Monika Griefahn, Mitglied des Deutschen Bundestages a. D.

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    07.03.2008

    Jetzt den Bau der Waldschlsschenbrcke stoppen

    Monika Griefahn: Welterbetitel erhalten


    Anlsslich der Ankndigung, das Dresdner Elbtal werde seinen Weltkulturerbetitel verlieren, erklren die Sprecherin der Arbeitsgruppe fr Kultur und Medien, Monika Griefahn MdB und der zustndige Berichterstatter der SPD-Bundestagsfraktion, Steffen Reiche MdB:

    Wir fordern das Dresdner Regierungsprsidium nachdrcklich auf, den Bau der geplanten Waldschlsschenbrcke zu stoppen. Die schsische Landesregierung soll sich endlich ernsthaft um einen Kompromiss fr eine Elbquerung bemhen, der den Anforderungen der Weltkulturerbekonvention gerecht wird. Die gestrige Ankndigung des UNESCO-Welterbekomitees, Dresden werde seinen Weltkulturerbetitel bei Umsetzung der bisherigen Plne verlieren, lsst an Deutlichkeit nichts zu wnschen brig. Jedes weitere Betreiben des jetzigen Projekts muss nun als ein vorstzlicher Akt angesehen werden, der dazu dient, Deutschlands internationalem Ansehen als Kulturnation Schaden zuzufgen.

    Die Kompromissvorschlge liegen vor, es existiert die ausdrckliche Zusicherung aus dem Bundesbauministerium, sich als Bund an der Finanzierung der Mehrkosten fr einen Elbtunnel zu beteiligen.

    Anstatt sich ber dieses Angebot zu verstndigen, war das Dresdner Regierungsprsidium in den letzten Wochen vielmehr bemht, durch juristische Winkelzge ein erneutes Brgerbegehren der Dresdner fr eine einvernehmliche Lsung in Frage zu stellen. Wer sich in seinem Handeln strikt auf einen Entscheid der Brgerinnen und Brger fr eine Waldschlsschenbrcke beruft, muss zur Kenntnis nehmen knnen, dass sich das Meinungsbild in Dresden offenbar gewandelt hat. Eine groe Zahl der Brgerinnen und Brger wollen dieser Stadt wollen den Status als Weltkulturerbe erhalten sehen. Das ist nur mit einer anderen Elbquerung mglich. Diese Tatsache auszublenden und stur eine vielfach kritisierte Brckenvariante Wirklichkeit werden zu lassen, zeugt von einem mangelnden Demokratieverstndnis. Dafr mag die Brcke dann ein Denkmal sein. Sie wird in Stein gehauenes Zeugnis fr die erste europaweite Aberkennung eines Weltkulturerbetitels und das ausgerechnet in der selbsternannten Kulturmetropole Dresden. Der Schaden fr alle Beteiligten ist offensichtlich.

    Wir verspielen Vertrauen und man wird uns weniger trauen!