Monika Griefahn, Mitglied des Deutschen Bundestages a. D.

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Auf dieser Internetseite finden Sie Informationen über meine Arbeit als Bundestagsabgeordnete (1998 bis Oktober 2009)

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    28.05.2009

    Initiative Musik stellt Planung vor

    Spielstttenfrderung soll im Herbst kommen


    Anlsslich des Besuchs von Prof. Dieter Gorny, Aufsichtsratsvorsitzender der Initiative Musik, und Ina Kessler, Geschftsfhrerin der Initiative Musik, im Kulturausschuss des Deutschen Bundestages erklrt die kultur- und medienpolitischen Sprecherin der SPD-Fraktion Monika Griefahn:

    Die Initiative Musik hat in ihrer bisherigen Arbeit zahlreiche Knstlerinnen und Knstler aus den Bereichen Rock, Pop und Jazz gefrdert. Damit hat sie Nachwuchskarrieren untersttzt und die Musiklandschaft in Deutschland bereichert. Bei der Infrastrukturfrderung konnten wichtige Projekte realisiert werden, weitere stehen an. Die Untersttzung von Spielsttten und dabei gerade der Spielstttenprogrammpreis, der vom Deutschen Bundestag fr den Bereich der Live-Musik mehrfach gefordert wurde, gehren dabei zu den wichtigsten Vorhaben. Wir begren die Entscheidung des Aufsichtsrats, diese Programme noch in 2009 umzusetzen. Preise fr besonders gutes Programm sind eine wichtige Anerkennung und Untersttzung der in vielen Fllen ehrenamtlich geleisteten Spielstttenarbeit.

    Bei dem Gesprch im Ausschuss wurde erneut deutlich, dass eine Anreizfrderung des Bundes fr populre Musik nur dann erfolgreich und nachhaltig wirken kann, wenn sich auch Lnder und Kommunen noch strker engagieren. Besonders in der Flche, beispielsweise bei kleineren Spielsttten, geht von solch einem Engagement wichtige Strahlkraft aus. Eine breite Musikpraxis schafft gerade bei jungen Menschen wertvolle Kreativitt, Identitt und lokale Bindung. Dies zu frdern muss gemeinsames Interesse aller politischer Ebenen sein. Wir wnschen uns, dass die Lnder und Kommunen diese Potentiale noch strker bercksichtigen und die Kompetenzen und Mittel der Initiative Musik dafr nutzen.

    Kritisch sehen wir die bislang leider nur halbherzige finanzielle Beteiligung der Musikwirtschaft, der GEMA und der GVL an dem Budget der Initiative Musik. Die bereitgestellten 360.000 Euro stehen in keinem angemessenen Verhltnis zu den 1,5 Millionen, die der Bund aufbringt. Eine langfristige Weiterfhrung oder gar Intensivierung des bundeskulturpolitischen Engagements bleibt nur dann sinnvoll, wenn das Interesse der Musikindustrie an der Frderung gerade ihres eigenen Nachwuchses sowie der Infrastruktur auch finanziell noch deutlicher wird.