Monika Griefahn, Mitglied des Deutschen Bundestages a. D.

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Auf dieser Internetseite finden Sie Informationen über meine Arbeit als Bundestagsabgeordnete (1998 bis Oktober 2009)

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On this website you find information about my work as member of parliament (1998 - Oct. 2009)

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    24.09.2009

    Die Erststimme entscheidet!


    Seit Juni habe ich an fast 4000 Tren im Landkreis Harburg geklingelt und Hausbesuche gemacht. Etwa die Hlfte der Menschen war zu Hause und mit vielen habe ich lange Gesprche gefhrt. Den Satz „Ich gehe nicht mehr whlen“ habe ich dabei auch gehrt. Er erschreckt mich, denn was wrden Menschen manch anderer Lnder dafr geben, berhaupt gefahrlos demokratisch whlen zu drfen. Das Wahlrecht sollte jeder als Brgerpflicht begreifen.

    Das Argument, es gebe keine Unterschiede zwischen Politikern, stimmt gerade bei uns im Landkreis Harburg nicht. Wie viele Unterschiede es allein zwischen mir und meinem Mitbewerber von der CDU gibt, zeigt der Wahlomat fr den Landkreis Harburg. Sie knnen unter www.griefahn.de/wahlomat selbst testen, mit wem von uns Sie mehrheitlich bereinstimmen. Und Sie werden sehen, dass eine vllig andere Politik dabei herauskommt, je nachdem, wer von uns in Berlin vertreten sein wird.

    Dass ich selbst wieder im nchsten Bundestag vertreten sein werde, ist nicht sicher. Ich kann meine Arbeit im Bundestag nur fortsetzen, wenn ich direkt gewhlt werde. Der Kandidat mit dem besten Erststimmenergebnis bekommt das Mandat. Die anderen sind raus, es sei denn, sie sind ber die Landesliste (Zweitstimme) abgesichert und kommen - wie bei uns die Kandidaten von CDU, Linke und FDP - auch ohne Erststimmen wieder in den Bundestag. Im Landkreis Harburg und in fast allen anderen Wahlkreisen entscheidet sich das Rennen um das Direktmandat zwischen dem CDU- und SPD-Kandidaten, so dass die Erststimme fr einen Vertreter der kleineren Parteien ein verschenktes Kreuz ist. In mehreren Orten in Deutschland haben darum beispielsweise Kandidaten der Grnen angekndigt, mit ihrer Erststimme den SPD-Kandidaten zu whlen, um nicht faktisch der CDU zu helfen.

    Ich habe viel vor in der kommenden Legislaturperiode: Neue gesellschaftliche Entwicklungen rufen nach Antworten. Eine kostenlose Bildung von der Krippe bis zur Uni, klare Regeln fr die internationalen Finanzmrkte, ein konsequenter Ausstieg aus der Atomenergie und eine deutliche Frderung der erneuerbaren Energien, eine gute wohnortnahe Pflege, ein leistungsfhiger ffentlicher Personennahverkehr. So stelle ich mir die Gesellschaft vor. Ich arbeite in der Politik, weil noch lange nicht alles erreicht ist, wofr es sich zu kmpfen lohnt. Und darum gehe ich whlen. Bitte nutzen auch Sie Ihr Wahlrecht und bitten Sie Ihre Freunde, Bekannten und Nachbarn, am Sonntag ebenfalls zur Wahl zu gehen.