Klare Worte von SPD-Urgestein Eppler

Von Monika Griefahn

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Es war ein intensiver Abend, und ich danke dem Arbeitskreis der Christinnen und Christen in der SPD, dass sie ihn während des Deutschen Evangelischen Kirchentages organisiert haben. Sehr persönlich sprachen Familienministerin Manuela Schwesig, Außenminister Frank-Walter Steinmeier und der ehemalige Entwicklungshilfeminister Erhard Eppler über ihre Eindrücke beim Kirchentag und über den Zustand der Gesellschaft und der Welt.

Ein besonderes Erlebnis für mich war es, Erhard Eppler nach langer Zeit einmal wiederzutreffen. Er ist der Vordenker in der SPD in Sachen Umweltpolitik, er musste Willy Brandt und Helmut Schmidt erst darauf bringen, dass Umweltschutz und Entwicklungshilfe wichtige Aufgaben von Politik sind. Er prägte auf einer IG-Metall-Tagung den Begriff des qualitativen Wachstums (heute spricht die IG-Metall-Vorstandsfrau Christiane Benner von der Kampagne „Besser statt billiger“!) Eppler hat als einer der ersten in der SPD erkannt, wie gefährlich die Nutzung der Atomenergie ist. Er ist inzwischen 88 Jahre alt.

Erhard Eppler wurde auf dem – wie er sagte „seinem letzten“ – Kirchentag sehr deutlich in seiner Kritik an der gegenwärtigen Biedermeierpolitik der Bundeskanzlerin. Scheinbar gehe es uns gut und wir lehnten uns bräsig zurück. Aber der Konflikt mit Russland sei nicht durch Ausgrenzung, sondern nur durch Dialog zu lösen, forderte er. Russland, China, Indien und Brasilien gehörten mit an den Tisch, und wir würden übersehen, dass gerade in China zurzeit das größte Programm der Welt für erneuerbare Energien laufe. Ausruhen ginge nicht, meinte Eppler, und die Konflikte lösten wir sicher nicht durch Abschottung. „Dafür müssen wir noch viel tun!“

Cradle to Cradle auf dem Kirchentag

Von Monika Griefahn

Diskussionsrunde

Baden-Württemberg hat einen grünen Ministerpräsidenten und viele finden ihn gut. Selbst ein Taxifahrer, mit dem ich letztens sprach, hatte keine Zweifel an seiner Wiederwahl. Was liegt also näher als in Baden-Württemberg nach der Umsetzung von Cradle to Cradle zu fragen?

Am Samstag startete der Morgen auf dem Deutschen evangelischen Kirchentag in Stuttgart mit einer spannenden Debatte. Die Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, Rita Schwarzelühr-Sutter, zeigte in ihrer Rede auf, dass Effizienz alleine unsere Ressourcen-Engpässe nicht wird beenden können. Auch Ernst-Ulrich von Weizsäcker, Co-Präsident des Club of Rome, ergänzte seine Aussagen zum Faktor 5 um die Notwendigkeit – wie im Cradle-to-Cradle-Ansatz – alle Produkte von Anfang an so zu denken, dass ihre Materialien nach Gebrauch wieder einsetzbar oder biologisch abbaubar sind.

Reiner Mangold von Audi zeigte auf, dass Energieeffizienz bei den Autos nicht das Hauptkriterium für den Kauf sei. Insofern ist noch viel Entwicklung zu betreiben: Auch andere Treibstoffe oder neue Serviceformen für Mobilität müssen neben Carsharing-Modellen entwickeln werden. , wenn die Automobilbranche auch in Zukunft noch ein wichtiger Arbeitgeber in Deutschland sein will.

Ich habe das Cradle-to-Cradle-Konzept mit seinen Upcycling-Kreisläufen von Rohstoffen erklärt. Rund 1600 Zuhörer haben die Diskussion unter der fachkundigen Moderation von Elisabeth von Thadden, Journalistin bei der Zeit, verfolgt und trotz heißem Zelt in brütender Stuttgarter Sonne bis zum Mittag ausgeharrt.

Zum Thema Arbeitsplätze und eine Zukunft in Verantwortung ging es auch am Nachmittag in der Diskussion „Sparen reicht nicht – Umgang mit Ressourcen in Wirtschaft und Gesellschaft“ weiter. Die Unternehmerin Susanne Henkel arbeitet schon seit vielen Jahren mit Qualität und Reparatur-Freundlichkeit „Made in Germany“. Und hat Erfolg. Eine kompetente Runde diskutierte anschließend: Richard Arnold (Oberbürgermeister von Schwäbisch Gmünd), Christiane Benner (IG Metall), Peter Hofelich (Staatssekretär im Finanz- und Wirtschaftsministerium in Stuttgart), Dr. Anton Hofreiter (Fraktionsvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen) und Martin Lutz (Dress & Sommer).

