Monika Griefahn, Mitglied des Deutschen Bundestages a. D.

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Auf dieser Internetseite finden Sie Informationen über meine Arbeit als Bundestagsabgeordnete (1998 bis Oktober 2009)

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    09.04.2008

    Beschluss ber Sichtbares Zeichen

    Bundeskabinett setzt Koalitionsvereinbarung um


    Zur Vorstellung der vom Bundeskabinett beschlossenen Konzeption fr das „Sichtbare Zeichen gegen Flucht und Vertreibung“ im Ausschuss fr Kultur und Medien durch den Beauftragten der Bundesregierung fr Kultur und Medien, Staatsminister Bernd Neumann, erklren die Sprecherin der Arbeitsgruppe Kultur und Medien, Monika Griefahn MdB, und der zustndige Berichterstatter der SPD-Bundestagsfraktion, Markus Meckel MdB:

    Mit dem Beschluss des Bundeskabinetts ber die Konzeption wird ein wichtiger Schritt bei der Umsetzung eines schwierigen Themas innerhalb der Groen Koalition vollzogen. Dabei trgt die SPD einen mageblichen Anteil daran, dass es zu der vorliegenden Lsung gekommen ist, die auch von den europischen Nachbarn akzeptiert werden kann. Insbesondere im Verhltnis zu Polen war es uns sehr wichtig, auf Bedenken und Vorbehalte einzugehen und diese zu bercksichtigen.

    Im Ergebnis beinhaltet die Konzeption die uns wichtigen Eckpunkte, die eine Umsetzung des Sichtbaren Zeichens als ein Zeichen zur gesellschaftlichen und historischen Aufarbeitung von Zwangsmigration, Flucht und Vertreibung ermglichen. Das Sichtbare Zeichen ist damit nicht die Umsetzung des vom Bund der Vertriebenen geforderten „Zentrum gegen Vertreibung“. Das Sichtbare Zeichen ist das klare Bekenntnis der SPD, an diesen Teil europischer Geschichte im historischen Kontext zu erinnern und im Geiste der Vershnung fr die nachfolgenden Generationen zu dokumentieren.

    In der Umsetzung des Beschlusses des Bundeskabinetts wird das Sichtbare Zeichen als eine unselbststndige Stiftung in ffentlicher Trgerschaft unter dem Dach des Deutschen Historischen Museums eingerichtet. Die historischen Zusammenhnge von Flucht und Vertreibung vor dem Hintergrund des vom nationalsozialistischen Deutschland entfesselten Zweiten Weltkrieges werden verbunden mit dieser Geschichte dargestellt und dokumentiert. Mit einer internationalen Konferenz und der Beteiligung von internationalen Experten im wissenschaftlichen Beirat wollen wir die Perspektiven unserer Nachbarlnder einbinden und die Grundlage der Dauerausstellung, die Ausstellung „Flucht, Vertreibung, Integration“ der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, weiterentwickeln. Begleitet wird die Ausstellung durch Dokumentation und Information.

    Ergnzend zu dieser Ausstellung, bei der der Gedanke der Vershnung im Vordergrund steht, wird es weitere gemeinsame Projekte insbesondere mit Polen geben, um die begonnene vertrauensvolle Zusammenarbeit auch bei weiteren historischen Fragen fortzusetzen. Es ist uns wichtig, diese schwierigen und leidensreichen Kapitel europischer Geschichte gemeinsam mit unseren europischen Nachbarn zu beschreiben und zu erlernen.