die SPD stark eingebracht und es war besonders der Finanzminister Peer Steinbrck von der SPD, der fr Erleichterungen fr Ehrenamtliche im Steuergesetz den Weg frei gemacht hat.“ Auch im Stiftungsrecht habe es Vereinfachungen gegeben, was zum Beispiel fr Brgerstiftungen wichtig sei. „Der Katalog der Wnsche und Plne ist noch nicht abschlieend abgearbeitet. Aber es gibt einen Unterausschuss, der sich nur mit der Abarbeitung dieses Themas beschftigt.“

    Von Seiten der Landfrauen wurde angemerkt, dass es sinnvoll seit, jeder Verein knne dahin kommen, den ehrenamtlich Ttigen eine Entschdigung ihres Aufwandes zu zahlen. „Oftmals muss man fr ehrenamtliche Arbeit noch selber Geld mitbringen“, hie es von anderer Seite in der Diskussion. Die Landfrauen pldieren fr die Wiedereinfhrung eines Schulmilchprogramms, um ein gesundes Getrnk zu bieten. Dieser Wunsch stie bei einem anwesenden Jugendlichen allerdings nicht auf groe Gegenliebe. „Die Menschen mssten mehr ber gesunde Ernhrung informiert werden, wie man am Beispiel Analogkse sieht“, hie es von den Landfrauen. „Hier ist eine klare Kennzeichnung notwendig.“ Die Landfrauen setzen sich ber Projekte in Schulen bereits fr gesunde Ernhrung und Informationen ber Nahrungsmittel ein.

    Die Landjugend Wistedt bemngelte, dass es fr junge Leute zu wenig Frderung gebe. „Die Aufmerksamkeit der Kommune geht eher dahin, Auflagen fr Veranstaltungen zu machen, Hrden aufzubauen und Kosten zu verursachen.“ Es wre gut, wenn es auf Frderung von Jugendarbeit einen Anspruch gbe. Hier hatten die jungen Leute Monika Griefahn auf ihrer Seite: „Das ist eine wichtige Aufgabe, Jugendliche zu strken. Hierfr muss eine Stimmung, eine Kultur geschaffen werden.“ Klaus-Dieter Feindt erklrte, angesichts der aktuellen Entwicklung in Tostedt msse man berlegen, ob das bestehende Konzept der Jugendarbeit mit dem Haus der Jugend das richtige Instrument sei.