Besonders beeindruckend war, dass Christiane Benner für das Konzept „Besser statt billiger“ stritt und sich damit voll für das C2C-Konzept engagierte. Auch Martin Lutz stellte dar, dass gerade im Baubereich viel passiere, um Häuser als „Materiallager“ zu begreifen und so die Rohstoffe zu erhalten.

Richard Arnold erklärte, dass gerade die Kommunen mit ihren Vorgaben durch die Rechnungshöfe immer noch Schwierigkeiten hätten, die besseren, statt die billigeren, Materialien und Produkte zu beschaffen. Da kann eigentlich nur eine andere Beschaffungsrichtlinie helfen. Diese Anregung nahm Staatssekretär Peter Hofelich auf.

Moderatorin Ines Pohl (taz) fühlte auch dem Grünen Aton Hofreiter auf den Zahn: Was müsse sich denn eigentlich politisch ändern, damit Unternehmen, die konsequent auf Cradle to Cradle setzten, nicht benachteiligt würden? Noch sind die Ansätze da nicht ausgereift, aber unsere Foren auf dem Kirchentag haben hoffentlich geholfen, die Cradle-to-Cradle-Idee zu verbreiten, auch wenn das Konzept am Nachmittag leider nicht ausführlich erklärt werden konnte.

Weltpremiere: Strom für AIDAsol aus Mega-Steckdosen

Von Monika Griefahn / Pressemitteilung

AIDAsol_bekommt LNG

Wenn man lange auf etwas hingearbeitet hat, und dann ist der große Tag da, das ist schon aufregend! Am 30. Mai war so ein Tag: AIDA Cruises, wo ich Direktorin für Umwelt und Gesellschaft bin, und Becker Marine Systems haben ein gemeinsames Projekt in die Realität umgesetzt. Im Hamburger Hafen hat die sogenannte LNG Hybrid Barge erstmals emissionsarmen Strom aus Flüssigerdgas (LNG-Strom) an das Schiff AIDAsol übergeben. Damit kann das Kreuzfahrtschiff seine Motoren während der Liegezeit letztlich abschalten, und der Strom wird aus Gas in fünf Blockheizkraftwerksmotoren auf einer Schute hergestellt und sichert dadurch die Energieversorgung des Schiffes. Das verringert die Emissionen erheblich. Es ist wunderbar, dieses Projekt wirklich zum Laufen gebracht zu haben, denn es ist eine Weltpremiere.

Mein Dank gilt den Ingenieuren von Becker Marine Systems. Vieles an dieser Barge war komplett neu, immer wieder brauchte es Genehmigungen, Gutachten und Erlaubnisse. Auch die Testphase war aufwändig – Tag für Tag waren die Techniker in den Wochen vor der ersten richtigen Stromversorgung am Anleger, haben Bordsysteme und Handhabung getestet, damit dann am 30. Mai auch alles klappt.

Die Barge funktioniert wie ein schwimmendes Kraftwerk. In der Gasaufbereitungsanlage wird das tiefkalte (-163°C), flüssige Gas erhitzt und anschließend zu den Generatoren weitergeleitet, die den Strom für den Schiffsbetrieb während der Liegezeit erzeugen. Die Leistung, die durch die Gasmotoren auf der Barge bereitgestellt wird, beträgt 7,5 Megawatt, also Strom wie für eine Kleinstadt.

Durch den Einsatz von Flüssigerdgas zur Energieversorgung von Schiffen wird der Emissions- und Partikelausstoß erheblich reduziert. Im Vergleich zur Nutzung von herkömmlichem Marinediesel mit 0,1 Prozent Schwefelanteil werden keine Schwefeloxide und keine Rußpartikel emittiert. Die Emission von Stickoxiden verringert sich um bis zu 80 Prozent, der Ausstoß von Kohlendioxid um 20 Prozent.

Übrigens: Wir haben schriftlich, dass wir mit der Barge etwas Besonderes verwirklicht haben. Es gab vor Kurzem für das gemeinsame, mit AIDA entwickelte Projekt den GreenTec Award 2015 in der Kategorie „Reise“ vom Deutschen Reiseverband (DRV) für Becker Marine Systems, einem echten Hamburger Unternehmen.

Holz und sonst gar nichts

Von Monika Griefahn und Petra Reinken

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Matthias Korff hatte schwer zu tragen, als er beim Seminar „Umweltpolitik und Nachhaltigkeit“ an der TU Hamburg-Harburg in den Seminarraum kam. Er hatte das Muster eines Wandquerschnitts mitgebracht – komplett aus Vollholz, so, wie er Häuser baut. Matthias Korff ist der Geschäftsführer von Deepgreen Development und hat den markanten „Woodcube“ auf der Internationalen Bauausstellung (IBA) 2013 in Hamburg-Wilhelmsburg gebaut. Bis auf ganz wenige Ausnahmen ist dieses mehrstöckige Wohngebäude komplett aus Holz.

