Monika Griefahn, Mitglied des Deutschen Bundestages a. D.

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Auf dieser Internetseite finden Sie Informationen über meine Arbeit als Bundestagsabgeordnete (1998 bis Oktober 2009)

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    17.04.2006

    Tschernobyl alles andere als Geschichte


    Die Stadt „Tschernobyl“ ist zum Synonym fr die Risiken der Atomenergie geworden. Am 26. April 1986 fhrten Explosionen im Atomkraftwerk in der Nhe des ukrainischen damals sowjetischen Ortes zur vielleicht schwersten Umweltkatastrophe aller Zeiten. Das Unglck hat eine Flche von rund 200.000 Quadratkilometer kontaminiert, Menschen wurden umgesiedelt, die Zahl der Opfer und Folgekrankheiten nicht nur in der Nhe des Unglcksortes sind kaum zu beziffern.

    An ihrem 20. Jahrestag ist die Katastrophe alles andere als Geschichte: Noch immer ist beispielsweise die Entsorgungsfrage radioaktiver Abflle ungeklrt, immer noch werden ungeachtet der Ausmae, die „Tschernobyl“ hatte, auf der Welt neue Atomkraftwerke gebaut. „20 Jahre Tschernobyl“ lautet darum der Titel einer Podiumsdiskussion, die sich mit der Nutzung der Atomkraft und der Weiterentwicklung regenerativer Energien und der effizienten Energienutzung auseinandersetzt.

    Dazu laden wir, der SPD Unterbezirk Landkreis Harburg und die SPD-Bundestagsabgeordnete Monika Griefahn, Sie herzlich ein:

    am Mittwoch, dem 26. April 2006
    um 19 Uhr
    ins Marstall-Caf, Schlossplatz in Winsen (Luhe).

    Auf dem Podium diskutieren

    • Astrid Klug, Parlamentarische Staatssekretrin im Bundesministerium fr Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit,
    • Prof. Dr. med. Peter Kleine von der Stiftung „Kinder von Tschernobyl“ und
    • Jan Becker von der Greenpeace Gruppe Buchholz.

    Monika Griefahn, von 1990 bis 1998 Umweltministerin in Niedersachsen, wird durch die Diskussion fhren. Sie weist darauf hin, dass Unflle mit krebserregender Radioaktivitt auch vor Ort geschehen knnen - sei es bei Castor-Transporten, die mit ihren radioaktiven Abfllen auf ihrem Weg zu Wiederaufbereitungsanlagen auch durch die Nordheide fhren, sei es in deutschen Atomkraftwerken, sei es in europischen Wiederaufbereitungsanlagen. Bis heute ist auch ungeklrt, ob es zwischen den Leukmie-Erkrankungen in der Elbmarsch und dem Betrieb des Atomkraftwerks Krmmel einen Zusammenhang gibt. So kommt sie zu dem Schluss: „Tschernobyl ist heute so brisant wie vor 20 Jahren.“