Monika Griefahn, Mitglied des Deutschen Bundestages a. D.

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Auf dieser Internetseite finden Sie Informationen über meine Arbeit als Bundestagsabgeordnete (1998 bis Oktober 2009)

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    27.05.2008

    Denkmal fr verfolgte Homosexuelle wird eingeweiht

    Auseinandersetzung mit Homophobie bleibt dauerhafte Aufgabe


    Zur heutigen Einweihung des Denkmals fr die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen erklren die Sprecherin der Arbeitsgruppe Kultur und Medien der SPD-Bundestagsfraktion, Monika Griefahn MdB und einer der Initiatoren fr das Denkmal, Johannes Kahrs MdB:

    Die Auseinandersetzung mit Intoleranz, Feindseligkeit und Ausgrenzung gegenber Homosexuellen muss bestndig gefhrt werden. Das Denkmal fr die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen verdeutlicht diesen dauernden Prozess in besonderer Weise. Durch die im Denkmal nach zwei Jahren wechselnde Filmprojektion (Mnner/Frauen) wird die Debatte um die Interpretation des Denkmals fortgefhrt. Zugleich wird die Erinnerung an das erlittene Unrecht wach gehalten und auf die heute immer noch zu beobachtende Intoleranz gegenber Schwulen und Lesben hingewiesen.

    Wir begren, dass mit der Errichtung des Denkmals fr die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen ein wichtiger Schritt der Anerkennung dieses Unrechts erfolgt. Die nationalsozialistische Verfolgung Homosexueller wird damit mageblich als Teil unserer Gedenkkultur etabliert. Die Bundesregierung setzt mit der Erinnerung an lange Zeit vergessene NS-Opfer ein deutliches Zeichen fr einen differenzierten Umgang mit unserer Geschichte. Gleichzeitig halten wir es weiterhin fr wichtig, sich auch mit den Ursachen der NS-Gewalt und ihren Ttern intensiv auseinanderzusetzen. Die Beschftigung mit den Beweggrnden der nationalsozialistischen Verbrechen und ihre Darstellung stehen weiterhin ebenso im Mittelpunkt der Auseinandersetzung mit unserer Geschichte. Dies ist umso wichtiger, da die sogenannte Erlebnisgeneration ihre Erfahrungen bald nicht mehr an die nachfolgende Generation wird weitertragen knnen.

    Mit der Errichtung des Mahnmals setzt die Bundesregierung einen 2003 von der damaligen rot-grnen Koalition gefassten Beschluss um.