Im Seminar „Umweltpolitik und Nachhaltigkeit“ haben wir in jedem Semester externe Referenten zu Gast, die aus ihrer Arbeitswelt oder von ihrem Engagement erzählen. Sie kommen aus Politik, Gesellschaft und Wirtschaft und schaffen genau das, was mit dem Seminar erreicht werden soll: Die Studierenden, allesamt angehende Ingenieure, bekommen einen Einblick in das Denken und Handeln anderer gesellschaftlicher Akteure.

Korff erzählte, wie er zum Holz kam. Krank sei er geworden durch Chemie in Baumaterialien. Inzwischen ist er voller Überzeugung für ein Bauen ohne Kleber, ohne Beschichtungen oder synthetische Verbundstoffe. In seinen Entwürfen lässt er nur den Baustoff Holz gelten. Den Studierenden erzählte er von seinem Besuch in einer Holzproduktion, wo Schicht um Schicht mit Leim verklebt wurde – ein Leim, dessen mehrseitige Schadstoffdeklaration ihm Angst gemacht habe. In seinen eigenen Häusern, zeigte er an dem schweren Modell, das er auf den Tresen gehievt hat, sei nichts verklebt. Die einzelnen Brettlagen hielten durch Buchenholzschrauben. Einen Naturbaustoff so zu behandeln, dass er dann zu Sondermüll werde, das nennt er zynisch.

Korff erzählte, dass es kein einfacher Weg sei, mit Vollholzhäusern sein Geld verdienen zu wollen. Allein all die Tests und Gutachten, die er zum Thema Brandschutz und Dämmeigenschaften habe nachweisen müssen. Und, dass geschafft, dann der steinige Weg in der Praxis. „Wir hatten 50.000 Besucher auf der IBA bei uns im Woodcube, und ich möchte sagen, alle waren begeistert von dem Haus. Doch dann geht einer, der so ein Haus bauen will, zum Architekten und zum Bauträger, und die kennen das alles nicht und trauen sich dann auch nicht an so ein Projekt.“

Korff will das ändern, auch deswegen hat er die Einladung in unser Seminar angenommen. Er möchte, dass mehr Berufsgruppen dem Baustoff Holz wieder mehr zutrauen und ihn so nutzen, wie es seiner Meinung nach am besten ist. Pur. Bei den Studierenden hat er jedenfalls die Aufmerksamkeit für seine Herangehensweise geweckt – und dieses „Offen sein für andere Wege“ ist ja das, was wir mit dem Seminar auch erreichen möchten. Einige der jungen Leute stehen noch nach dem Seminar um den Referenten und sein Wandmodell herum und stellen Fragen. Einer sagt, er wolle mit seinem Prof über Vollholzprojekte sprechen, ein anderer fragt Korff, ob er ihn mal kontaktieren könne, wenn er in zehn Jahren ein Haus bauen wolle.

Das verflixte siebte Jahr ist ein hervorragendes Jahr!

Von Monika Griefahn/Pressemitteilung

Deutscher Computerspielpreis 2015

Es war die beste Gala, seit es den Computerspielpreis gibt: Kurzweilig und mit einem tollen Show-Act – „Laing“ aus Berlin, sozusagen das weibliche Pendant zu Kraftwerk!

Ich habe gemeinsam mit Dorothee Bär von der CSU, die heute parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur und Vorsitzende der Jury ist, Mitte der 2000er Jahre einen Antrag im Bundestag gestellt, um die guten Computerspiele, die in Deutschland entwickelt werden zu würdigen. Daraus ist der Computerspielpreis entstanden. Die Spielebranche ist eine Branche, die damals schon mehr Umsatz machte als die Filmbranche. Ich freue mich, dass der Preis sich etabliert hat und den Eltern Hilfestellung in der Auswahl von Spielen für ihre Kinder gibt. Ich freue mich auch, dass das Ministerium auch die Arbeit der Stiftung Digitale Spielkultur, deren Beiratsvorsitzende ich sein darf, kontinuierlicher unterstützen will. Auch wenn meine Kinder inzwischen als Testspieler ausfallen, habe ich mich gefreut, dass ich die Laudatio für die Hamburger Spielentwickler des Besten Deutschen Kinderspiels „Fire“ halten konnte.

