Monika Griefahn, Mitglied des Deutschen Bundestages a. D.

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Auf dieser Internetseite finden Sie Informationen über meine Arbeit als Bundestagsabgeordnete (1998 bis Oktober 2009)

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    20.09.2006

    Keine verquere berquerung!

    Appell: Welterbestatus des Dresdener Elbufers nicht gefhrden


    Der Bundestagsabgeordnete Steffen Reiche stellte in der heutigen Sitzung des Ausschusses fr Kultur und Medien im Deutschen Bundestag einen Appell vor, der sich an die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Dresden, das Parlament und die Landesregierung Sachsens sowie an die Bundesregierung wendet. Mglichst viele Bundestagsabgeordnete sollen ihn untersttzen. Hierin wird gefordert, im Interesse Dresdens und Sachsens „eine den Welterbestatus des Dresdener Elbufers nicht gefhrdende Lsung zu suchen und zu finden“.

    „Im Dresdner Elbtal ist ein Zusammenspiel aus Fluss, Landschaft und Architektur in einer eindrucksvollen Intensitt erlebbar, die in Deutschland, vielleicht in der Welt einzigartig ist. Zur Recht wird dieser Gegend hchster kultureller Weltrang zugesprochen. Dieser darf nicht durch die zweifelhafte Bauvorhabenplanung gefhrdet werden, zumal Alternativen fr eine Elbquerung verhandelbar sind, die den Rang als Weltkulturerbe nicht gefhrden.“, so Steffen Reiche, Initiator des Antrags.

    Die Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion fr Kultur und Medien, Monika Griefahn, verweist auf den Gesichtsverlust, den Deutschland in seiner Rolle als international anerkannte Kulturnation erleiden wrde: „Als international eine der dichtesten Welterbelandschaften wird von Deutschland ein besonders hohes Ma an einem verantwortungsvollen Umgang mit den Welterbesttten erwartet. Hierzu haben wir uns vlkerrechtlich verpflichtet. Eine drohende Streichung erschwert zumindest die Aufnahme weiterer deutscher Orte in die Weltkulturerbeliste, die diese Wrde zu Recht bei der UNESCO beantragt haben.“

    Zum Hintergrund: Im Juli 2004 ernannte die UNESCO das Dresdner Elbtal zwischen dem Schloss Pillnitz und bigau zum Weltkulturerbe. Seit nunmehr anderthalb Jahren streitet man sich in Dresden um den Bau einer weiteren Elbquerung, der Waldschlsschenbrcke. Wegen dieses Bauvorhabens sieht die UNESCO das Elbtal nun als gefhrdete Kulturerbesttte an und setzte sie auf die Rote Liste damit droht seit dem 11. Juli 2006 die Aberkennung des Status als Weltkulturerbe. Nun engagieren sich Mitglieder des Deutschen Bundestages fr den Verbleib auf der UNESCO-Weltkulturerbeliste.