Monika Griefahn, Mitglied des Deutschen Bundestages a. D.

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Auf dieser Internetseite finden Sie Informationen über meine Arbeit als Bundestagsabgeordnete (1998 bis Oktober 2009)

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    24.10.2007

    SPD will Kultur- und Kreativwirtschaft strken!


    Anlsslich der heutigen 2./3. Lesung des Antrages „Kulturwirtschaft als Motor fr Wachstum und Beschftigung strken“ (BT-Drs. 16/5110) erklren die Sprecherin fr Kultur und Medien der SPD-Bundestagsfraktion Monika Griefahn, MdB und der Berichterstatter, Siegmund Ehrmann, MdB:

    Die Kultur- und Kreativwirtschaft ist ein starker Wachstumsmarkt mit groer konomischer Dynamik. Doch gleichzeitig ist die soziale Lage vieler KnstlerInnen und Kreativer sehr angespannt. Bei der Strkung der Kultur- und Kreativwirtschaft sind wir deswegen in der Pflicht dafr zu sorgen, dass die Chancen insbesondere fr die vielen Selbstndigen und Freiberufler im Kultursektor verbessert und soziale Risken verringert werden.

    Die Frderung muss sich insbesondere an den Klein- und Kleinstunternehmen ausrichten, die ber 80 Prozent der Unternehmen in der Kultur- und Kreativwirtschaft ausmachen. Sie sind der Motor der Branche. Wirtschaftspolitische Instrumente wie die Messe- und Auenwirtschaftsfrderung sollten auch fr Knstlerisch-Kreative zugnglich gemacht und die Existenzfrderung durch Klein-Kredite ber die Kreditanstalt fr Wiederaufbau (KFW) erleichtert werden. Gleichzeitig mssen wir helfen, die soziale Sicherung von Knstlern und Kreativen speziell bei der Altervorsorge zu stabilisieren.

    Ein wesentlicher Faktor fr den wirtschaftlichen Erfolg der Kultur- und Kreativbranche ist die ffentliche Kulturfrderung. Hier knnen wir Anreize geben, die sich vielfach wieder auszahlen. Ohne das flchendeckende Netz von Musikschulen wrde die Musikwirtschaft beispielsweise auf viele Knstlerinnen und Knstler aus Deutschland verzichten mssen. Knstlerische Ausbildung und kulturelle Bildungsangebote haben den Berufswunsch vieler Kreativer geprgt. Deshalb mssen wir zum einen weiter die kulturelle Bildung beispielsweise in Ganztagsschulen strken und zum anderen ber die Ausbildung hinaus Knstlern und Kreativen auch eine berufliche Perspektive bieten. Diesem Anspruch trgt der Antrag zu Kultur- und Kreativwirtschaft Rechnung, der die Gemeinsamkeiten von ffentlicher Kulturfrderung und erwerbswirtschaftlicher Kultur- und Kreativwirtschaft deutlich herausstellt.

    Der parlamentarische Antrag war der Anfang der bundespolitischen Initiative. Der Deutsche Bundestag erhlt im Dezember den Abschlussbericht der Enquete-Kommission „Kultur in Deutschland“, die sich intensiv mit der Kultur- und Kreativwirtschaft befasst hat und dazu Handlungsempfehlungen abgeben wird. Dem werden dann weitere Initiativen folgen.