Nachfolgend Auszüge aus der offiziellen Pressemitteilung:

In 13 Kategorien sind am 21. April die besten Spiele des Jahres mit dem Deutschen Computerspielpreis im Berliner „ewerk“ ausgezeichnet worden. Neu in diesem Jahr: die Kategorien „Beste Innovation“, „Beste Inszenierung“, „Bestes Gamedesign“ sowie die drei undotierten internationalen Kategorien „Bestes internationales Spiel“, „Bestes internationales Multiplayer-Spiel“ und „Beste internationale neue Spielwelt“. Premiere feierte in diesem Jahr auch der Publikumspreis, über den allein die Spieler und Fans per Online-Voting entschieden haben. Vor über 600 Gästen aus der Computer- und Videospielbranche, Wirtschaft, Politik, Kultur und Medien präsentierte Moderatorin Judith Rakers gemeinsam mit prominenten Rednern und Laudatoren die Sieger. Ermittelt wurden die Gewinner aus 320 Einreichungen durch eine mit Experten besetzte Fachjury sowie eine Hauptjury. Große Freude gab es auch bei den Nachwuchs-Spieleentwicklern: Insgesamt 60.000 Euro gingen an Studenten aus Trier, Köln und Darmstadt, die in der Kategorie Bestes Nachwuchskonzept Fördergeld erhielten.

Verliehen wird der DCP durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und die Branchenverbände BIU und GAME. Auf der Grundlage unabhängiger Entscheidungen von Fach- und Hauptjurys wird die Entwicklung qualitativ hochwertiger, innovativer sowie kulturell und pädagogisch wertvoller Computer- und Videospiele „Made in Germany“ gefördert. Ein weiteres wichtiges Kriterium, das über die Prämierung entscheidet, ist zudem Spielspaß. Der DCP wird ab 2015 erstmals in bis zu 14 Kategorien vergeben, um der Vielfalt von Computerspielen gerecht zu werden. Neu dabei sind der Publikumspreis und drei internationale Kategorien.

Alle Gewinner des Deutschen Computerspielpreises 2015:

  • Bestes Kinderspiel: Fire (Hamburg), Daedalic Entertainment
  • Bestes Jugendspiel: TRI: Of Friendship and Madness (Halle), Rat King Entertainment, Rising Star Games
  • Bestes Serious Game: Utopolis – Aufbruch der Tiere (München), Reality Twist, Nemetschek Stiftung
  • Bestes Nachwuchskonzept: In Between (Trier), Hochschule Trier, UnderRaid (Darmstadt), Hochschule Darmstadt / Mediencampus Dieburg, Simon Cooks (Köln), SAE Institute Köln
  • Bestes Mobiles Spiel: Rules! (München), The Coding Monkeys
  • Bestes Gamedesign: The Last Tinker – City of Colors (München), Mimimi Productions
  • Beste Inszenierung: Lords of the Fallen (Frankfurt am Main), Deck13, CI Games S.A.
  • Beste Innovation: Spiel des Friedens (Ludwigsburg), Studio Fizbin, Landesmuseum für Kunst und Kultur Münster
  • Bestes Deutsches Spiel: Lords of the Fallen (Frankfurt am Main), Deck13, CI Games S.A.
  • Beste Internationale neue Spielewelt: This War of Mine (Polen), 11Bit Studios, Koch Media
  • Bestes Internationales Multiplayer-Spiel: Hearthstone: Heroes of Warcraft, Blizzard
  • Bestes Internationales Spiel: This War of Mine (Polen), 11bit Studios, Koch Media
  • Publikumspreis: Dark Souls 2, From Software, Bandai Namco Entertainment

Großes Kino mit kleinem Budget

Von Monika Griefahn (Jurymitglied Ökofilmtour)

 Sie finden die diesjährigen Preisträger untenstehend!

IMG_8196_blogIn diesem Jahr tourt das Festival des Umwelt- und Naturfilms, die Ökofilmtour, zum zehnten Mal durch Brandenburg. Das Programm ist richtig gut: tolle Filme, kreative Ideen, engagierte Regisseure und Autoren, zahlreiche Ehrenamtliche, die mit anpacken. Dass dieses Festival bis heute immer wieder zittern muss, dass genug Fördergelder zusammenkommen, das ist grundfalsch. Immerhin: Das Land Brandenburg honoriert die Arbeit der Festival-Organisatoren jetzt mit einer festen Haushaltsposition. Dafür danke. Vielleicht eifert diesem Vorbild ja jemand nach, damit das Festival endlich Planungssicherheit bekommt! Liebe Unternehmen – hier gibt es ein wunderbares kulturelles Angebot, für das sich finanzielles Engagement wirklich lohnt!

Kultur, haben wir in der SPD immer gesagt, ist Lebensmittel. Was wir gemeint haben – und was ich auch heute immer noch meine -, ist: Kultur befriedigt elementare Bedürfnisse. Musik, Gesang, Tanz – all diese kulturellen Phänomene sind elementar im Leben eines Menschen. Und der Mensch befriedigt diese Bedürfnisse ja ständig, wenn es möglich ist – egal, ob er unter der Dusche singt, in die Disko oder in ein Konzert geht.

Im ländlichen Raum ist das in mancherlei Hinsicht schwierig: Das Angebot an Theatern, Museen und andere Einrichtungen ist nicht so vielfältig wie in der Stadt. Das bedeutet nicht, dass es keine kulturellen Angebote auf dem Land gibt – oft existieren Musikschulen, Kulturinitiativen oder Heimatvereine. Wo Kommunen mit der Kulturförderung nicht nachkommen können, wächst oft das Bürgerengagement. Das zeigt noch einmal mehr, dass kulturelle Bildung oder Unterhaltung ein wichtiges Bedürfnis der Menschen ist.

Die Ökofilmtour erreicht ebenfalls den ländlichen Raum. Im Gepäck hat sie hohe Qualität! Mit den nominierten und prämierten Filmen reisen Organisator Ernst-Alfred Müller und seine Mitstreiter Jahr für Jahr durch 60 bis 70 Orte in Brandenburg, in denen es keine Kinos gibt. In der Fläche zeigen sie Filme, diskutieren mit dem Publikum oder erörtern sie mit Schulklassen. Oft sind Regisseure oder Autoren mit von der Partie. Die Zuschauer können sie hautnah erleben und viel über ihre Arbeit erfahren.

200 ehrenamtliche Mitveranstalter gibt es im ganzen Land, und was dann auf Leinwänden gezeigt wird, legt thematisch entweder den Finger in die Wunde oder zeigt wunderbare Bilder von der Schönheit der Natur. In diesem Jahr spielen Themen wie Landgrabbing eine Rolle – das ist brandaktuell und hochbrisant in den östlichen Bundesländern – oder auch die Themen TTIP, Atomausstieg oder die ökologischen Folgen von Kriegen.

Die Filme stammen von Autoren, die zu den besten Dokumentaristen und Naturfilmern Deutschlands gehören. Wenn wir mit ihnen sprechen, wird deutlich, wie schwer es ist, sich mit dieser Arbeit seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Die meisten von ihnen sind Freiberufler, und deren Honorare stagnieren seit Jahren. Sie packen brisante Themen an, die intensive, lange, manchmal teure und zu Teil auch gefährliche Recherche und viel Hartnäckigkeit erfordern. Haben sie ihr Material erfolgreich zusammen, dann müssen sie darum kämpfen, dass ihre Filme auch gezeigt werden. Und allzu oft erhält dann leider eine großartige Reportage einen Sendeplatz irgendwann gegen Mitternacht, wenn die meisten Menschen im Bett liegen.

Es werden so unglaublich hohe Summen für die Rechte von Sportübertragungen gezahlt, da muss doch bei den Medienanstalten ein bisschen mehr Geld übrig sein für Autoren und Regisseure, die mit ihrer Arbeit einen gesellschaftlichen Diskurs anstoßen und die echte Bildungsarbeit leisten! Mein Appell richtet sich besonders an die Öffentlich-rechtlichen, denn Bildung gehört ausdrücklich zu ihrem Auftrag.

Die Preisträger 2015 sind:

IMG_2873_beaZukunftsfilmpreis
„Energie vom Feld“, von Lorenz Knauer
Produktion für den Bayerischen Rundfunk

Horst-Stern-Preis für den besten Naturfilm
„Natur unter Beschuss – ökologische Folgen des Krieges“ von Maximilian Mönch
Produktion für 3sat

Hoimar-von-Ditfurth-Preis für die beste journalistische Leistung, verliehen durch die Deutsche Umwelthilfe e.V.
„Böse Mine, gutes Geld. Das schmutzige Geschäft mit der Kohle“ von Peter Ruppert, Jo Schück und Michael Strompen
Produktion für das ZDF

Bester Kinder- und Jugendfilm
„Karussell des Lebens – die Streuobstwiese“ von Annette und Klaus Scheurich, Mi-Yong Brehm und Moritz Mayerle
Produktion für BR, WDR, ZDF und ARTE

Preis der Stadt Potsdam für die beste künstlerische Leistung
„Vierzehn – Erwachsen in neun Monaten“ von Cornelia Grünberg
Kino-Produktion

Lobende Erwähnung der Jury
„Ozon unterwegs: Fleisch vom Fließband – Massentierhaltung und ihre Folgen“ von Hartmut Sommerschuh, Maren Schibilsky, Felix Krüger und Wolfgang Albus
Produktion fürs rbb Fernsehen

Publikumspreis
„Das Salz der Erde“ von Wim Wenders, David Rosier und Juliano Ribeiro Salgado
Kino-Produktion

 Mehr zur Ökofilmtour

Grimme-Preis in Marl – eine bodenständige Veranstaltung

Von Monika Griefahn

Sie holten einen syrischen Flüchtlingschor auf die Bühne und kritisierten gleichzeitig spitzzüngig die Abschottungspolitik Deutschlands – für ihre künstlerischen Leistungen in der ZDF-Kabarett-Sendung „Die Anstalt“ sind Claus von Wagner, Max Uthoff und ihr Kollege Dietrich Krauss jetzt in der Kategorie „Unterhaltung“ mit einem Grimme-Preis bedacht worden. „Sie haben aus der Gewohnheit, Kabarettsendungen als Werbeflächen für Bühnenprogramme zu missbrauchen, die Tugend einer packenden Ensembleaufführung gemacht“, hieß es in der Begründung der elfköpfigen Jury.

IMG_20150327_Grimme_blogDer Grimme-Preis gilt als prestige-reichste Fernsehauszeichnung Deutschlands. In diesem Jahr vergab die Jury, die sich unter anderem aus Fachleuten und Medienjournalisten zusammensetzt, in den drei Wettbewerbskategorien „Fiktion“, „Information & Kultur“ und „Unterhaltung“ zwölf Preise für herausragende TV-Produktionen. Dazu kamen Sonderpreise und -ehrungen. Es gewannen dieses Jahr nur öffentlich-rechtliche Rundfunk- und Fernsehanstalten. Die Grimme-Preis-Verleihung ist eine Veranstaltung ohne den üblichen Sternchen-Glamour. Eine roten Teppich gibt es zwar, aber davor auch gleichzeitig eine Demo, die auf ein Problem vor Ort aufmerksam macht: die schlechte Ausstattung eines Flüchtlingsheims.

Gut, dass es noch immer den Ehrgeiz von Filmemacherinnen und -machern gibt, einen Grimme-Preis zu erhalten. Denn auch die Öffentlich-Rechtlichen schauen immer mehr nach der Quote und kommen ihrem Auftrag, Fernsehen für alle und auch Bildung zu machen, häufig nur zu nachtschlafender Zeit nach. Außerdem leiden gerade die Dokumentarfilmer daran, dass ihre Honorare seit 20 Jahren nicht gestiegen sind, wohl aber die Entstehungskosten ihrer Produktionen. Umso bemerkenswerter die ausgezeichneten Werke: zum Beispiel „Camp 14“ über nordkoreanische Lager von Marc Wiese oder „Wir waren Rebellen“ über den Südsudan von Katharina Schröder und Florian Schewe, die Aufwand und Gefahr in der Produktion auf sich nahmen.

Und wie Hermine Hundgeburth, die ihren vierten Grimme-Preis mitnahm, so schön sagte: Auch Frauen haben immer noch weniger Chancen, Aufträge zu bekommen, obwohl gleich viele Frauen ausgebildet werden: „Vollständig erklären kann ich das nicht. Ich kann Ihnen nur erzählen, was ich von einer bekannten Drehbuchautorin gehört habe. Der wurde in einer Runde mit Redakteuren und Produzenten eine Liste von Namen vorgelegt, wer für die Regie in Frage käme. Darunter war keine einzige Frau. Als die Autorin nachfragte, warum das so sei, war die Antwort: ,Uns fallen keine Regisseurinnen ein.‘ Allein deshalb ist ,Pro Quote Regie‘ schon sinnvoll: Sie macht die Vielzahl von guten Regisseurinnen sichtbar, die es in Deutschland gibt, und die Lust haben zu arbeiten“ berichtete die erfolgreiche Regisseurin gegenüber Spiegel-online.

Geballte Frauenpower und solare Technik für den Alltag

Von Monika Griefahn

Right Livelihood Laureates and observers at Asian Regional Confe

 

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Immer wieder überraschen und überwältigen mich das Engagement und die Durchsetzungskraft unsere Alternativen Nobelpreis-Gewinner!

Vom 3. bis zum 6. März trafen sich die Preisträger aus dem asiatischen und pazifischen Raum auf Einladung der Tata-Universität, Centre for Livelihoods and Social Innovation (CLSI) in Mumbai, Indien. Da stellte nicht nur Huang Ming aus China seinen transportablen Solarkocher vor, sondern Shrikrishna Upadhyay aus dem Nepal vermittelte uns auch, welche Kräfte die eine Million Menschen, die im ländlichen Nepal ihre Lebensbedingungen gemeinschaftlich verbessert haben, mobilisieren konnten.

Monika Griefahn, Huang MingBesonders beeindruckend waren wieder einmal die Frauen: Sima Samar aus Afghanistan sowie Medha Patkar und Ruth Manorama aus Indien, unterstützt durch den Menschenrechtler Basil Fernando aus Hongkong/Sri Lanka, stellten sehr deutlich dar, wie wichtig die Bildung und Gesundheitsversorgung von Frauen für die Weiterentwicklung von Gesellschaften ist.

Madha Patkar streitet für die Wanderarbeiter/innen, die noch nicht einmal die Möglichkeit bekommen, zur Schule zu gehen, da sie keinen festen Wohnsitz haben. Und die Angehörigen der Dalit, der unteren Kaste in Indien, die es eigentlich laut Verfassung nicht mehr gibt, werden noch immer aus Geschäften gejagt (ich habe es selbst gesehen!) und bekommen auch viel weniger die Möglichkeiten, eine anständige Ausbildung zu machen. Ruth Manorama hat als charismatische Kämpferin schon viel für die Schwächsten in der Gesellschaft erreicht. Aber das Bewusstsein ist noch nicht überall in der Gesellschaft angekommen. Und Sima Samar hat aus Mangel an Einrichtungen mal eben selbst ein Krankenhaus, eine Schule und eine Universität und Ausbildungseinrichtungen – eben auch für Frauen – gegründet und vorangetrieben. Als ich dieser Diskussion „Transforming Livelihoods: Creating an Enabling Environment for Civil Society in the Asia-Pacific“ so zuhörte, fühlten sich unsere Diskussionen hier in Europa schon fast als Jammern auf hohem Niveau an.

Diese anstrengende und lehrreiche Woche, die aber auch zeigte, dass es überall Menschen gibt, die für das Gute eintreten und es auch erreichen, endete mit einer Ersten Konferenz der Right Livelihood Colleges. Das sind die sieben Universitäten (in Mumbai in Indien, Addis Abeba in Äthiopien, Port Hartcourt in Nigeria, Valdivia in Chile, Lund in Schweden, Bonn in Deutschland und Santa Cruz in den USA) weltweit, die genau das versuchen weiterzugeben: den Geist der Innovation und Möglichkeiten, und zwar in einer menschlichen und nicht nur in einer technischen Hinsicht – wie unsere Gastgeberin Prof. Dr. Swati Banerjee vom Tata-Institute for Social Sciences ihren Bildungsauftrag beschrieb.

Jeder kann „kompensieren“!

Von Monika Griefahn

Bei Aida haben wir eine wichtige Kooperation festgezurrt: Die Kreuzfahrtreederei und Atmosfair arbeiten beim Klimaschutz jetzt zusammen. AIDA kompensiert die CO2-Emissionen der dienstlich veranlassten Reisen mit dem Flugzeug oder Mietwagen über Atmosfair-Klimaschutzprojekte. Und AIDA-Gäste können den CO2-Ausstoß, den ihre Kreuzfahrt verursacht, ebenfalls kompensieren, indem auch sie Projekte unterstützten, die dem Klima und den Menschen helfen.

Das Geld aus dieser Kooperation fließt an ein Biomassekraftwerk im nördlichen Indien, das aus Ernteresten grünen Strom für 40.000 Haushalte produziert, 30.000 Tonnen CO2 jährlich spart und zusätzlich einen Beitrag zur Entwicklung der Region mit neuen Arbeitsplätzen und Einnahmequellen für Bauern bietet. Die Kompensationsprojekte sind so ausgelegt, dass sie selbst das Klima schützen, also zum Beispiel fossile Energie ersetzen oder Böden schonen.

Klar ist aber auch: Kompensation sollte immer nur das letzte Mittel der Wahl sein. Ein „Freikaufen“ aus der Verpflichtung, für sich uns die Welt zu sorgen, ist nicht der richtige Weg. Bei AIDA haben wir vieles entwickelt, das Emissionen verringert – zurzeit werden Filtersysteme in AIDA-Schiffe eingebaut, die Schwefel, Stickoxide und Rußpartikel herausfiltern. Die LNG-Hybrid-Barge wird in dieser Saison im Hamburger Hafen ihren Dienst aufnehmen und Strom für Kreuzfahrtschiffe produzieren, damit sie weniger CO2, keinen Schwefel und Ruß emittieren. Außerdem hat das Unternehmen seit jeher in Maßnahmen investiert, die den Treibstoffverbrauch generell verringern. Diese Anstrengungen werden auch weiterhin gemacht, CO2-Kompensationen sind ein ergänzendes Element.

In meiner eigenen Firma, dem Institut für Medien Umwelt Kultur, verfahren wir nach dem gleichen Muster. Auf Dienstreise gehen wir sehr oft mit dem Zug, aber wenn IMUK-Dienstreisen nur per Flugzeug möglich sind, dann kompensieren wir auch über Atmosfair – für sinnvolle Klimaprojekte.

Was ich damit sagen will: Jeder kann etwas tun! Jeder muss etwas tun.

Es ist neben den eigenen Bemühungen, weniger Klimagase auszustoßen, wirklich eine einfache Art zu helfen, und Atmosfair ist auch nicht der einzige Anbieter, der die Förderung von Klimaschutzprojekten durch Kompensation organisiert. Auf den Internetseiten der Anbieter gibt es Rechner, mit denen sich der CO2-Ausstoß bestimmen lässt und die dann den Betrag errechnen, der überwiesen werden müsste.

Wenn Unternehmen und Privatpersonen in dieser Reihenfolge handeln – vermeiden, einsparen, kompensieren -, dann ist eine Kompensation von CO2-Emissionen eine hilfreiche Sache. Es ist die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen. Das Klima wirkt global, und hier haben wir einen globalen Ansatz des Klimaschutzes.

Zum Nachhaltigkeitsbericht von AIDA Cruises.

Klima. Wandel. Gerechtigkeit. Welchen Fußabdruck willst du hinterlassen?

Von Moritz Petersmann, Leuphana-Student

Podium mit Monika GriefahnDrei Tage lang elektrisierende Stimmung auf dem Campus der Leuphana Universität Lüneburg: Die jährlich stattfindende Konferenzwoche hat es wieder geschafft, viele junge Menschen in ihren Bann zu ziehen. Sie ist ein beeindruckender Höhepunkt des Studienmoduls „Wissenschaft trägt Verantwortung“  an unserer Universität.

Vom 25.  bis zum 27. Februar machten sich in Lüneburg etwa 1500 Studierende des ersten Semesters bei der Konferenz auf verschiedene Wege des Wandels, um den Herausforderungen und Chancen einer nachhaltigen Entwicklung zu begegnen. Es lockten große Arenen mit prominenten Gästen wie Klaus Töpfer, langjähriger Direktor bei den Vereinten Nationen, Stefan Wenzel, niedersächsischer Umweltminister, Katharina Fegebank, Landesvorsitzende der Grünen in Hamburg, Menschenrechtsaktivistin Ruth Weiss, Club of Rome-Mitglied Uwe Schneidewind, Starköchin Sarah Wiener oder dem Yale-Philosophen Thomas Pogge.

Doch auch die Studierenden selbst prägen mit der Präsentationen ihrer Forschungsergebnisse die Konferenz maßgeblich mit. Der „Gallery Walk“ verwandelt zum Beispiel den Hörsaalgang dann in eine bunte Messe mit viel Ideenreichtum. Ein beeindruckendes Beispiel aus diesem Jahr ist das Projekt „Papp Dich“. Inspiriert durch den „Cradle to Cradle“-Gedanken will die Projektgruppe mit einem flexiblen und nachhaltigen Möbelsystem ein klares Statement setzen für Kreativität und Wirtschaften in Kreisläufen.

Neben den geläufigen Formaten einer Konferenz bietet die Leuphana Konferenzwoche immer auch einige Spezialitäten. So kann man auf der Spielwiese dem Konferenztrubel entfliehen und neben einem wunderbaren Angebot veganer und vegetarischer Köstlichkeiten das Thema gesellschaftliche Verantwortung erkunden. Kunst, Musik und interaktive Formate kultureller und sozialer Initiativen finden dort Platz.

Gast am dritten Konferenztag war auch Monika Griefahn. Zum „Kampf der Strategien“ hatten sich neben ihr auch BUND-Ehrenvorsitzende Angelika Zahrnt, Leonie Bellina, Expertin u.a. zum Thema Environmental Justice (umweltbezogene Gerechtigkeit) und der Dekan der Lüneburger Nachhaltigkeitswissenschaften Leuphana-LogoDaniel Lang auf dem Podium zusammengefunden. Dort wurde klar: Wir brauchen eine integrierende Strategie, die sich Gerechtigkeit zum Ziel (und zum Weg) macht. Das Nebeneinander von Suffizienz-, Konsistenz-, Effizienz- und weiteren Strategien des Wandels reicht also nicht aus. Gefordert ist vor allem auch das Engagement jedes Einzelnen!

Zum Abschluss der Konferenz spürten wir Studenten neben der Erschöpfung dreier intensiver Tage voller Lernen und Begegnung eine Aufbruchsstimmung auf dem Campus. Die wollen wir mitnehmen in das nächste Semester und darüber hinaus. Damit ist klar: Die Konferenzwoche hat ihr Ziel erreicht. Sie setzt Impulse für Transformation – im Kleinen wie im Großen.

Nächstes Jahr, Ende Februar 2016, ist es wieder soweit. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen und willkommen. Wir sehen uns!

Zur Leuphana-Konferenzwoche